Von Norderstedt bis Duvenstedt

Der HEIMATSPIEGEL 

Genießen Sie die aktuelle Ausgabe Ihres HEIMATSPIEGELS.

 

KBA Norderstedt kleidet

07. November

V. li: Helini T.T. Johannes, Lt. Col. John Iipumbu (NDF), Fabian Martens (KBA e.V.) und  Tobias Kapembe während der Übergabe der Rettungsdienstbekleidung.Foto: pi

Norderstedt (blb) Anfang dieses Jahres startete das namibische Verteidigungsministerium mit der Organisation ATA-International Training ein „Emergency Care Practitioner“ (ECP)-Trainingsprogramm. Ziel des ECP-Trainingsprogramms ist es, den Rettungs- und Sanitätsdienst in Namibia zu verbessern und die eingesetzten Helfer nach neuesten Standards in dem Bereich der Notfallversorgung auszubilden.
Die Ausbildung erfolgte in enger Kooperation mit der deutschen Beratergruppe der Bundeswehr, die hierfür das Know-how des im Jahr 2009 eingerichteten Mobile Field Hospital zur Verfügung stellten. Dieses mobile Krankenhaus kann sowohl für Katastropheneinsätze als auch für Missionen der Vereinten Nationen (UN) eingesetzt werden. Darüber hinaus sind dem Mobile Field Hospital mehrere gut ausgestattete Rettungswagen angegliedert.
Damit die Helfer des namibischen Sanitätsdienstes auch als solche erkenntlich und einheitlich gekleidet sind, spendete der KBA  100 Sets Rettungsdienstbekleidung, die der Euronorm entspricht. Jedes Set besteht aus einer Einsatzjacke, einem Hemd und einer Einsatzhose in den KBA typischen Farben blau, gelb und weiß. Lieutenant Colonel John Iipumbu vom Sanitätsdienst der NDF nahm die Spende kürzlich entgegen. Initiator war Fabian Martens, der für die deutsche Beratergruppe arbeitet und auch Mitglied des KBA ist. Als Medical Advisor für das namibische Ministerium ist er auch für das ECP-Programm zuständig. „Als Herr Martens mir von dem Ausbildungsprogramm in Namibia berichtete, war ich von den Zielen des Programms und der hohen Qualität der Ausbildung sehr beeindruckt“, erklärt Michael  Vollmer, 1. Vorsitzender des KBA. „Daher war es für uns keine Frage, die Helfer in Namibia zu unterstützen. Mit der modernen Rettungsdienstbekleidung sind die Helfer in Namibia nicht nur einheitlich ausgestattet. Sie verfügen zukünftig auch über geeignete Bekleidung, die sie in ihrem täglichen Einsatz schützt.“ Getreu dem Motto: „Wir sind vor Ort, wenn Sie uns brauchen!“ ist der KBA e.V. gewissermaßen jetzt auch interkontinental anzutreffen.

 

Stöbern, Schauen, Kaufen, Gutes tun

der 10. Lions-Martinsmarkt

07. November

Auf dem zehnten Martinsmarkt der Henstedt-Ulzburger Lions gibt es wieder viel zu stöbern und zu kaufen. Foto: pi

Henstedt-Ulzburg (pi) Es ist wieder soweit, und es wird dazu ein runder Geburtstag gefeiert: Am 10. November  lädt der Lions Club Henstedt-Ulzburg in der Scheune auf Hof Birkenau im Brombeerweg 1 in Henstedt-Ulzburg  wie jedes Jahr zu seinem beliebten Martinsmarkt ein.
Um 11 Uhr öffnen sich die Scheunentore und laden ein zum Stöbern, Schauen und Kaufen von Kunst, Handwerk und Geschenkartikeln in vorweihnachtlicher Atmosphäre. Wie auch im letzten Jahr wird auch diesmal wieder bis 18 Uhr mit einem hohen Besucherandrang gerechnet.
„Dieser Markt wird ein besonderer werden“, verspricht der diesjährige Präsident, Prof. Dr. Roland Greule. „Denn wir feiern mit diesem Markt auch 10-jähriges Jubiläum!“ Neben allerhand Köstlichkeiten aus der Martinsküche, hergestellt von den Lions-Damen, wird es auch wieder das heiß begehrte Tortenbuffet zum Schlemmen und Kaufen geben. 
Auch Deftiges, wie Schmalzbrot, heiße Suppe aus der „Gulaschkanone“, Würstchen und natürlich jede Menge Glühwein und Kinderpunsch stehen wieder im Angebot.
Für die Kinder wird es dieses Mal ein Erlebnis werden: Die Kleinsten werden in der bereits bekannten Kinderspielecke unter Anleitung nach Herzenslust basteln können. Darüber hinaus gibt es ein Kinderkarussell.
Ein Ballonclown wird mit seinen Künsten begeistern und es wird einen Laternenumzug mit dem Feuerwehrmusikzug geben. Die Älteren können sich bei den „Ulzburg Archers“ im Bogenschießen üben. 
Der Erlös des Marktes geht in diesem Jahr an die Langzeitaktivität des Clubs „Kinder fördern durch Musik“. „Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!“, meint Präsident Roland Greule. Und: „Wer kann, kommt!“ Der Eintritt ist wie immer frei. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.

 

Hecke schneiden, Gartenhaus bauen:

Helfer im SOS-Kinderdorf

07. November

Norderstedt (vpu) Sie kamen aus Hamburg, Bremen und Neumünster: 26 Mitarbeiter von Coca-Cola krempelten in der letzten Woche die Ärmel hoch und halfen beim Hecke-schneiden oder Rasenmähen im SOS-Kinderdorf in Harksheide. Sogar ein kleines Gartenhaus mit Wegplatten als Untergrund bauten die ehrenamtlichen Helfer. „Es war ganz schön anstrengend, aber hat richtig Spaß gemacht“, war sich die Gruppe nach der Arbeit sicher.
„Wir freuen uns, dass unser Dorfmeister Klaus Koch so viel Unterstützung bekommen hat“, freute sich auch Manfred Thurau für den Kinderdorf-Vorstand. Die Mitarbeiter von Coca-Cola kamen schon gegen 9 Uhr in der Frühe ins Dorf und gingen nach einer kurzen Anweisung durch den Dorfmeister sofort an die Arbeit. „Das Dorf ist ja richtig toll gepflegt, wir werden es noch ein wenig schöner machen“, lachte ein Mitarbeiter. Auch die Idee, den Kindern durch die Arbeiten die Wertschätzung entgegenzubringen, kam an.
Es gibt eine Menge zu tun, gerade zu Beginn der kalten Jahreszeit. Bei 20 Gebäuden und über sechs Hektar Fläche fällt sehr viel Arbeit an. Übrigens waren die Coca-Cola-Leute nicht die ersten, die den Laptop weglegten, zum Spaten griffen und hier im SOS-Kinderdorf halfen. Auch Lufthansa-Ingenieure haben hier schon mal  kräftig mit angepackt. Zum Mittag wurde dann  gegrillt und so manche leckere Wurst oder Karbonade verzehrt. „Danke noch einmal an die Gruppe“, so das SOS-Kinderdorf.

Die freiwilligen Helfer packten kräftig mit an und legten schon einmal das Fundament für das neue Gartenhaus. Foto: vpu

 

Eintracht deklassiert Rugenbergen

30. Oktober

Jubel bei der Eintracht nach dem 0:2 durch Dane Kummerfeld kurz nach der Pause. Foto: blb

Bönningstedt/Norderstedt (meg) Eintracht Norderstedt gewann das Derby in der Oberliga Hamburg beim SV Rugenbergen deutlich mit 4:1 (1:0) und setzte seine Serie mit dem vierten Sieg in Folge fort. Belohnt wird das mit Platz fünf (25:15 Tore, 23 Punkte). Der SV Rugenbergen kassierte  erstmals nach sechs Partien wieder eine Niederlage, rutschte auf Rang acht (20:18 Tore, 19 Punkte).
Dabei begann das Derby verhalten: Erst ein Fast-Eigentor der Bönningstedter ließ die 187 Zuschauer am Werner-Bornholdt-Sportzentrum aufhorchen. Ein genialer Freistoßtrick brachte dem Gast dann die Führung:  Jan-Philipp Rose passte die Kugel aus zentraler Position flach in den Strafraum. Linus Meyer legte direkt weiter auf Jürgen Tunjic, der  mit einem platzierten Flachschuss Dennis Schultz im SVR-Kasten keine Chance ließ – 0:1 (28.). „Das haben wir nur zwei-, dreimal im Training geübt“, wollte Eintracht-Trainer Thomas Seeliger diese Variante nicht überbewerten. Das war‘s in Hälfte eins.
Nach der Pause fielen dann die Tore wie die Blätter von den  Bäumen: Vier Stück in zwölf Minuten.
Erst brachte Dane Kummerfeld die Gäste 2:0 in Führung (51.), dann verwandelte Philipp Koch einen Foulelfmeter zum 0:3 (55.). Der SVR kam durch Sven Worthmann auf 1:3 heran (57.), aber eine Bogenlampe von Marius Browarczyk bescherte der Eintracht das 1:4 (63.).
„Das war in der Höhe auch verdient. Von Beginn an haben wir konzentriert gespielt. Es hätte noch ein bisschen höher ausgehen können“, sah Thomas Seeliger eine starke Eintracht.
Im Gegensatz zum SV Rugenbergen, wo nicht nur der Shooting-Star Pascal Haase (sechs Tore in acht Spielen) völlig abgemeldet war: „Wenn ich den erwische, der uns diesen gebrauchten Tag angedreht hat. Das war von A bis Z gar nichts. Allerdings wird uns dieses 1:4 auch nicht umhauen“, schaute SVR-Trainer Ralf Palapies nach vorn.
Bei der Eintracht war die Personalnot im Sturm so groß, dass  sogar Altherren-Spieler Oliver Hirschlein (42) zum Kurzeinsatz kam: „Der Trainer hat mich gefragt, ob ich Sonnabend Zeit hätte. Natürlich habe ich sofort ja gesagt. Es hat Spaß gemacht. Ich bin aber auch ganz schön kaputt.“
Trainer Seeliger hält trotz  nur noch sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer FC Elmshorn den Ball flach: „Wir haben einen guten Lauf. Die Jungs haben Spaß am Fußballspielen. Ich denke aber nur von Spiel zu Spiel.“
Das nächste ist am Sonntag (4. November, 14 Uhr) gegen  HSV Barmbek-Uhlenhorst (14.). Rugenbergen tritt Sonntag in Niendorf (12.) an.

 

 

CDU Norderstedt ehrte

30. Oktober

CDU-Vorsitzender Uwe Behrens (l.) und Stellvertreterin Ruth Weidler zeichneten Jürgen Benthack für 50 Jahre Parteizugehörigkeit mit Urkunde, Ehrennadel und Blumenstrauß aus. Foto: cbl

Norderstedt (clb) Sichtlich gerührt nahm Jürgen Benthack am Freitagabend die Glückwünsche der Parteigenossen, darunter Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, entgegen. Seit 50 Jahren engagiert sich der heute 78-Jährige in der CDU, und kann auf eine ansehnliche Polit-Karriere zurückblicken, die in der Position des Bürgervorstehers von 1978 bis 1984 gipfelte. Zudem war er maßgeblich an der Gründung der Stadt Norderstedt beteiligt und erinnert sich noch heute lebhaft an die harten Verhandlungen der vier beteiligten Gemeinden.
Uwe Behrens, Vorsitzender der CDU Norderstedt, lobte Jürgen Benthacks Verdienste und überreichte dem Jubilar eine Urkunde der Bundesunionsvorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch eine Ehrennadel in Gold, die neben dem bereits erhaltenen Bundesverdienstkreuz sowie der Freiherr-vom-Stein-Medaille einen würdigen Platz erhalten wird.
Mit „Dankbarkeit für das Vertrauen in meine Position als auch tiefe Genugtuung, an der Entstehung und Entwicklung unserer Stadt mitgewirkt haben zu dürfen“, dankte Benthack für die Auszeichnung, und merkte mit dem Hinweis, an der Planung und Errichtung des Norderstedter Rathauses entscheidend mitgewirkt zu haben, augenzwinkernd an: „Das Gemäuer und ich haben eine auffällige Gemeinsamkeit: Bei beiden bröckelt bereits die Fassade!“
Großen persönlichen Respekt zollte er allen Ehrenämtlern, „die manche Entbehrung leisten und häufig persönlich zurückstecken müssen. Rückblickend wäre ohne dieses Engagement auch das Projekt Norderstedt niemals gelungen“, so Benthack.
Darüber hinaus ehrte die Norderstedter CDU weitere Mitglieder für ihre Parteizugehörigkeit: Karlfried Wochnowski, Lorenz Fesser und Heiltraud Peihs (40 Jahre), Rene Bülow und Hans-Joachim Mierendorff (25 Jahre) sowie Ursel Wenthe und Kathrin Oehme (10 Jahre).

 

Ein kantiger Unternehmer von der

30. Oktober

War Ehrengast und Redner in der „TriBühne“: der schwäbische Unternehmer Wolfgang Grupp. Foto: vpu

Norderstedt (vpu) „Wir können doch den Chinesen, der bald stärksten Wirtschaftsmacht der Welt, nicht das verkaufen, was wir im Billig-Produktionsland Bangladesch produziert haben“, ärgert sich Wolfgang Grupp, Inhaber des Textilunternehmens Trigema und hochkarätiger Referent auf dem Abend der Norderstedter Wirtschaft. „Wir dürfen nicht auf Masse produzieren, wir müssen in Innovation und innovative Produkte investieren“, forderte er den Norderstedter Mittelstand auf. Norderstedt Marketing mit Stefan Witt und der Vorsitzende des Arbeitskreises Wirtschaft, Karl-Peter Knoll, hatten den Gast in der TriBühne begrüßt.
„Lumpen“, „Ausbeuter“ und „Millionäre, die nicht mehr dafür verantwortlich sind, ob ihr Unternehmen weiterlebt“ – wenn sich der 70-jährige Wolfgang Grupp so richtig in Rage redet, wenn er über die Missstände und das Missmanagement in der Wirtschaft spricht, dann fallen oft harte Worte. Doch das ist dem gradlinigen Unternehmer, der schon immer nur in Deutschland produziert, hier Steuern zahlt und rund 1200 deutsche Mitarbeiter in Lohn und Arbeit bringt, schon egal. „Was war denn, als Schremp von Mercedes und der Chef von Chrysler sich die Hände schüttelten und das deutsche Autohaus den Amerikaner kaufte. Da war beiden doch egal, was aus dem Geschäft wird. Beide hatten und haben ihr Auskommen, ihre Bezüge. Auch nach einem Milliarden-Missgeschäft“, rechnet Wolfgang Grupp vor. 
Er steht als Unternehmer und Eigentümer allein mit seinem Vermögen für seine Firma ein. „Wirtschaft braucht Anstand“, so der Titel seiner Biographie, die 2010 auf den Markt gekommen ist. „Zumindest müssten doch diese Unternehmer mit ihren Bezügen, ihren Gehältern gerade stehen“, fordert er. „Wachstum“, „Arbeitsplatz- und Standortverlagerung“ oder auch „Globalisierung“ sind für den Mann von der Schwäbischen Alb „Unworte“. „Ich werde niemals meine Firma vergrößern, nur um mir hinterher von einem Spinner aus Amerika sagen lassen zu müssen, was ich zu tun habe“, rief er in die Mikrofone der TriBühne. „Größte Verantwortung der Entscheidungsträger“ und „persönliche Haftung des Inhabers“, so lauten seine Forderungen.   
Auch in Sachen Heimat und Familie hat der katholische Unternehmer grundfeste Ansichten. „Ich habe etwas länger gedarbt, bis mich eine geheiratet hat. Da war ich schon 42. Meine Frau musste ihr Medizinstudium abbrechen und wir gründeten eine Familie“, erzählte er dem doch erstaunten Publikum. „Da schauen Sie. Das wär doch nichts geworden. Da kommt sie abends aus der Klinik, erzählt von ihrem Tag. Und ich komm aus dem Unternehmen und erzähl von meinem. Das ist doch keine Ehe. Eine Frau gehört in die Familie, zu den Kindern. Ich habe zwei Kinderzimmer gebaut und wir haben zwei Kinder bekommen“, lächelt der Schwabe auch den Damen im Publikum entgegen. Die lächelten nicht alle zurück. 
Mit einem herrlichen kalten Büfett, vielen persönlichen Gesprächen und so manchen neuen und wieder aufgelebten Kontakten verlief ein gelungener und immerhin schon zwölfter Abend der Norderstedter Wirtschaft in der TriBühne.

 

Kunst und Kultur verbindet –

30. Oktober

Die Kümmerer der KuKuHU stellten sich vor dem Vinum in Henstedt-Ulzburg zum Foto. Foro: pi

Henstedt-Ulzburg ( blb) Die Kümmerer der KuKuHU laden Künstler, Kulturanbieter, Anbieter von Veranstaltungsräumen und  –plätzen sowie alle KuKuHU-Interessierte am Dienstag, 6. November,   um 19.30 Uhr zu einem Informationsabend ins Vinum, Hamburger Straße 89 a, zu kommen.
Nach einer Einleitung über die KuKuHU ganz allgemein  stellen die einzelnen Kümmerer sich selbst und ihr Aufgabengebiet kurz vor. Im An-schluss daran haben die Besucher Gelegenheit,  sich mit den Kümmerern persönlich zu unterhalten, Fragen zu stellen, Anregungen oder Wünsche vorzubringen sowie sich auch gleich vor Ort um eine Teilnah-me an der 5. KuKuHU zu bewerben.
Das KuKuHU-Team freut sich sehr, dass der Kümmererkreis erweitert werden konnte und somit auf zehn Aktive angewachsen ist. Neu dabei  sind Anke Rataj für den Bereich Theater und Timothy Wilson, der den Bereich Grafik übernommen hat.
Während des Infoabends werden Impressionen der vergangenen Kunst- und Kulturwoche zu sehen sein. Die KuKuHU hat sich inzwischen unter dem Dach von HU-Marketing fest im Ort etabliert, viele Beteiligte stehen erwartungsvoll in den Startlöchern und freuen sich, dass es jetzt endlich wieder losgeht.
Info: www.kukuhu.de

 

Schnell macht Sauer

Zitronen für zu schnelles

30. Oktober

Lilly hat für diesen Autofahrer gleich zwei Früchte parat. Bei  31 km/h konnten die Schüler sich nicht entscheiden, ob das noch einen Apfel oder schon eine Zitrone wert war.  Foto: sno

Norderstedt (sno) „Danke, dass Sie unter 30 gefahren sind“, für die meisten Autofahrer auf dem Glashütter Damm endete der Schreck der Polizeikontrolle mit ein paar netten Worten und einem saftigen Apfel. Doch auch Zitronen verteilten die Schüler der Grundschule Immenhorst in nummerierten leuchtgelben Warnwesten an diesem ersten kalten Morgen im Oktober.
Wer vor der Grundschule von den Beamten der Polizei Autobahn und Bezirksrevier Bad Segeberg mit mehr als 30 Kilometer pro Stunde gemessen wurde, bekam als Mahnung eine saure Zitrusfrucht und die Bitte, in Zukunft auf die Schilder Schule und Kindergarten zu achten. Sabine Zurlo, Präventionsbeamtin für 20 Grundschulen in Norderstedt und Umgebung, hatte die Aktion auf Bitte von Schulleiterin Elisabeth Bauer-Plambeck organisiert. „Ich glaube, wenn man es auf die humorvolle Art macht, hat das große Wirkung“, erklärt die Schulleiterin, die am Tag zuvor selbst Äpfel und Zitronen als Belohnung eingekauft hatte. „Und ich finde es wichtig, dass die Kinder selbst mit den Autofahrern in Kontakt kommen.“ Die Messaktion mit den vierten Klassen vor der Schule war ein Teil der Verkehrsaktionstage. Am Tag zuvor hatte die Bigband  der Polizei Schleswig-Holstein die Schüler mit ihrer musikalischen Verkehrserziehung begeistert. Und nach der Geschwindigkeitsmessung startete der Fahrradparcours mit Fahrradcheck und Geschicklichkeitsübungen.

 

Kulturwerk am See wird zum

30. Oktober

V. li. Rajas Thiele, Michael Stöver (Yamaha) und Mathias Gibb (Norderstedt Marketing) freuen sich auf die neue Reihe Jazz Werk im nächsten Jahr im Kulturwerk am See. Foto: blb

Norderstedt  (blb) Das Kulturwerk in Norderstedt wird im nächsten Jahr zum Jazz Werk. Drei Veranstaltungen mit Top-Musikern kündigte Mehrzwecksäle-Geschäftsführer Rajas Thiele in der vergangenen Woche an. Die neue Veranstaltungsreihe wird in 2013 aus drei Konzertabenden bestehen. Den Auftakt machen zum einjährigen Geburtstag des Kulturwerks am See am 21. März Till Brönner und Dieter Ilg. Am 19. April gastiert die Schwedin Viktoria Tolstoy mit Jacob Karlzon in Norderstedt und den Abschluss der Reihe für das Jahr 2013 bilden   Rüdiger Baldauf  &  Own Style am 19. Oktober.
Der Vorverkauf für diese drei Top-Veranstaltungen läuft seit Freitag, für alle drei Veranstaltungen im Paket gibt es einen Rabatt von zehn Prozent.
Rajas Thiele will diese Konzertreihe mit überregionaler Bedeutung langfristig etablieren. Wichtige Partner, ohne die diese Top-Musiker wohl nicht zu gewinnen gewesen wären,  sind  Yamaha Musik Europe und Norderstedt Marketing.
Die Idee zu der Veranstaltungsreihe Jazz Werk  sind im Arbeitskreis Marke von Norderstedt Marketing entstanden. Hintergrund  ist es, das Kulturangebot Norderstedts um diese Musiksparte zu ergänzen und damit auch überregional eine hohe Attraktivität auszustrahlen. Die Konzerte sind  vom musikalischen Anspruch  als Pendant zu Veranstaltungen aus dem Bereich klassische Musik zu verstehen und wird durch die in diesem Bereich erstklassigen Künstler überregionale Beachtung erhalten.
 Es treten Künstler aus dem Bereich des zeitgenössischen attraktiven Jazz im Kulturwerk auf, wobei der Begriff zeitgenössischer Jazz sehr weit gespannt und offen ist. An jedem Konzertabend sollen auch regionale Nachwuchsmusiker eine Auftrittsmöglichkeit erhalten. Das Kulturwerk bietet für diese Konzerte die optimalen Voraussetzungen mit seiner ausgezeichneten Akustik –  insbesondere für die weitestgehend nicht verstärkte Musik.
Till Brönner  erhielt für sein erstes Album 1993 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den Preis der Deutschen Plattenindustrie. Er spielte mit internationalen Jazzgrößen wie Dave Brubeck, Tony Bennett oder Mark Murphy und ging 2003 mit der Soulsängerin Joy Denalane auf Tour.  Dieter Ilg zählt zu jener Handvoll europäischer Spitzenmusiker, die es verstehen, in jedes Projekt einen unverkennbaren musikalischen Beitrag einfließen zu lassen. Ob als gefragtes, stilsicheres Gruppenmitglied oder als Leiter seiner eigenen Ensembles: Immer versteht es Ilg, seine Funktion als Bassist und Fundament des musikalischen Geschehens mit einer grazilen Leichtigkeit und Ausdrucksstärke zu verbinden.
Für die ersten beiden Veranstaltungen stehen jeweils 450 Sitzkarten zur Verfügung, für die dritte 650, da hier der untere Bereich von Stuhlreihen befreit zu Stehplätzen wird.

 

 

Waldpiraten segeln seit zehn

30. Oktober

Steffi Bauer (l.), Nicole Schüttauf (2.v.r.) und Dirk Steffens betreuen die Waldpiraten aktuell. Jana Neugebauer war vor zehn Jahren die erste „Piraten-Erzieherin“. Foto: cbl

Norderstedt (cbl) Seit zehn Jahren erobern die „Waldpiraten“ der KiTa Storchengang erfolgreich den Rantzauer Forst. Etwa 100 Kinder zwischen drei und sechs Jahren zählten bereits zur Crew und stillten Neugier und Forscherdrang zwischen Räuberhütte, Waldachterbahn und Schneemannsplatz.
Zum Jubiläum, dem junge und ältere Piraten standesgemäß heftigen Hagelschauern trotzten, überraschte die KiTa-Leitung mit einer neuen Slackline, die ab sofort für Balancierübungen zwischen den Bäumen genutzt werden kann.
Was vor einem Jahrzehnt als Halbtagsgruppe startete, hat sich inzwischen zur Dreiviertel-Tagesbetreuung gemausert, die von vielen begeisterten Eltern mitgetragen wird.
„Für unsere Tochter Leonie war die Waldgruppe perfekt, hier konnte sie ihre Energie loswerden, und wir haben seitdem eine riesige Steinesammlung am Haus“, erinnert sich Cornelius Weiß schmunzelnd, während die sechsjährige Leonie mit ihren ehemaligen Piratenbrüdern und -schwestern den Kletterbaum erklimmt und die Seilschaukel ausprobiert.
Für den Waldpädagogen Dirk Steffens, quasi der Käpt’n der Truppe, profitieren Waldkinder von ihrer Zeit im vielfältigen, erlebnisreichen „Raum ohne Wände“: „Unsere Kinder sind strukturierter und finden sich besser zurecht als andere, sie gehen geschickter mit Werkzeug und Materialien um und sind zudem sensibilisierter für Anweisungen.“ Eigenschaften, die nicht nur in der anschließenden Schulzeit nützlich sind.

 

Informationen für Existenzgründer

Kostenfreier Info-Abend der

30. Oktober

Das Team der Norderstedter Gründerhilfe. Foto: pi

Norderstedt (pi) Wer den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit plant, braucht mindestens drei Dinge: Den Mut, ein Unternehmen zu gründen, eine überzeugende Geschäftsidee und eine erstklassige Beratung und Betreuung während der Gründerphase. Ist die Idee erst einmal vorhanden, sollte nicht lange gezögert werden, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn eine Existenzgründung ist eine echte Herausforderung.
Die fachkundige Beratung und Begleitung durch die Gründerhilfe Norderstedt hilft dabei, einem Scheitern in den ersten Geschäftsjahren vorzubeugen. Seit einigen Monaten bietet die Gründerhilfe Norderstedt als Zusammenschluss von erfahrenen Fachleuten Gründern eine zentrale Anlaufstelle auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Aus jahrelanger Erfahrung weiß Unternehmensberater Tomas Grimm: „Wer sich nur auf learning by doing verlässt, zahlt meist ein hohes Lehrgeld.“
Junge Unternehmer und Unternehmerinnen erhalten durch die Gründerhilfe Norderstedt vor, während und nach der Gründung immer dort praxisnahe Unterstützung, wo sie für sie erforderlich ist. Die Kosten für die Hilfe beim Start in die Selbstständigkeit bleiben überschaubar, denn Existenzgründer können bis zu 90 Prozent Zuschüsse für Kosten der Unternehmensberatung durch das KfW-Förderprogramm „Gründercoaching Deutschland“ erhalten.    Steuerberater Holger Zimmermann hilft durch den Steuer-Dschungel, denn der stellt für einen ehemaligen Arbeitnehmer ganz neue Herausforderungen dar. Rechtlichen Fragen, beispielsweise welche Unternehmensform gewählt werden sollte und worauf ein Selbstständiger rechtlich zum Beispiel beim Urheberrecht zu achten hat, um nicht mit dem Gesetz in Schwierigkeit zu kommen, klärt Juristin Jessica Preuße.
Versicherungsmakler Andreas Brell hält die richtigen Tipps bereit, wenn es darum geht, ein passendes Versicherungskonzept zu finden und die Risiken der Selbstständigkeit abzusichern. Und Christian Puls, Spezialist für Webdesign und Online-Marketing, ist der richtige Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Außendarstellung des neuen Unternehmens.
Das Beratungsbüro der Gründerhilfe befindet sich in der Oststraße 47 in Norderstedt. Dorthin lädt die Gründerhilfe am  Donnerstag, 8. November, um 17 Uhr zu einem kostenlosen Informationsabend für Existenzgründer ein. Interessierte können sich unter 0 40/55 60 56 16  oder über die Homepage www.Gruenderhilfe-Norderstedt.de anmelden.

 

 

 

Kulturpreis: Preisträger zeigen

30. Oktober

Norderstedt (blb) Nach drei Jahren war es einmal wieder soweit: Die Stadt Norderstedt vergab den Kulturpreis, den Sechsten, und dabei gab es zwei Premieren. Preisträger 2012 ist mit dem Theater Pur – Junges Theater Norderstedt erstmals ein darstellender Kunstbetrieb. Und als weitere Premiere erhielt erstmals Norbert Tank den Sonderpreis der Jury für sein Lebenswerk.
Die Preisverleihung im Kulturwerk am See, auch dies natürlich eine Premiere, im Beisein von Landrätin Jutta Hartwieg wurde zu einem zweistündigen rauschenden Gang durch das Repertoire der Hobbytheaterleute, deren Können „die landläufige Vorstellung der Menschen von Amateurtheater weit hinter sich lässt“, wie Buchhändler und Jurymitglied Wolfgang Delke in seiner Laudation an das Theater Pur treffend bemerkte.
Zum Auftakt brachte eine Blues-Brother-Persiflage die Gäste im fast voll besetzten Saal des Kulturwerks zum Wippen, bevor ein Auszug aus dem Weihnachtsmärchen „Eine Woche voller Samstage“ ebenso begeisterte wie die Kindergruppe des Theaters Pur mit dem Indianertanz aus Peter Pan. Auch der Auszug aus Romeo und Julia, das Anfang 2013 aufgeführt werden soll, machte Lust auf mehr.
Michael Schabert, Vorsitzender des Preisträgers, sagte in seinen Dankesworten, wie stolz dieser Preis ihn und sein gesamte Team vom Darsteller bis zum Tresenpersonal mache. Immerhin sei dieses Theater sein erstes Kind, das erste Schritte machte, als er mit 1974 als 18-Jähriger mit Silke Ahrens in einer Aufführung vor Konfirmanden in der Johanneskirche erste Schritte machte, woraus 1980 das Theater als eingetragener Verein entstand.
Das Leben und Schaffen Norbert  Tanks zeichnete Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote als Jury-Vorsitzender persönlich in seiner Laudatio nach. Erste Meriten verdiente der Erzkomödiant Norderstedts sich als Smutje auf hoher See. Was folgten, waren unzählige Rollen und Auftritte, sein Wirken als Regieassistenz, Regisseur und Autor. 
Tank bedankte sich natürlich op Platt, sang und dirigierte zum Finale „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. Würdiger konnte diese Preisverleihung nicht zu Ende gehen. 

 

Schildkrötenjagd im Raakmoor

Aus dem Raakmoor ins

23. Oktober

Noch bevor Marcel Vewinger  das auf einem Stamm sitzende Tier erreichte, glitt es ins Wasser und schwamm weg. Foto: pi

 

Langenhorn (ers) Solch einen Einsatz hat wohl kaum eine andere Feuerwehr jemals gehabt: Am Wochenende musste die Freiwillige Feuerwehr Langenhorn-Nord eine Schildkröte aus dem Raakmoor bergen.  Eine Spaziergängerin hatte das etwa 30 Zentimeter lange  Tier entdeckt. Doch bevor Feuerwehrmann Marcel Vewinger (25) das auf einem Stamm sitzende Tier erreichte, glitt es ins Wasser und schwamm weg.  Ein Schlauchboot der Nachbarfeuerwehr aus Fuhlsbüttel wurde angefordert. Gleichzeitig stieg Marcel Vewinger noch einmal in das Moor. Dieses Mal gemeinsam mit seinem Bruder Mike (33). Er war es dann auch, der die Schildkröte mit einem Kescher  einfing und zum Ufer brachte.
Gudrun (65) und Carlos (69) Belmar aus Langenhorn waren darüber eher traurig: „Wir haben die Schildkröte schon ganz oft gesehen.  Sie sonnte sich immer auf dem Baumstamm. Wie sie da hochgekommen ist, ist uns ein Rätsel. Fast täglich haben wir sie bei unseren Spaziergängen gesehen.“ Das Tier mit den auffallend orangefarbenen Flächen kam ins Tierheim Süderstraße. Es soll  zwar schon mehrere Jahre im Raakmoor gelebt haben. Doch einen strengen Winter würde es wohl nicht überleben, hieß es von Naturschützern.  Die Polizei hat nun Ermittlungen eingeleitet,denn wer ein Tier aussetzt und dabei billigend in Kauf nimmt, dass es sterben könnte, der begeht eine Straftat.