Von Norderstedt bis Duvenstedt

Der HEIMATSPIEGEL 

Genießen Sie die aktuelle Ausgabe Ihres HEIMATSPIEGELS.

 

Tag des Tanzens beim

23. Oktober

Am Duvenstedter Mark können Interessierte am 3. November das Tanzbein schwingen. Foto: pi

Duvenstedt  (pi) Im Rahmen des „Tags des Tanzens“ des Deutschen Tanzsportverbandes am Sonntag, den 3. November, veranstaltet der Tanzsportclub Casino Oberalster einen „Tag der offenen Tür“. Ab 15 Uhr gibt es im Clubhaus am Duvenstedter Markt 2 (neben der Cantate-Kirche) ein buntes Programm mit Vorführungen und Mitmachaktionen.
 Interessierte können sich über das große Angebot des Casino Oberalster informieren, das neben Tanzkreisen für Erwachsene und Kindergruppen auch Discofox, Line Dance, ZUMBA®, Gymnastik und Yoga bietet. Workshops für Swing und Salsa runden das Programm ab und – brandneu – ab Ende Oktober startet ein neuer Tanzkreis für Einsteiger und Wiederbeginner.
 Die Trainer und Übungsleiter beantworten gern alle Fragen.

 

Groot Theater op de Ohnsorg-Bühn

23. Oktober

„Lengen na Leev“ mit Oskar Ketelhut, Sandra Keck und Uwe Friedrichsen im Ohnsorg-Theater. Foto: Jutta Schwöbel

Wat weer dat för‘n grootardigen Theateravend. Dat Publikum weer anröögt, mitreten, opwöhlt – trurig un glücklich to glieker Tiet. Dat Schauspeel „Lengen na Leev“ (Ein Mond für die Beladenen) vun Eugene O'Neill is en Glücksfall för dat Ohnsorg-Theater. Dor stimmt eenfach allens. De würklich bestmööglich Översetten in de plattdüütsch Spraak vun Hartmut Cyriacks un Peter Nissen, de opwiesen deit, wo eernsthaftig un nadenkenswert disse Spraak is. De op den Punkt bröcht Regie vun Michael Bogdanov, un denn natüürlich de Schauspelers, sünnerlich dat wunnerbor „Dreegestirn“ – Vadder, Dochter un Verpächter – Uwe Friedrichsen, Sandra Keck un Oskar Ketelhut. Beter kann man dat nich besetten, beter kann man dat nich spelen un över de Ramp bringen!
Irgendwo in Noorddüütschland leevt en ool versapen Buer mit sien Dochter op‘n verschuldt Hoff. Sien Söhns hebbt sik en beter Leven in de Stadt söcht. De Jüngst (speelt vun Jan Frederik Seeler) neiht ok ut – mit den Segen vun sien Schwester. De höllt dat wieder-hen bi Vadder ut – „ein spätes Mädchen“, as man dat nöömt. Se is hart un beestig, deit, as wenn se mit all Mannslüüd rundümto in‘t Bett gahn is, man dat is allns blots Verstellen, üm dat schwoor Leven uttohollen. Se hett‘n weken Kern un deep binnen in ehr sitt de Leev to den Verpächter Jacob Kehding. Doch de is ok‘n versapen Minschen, is unglücklich, kann mit den Doot vun sien Mudder nich torecht kamen, hett Johanna ok leev, man he weet nich, wat he will.
In en wunnerschöön
Maandnacht kaamt sik de Beiden neger, nehmt sik in de Arms, wöllt tosamen slapen. Man dor warrt nix ut. Johanna nimmt ehrn Jacob an de Bost, leet em utrohn, is mehr Mudder as Leevste. As de Morrn kümmt, will Jacob blots noch weg. Se röppt em achterna „Atschüss Jacob“, doch wat dat noch Höpen gifft? Vadder düükert op un haalt sien Deern in den rugen Alldag torüch.
Uwe Friedrichsen as Vadder Homann speelt dat nich, nee, he is de ool versapen Buer, swiensplietsch, böösardig un doch in Leev to sien Dochter. Siene Bühnenpräsenz is eenmalig! Dorto Sandra Keck ehr Johanna. Se beröhrt een jedeen Momang deep. Man litt mit ehr, man versteiht ehr, müch ehr in‘n Arm nehmen. Wat se dor tostann bringt, wunnerbor. Steiht doch binah twee Stünnen op de Bühn un ritt een vun Anfang bet to‘n Enn mit. Oskar Ketelhut as Jacob maakt ok ‘n depen Indruck. He randaleert, is denn wedder ganz lütt un freedvull. He wiest den so weddersinnigen Charakter op't Best op. Disse dree Schauspelers maakt dit Theaterstück to en groot Ereignis. Erkki Hopf in en lütt swierig Rull is ok dorbi.
Wat hett dat Ohnsorg-Theater doch för grootardig Schauspelers. Se maakt disse platt-düütsche Eerstopföhren möglich. Mit groot Applaus, de gor nich ophollen wull, hett dat Premierenpublikum vun Harten dankt. Dat Stück warrt noch bet hen to‘n 15. November speelt.         Christa Heise-Batt

 

Geflügelschau des Rasse- und

23. Oktober

Der Rasse- und Ziergeflügelverein Glashütte lädt zur Geflügelschau. Foto: pi

Norderstedt (rug) Wie auch in den vergangenen Jahren, findet in den Ausstellungsräumen am Hotel „Zur Glashütte“, Inhaber Egon Stubbe, Segeberger Chaussee 309 in Norderstedt, wieder die Geflügelschau des Rasse- und Ziergeflügelvereins Glashütte statt.
 Interessierte können am Sonnabend,  2. November, und Sonntag,  3. November, in der Zeit von 9 bis 17 Uhr die bei Jung und Alt beliebte Ausstellung besuchen. Es können bis zu 120 Tiere verschiedener Rassen und Farben bewundert werden. Sowohl Groß- als auch Zwerghühner und Tauben werden in herbstlich geschmückten Ausstellungskäfigen präsentiert und werden bei den Besuchern sicher einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es wird auch in diesem Jahr wieder das „Ur-Huhn“, den Ursprung aller bekannten Hühnerrasssen, präsentiert.
Ein weiteres Highlight der Schau, und sicherlich nicht nur für die  jüngsten Besucher, wird wieder der Kükenschlupf sein. Auf der Schau kann man  live miterleben, wie die Küken aus den Eiern schlüpfen und ihre ersten Schritte ins „Hühnerleben“ wagen.
 Die Schau ist nicht nur für alteingesessene Züchter von großem Interesse, sondern auch für jeden Tierliebhaber und auch für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, sich dieses äußerst vielseitige und abwechslungsreiche Hobby zuzulegen.
Die Züchter des Glashütter Rasse- und Ziergeflügelvereins geben auf der Schau gern Auskunft über Zucht, Haltung, Farbenschläge und anderes mehr und können Interessenten kompetente Tipps und Anregungen geben. Umrahmt wird die Schau von einer Tombola mit attraktiven Preisen, deren Erlös dem Verein zu Gute kommt.
 Der Eintritt für Erwachsene beträgt 1 Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

 

Eintracht-Wahnsinn in Eichede

23. Oktober

Norderstedt (meg/blb) Im Radio hörten die mitgereisten Eintracht-Fans auf der Rückfahrt aus Eichede von einem verrückten Fußball-Nachmittag.  Doch während auf dem Sender vom 3:3 des HSV gegen Stuttgart die Rede war, hatten die Norderstedter gerade 90 Minuten erlebt, die sie so schnell nicht vergessen werden.  Ihre Mannschaft hatte im Duell der Aufsteiger vor 674 Zuschauern mit 6:4 (2:1) das glücklichere Ende für sich gehabt.
Thomas Seeligers Jungs führten nach 59 Minuten 4:1  (nach  0:1-Rückstand), Eichede glich fünf Minuten vor Schluss zum 4:4 aus. Dabei hatte der zweifache Torschütze Jan Lüneburg noch zwei weitere Großchancen auf dem Schlappen, die er aber vergab. Dann brachte ein Missverständnis zwischen dem ansonsten starken Torhüter Johannes Höcker und Abwehrspieler Marin Mandic Eichede wieder ins Spiel, denn Mandic köpfte ins eigene Tor. Nur noch 2:4 aus Sicht der Stormarner. Den Faden verlor die Eintracht aber erst, als Lechler der Anschluss zum 3:4 gelang. Als Nico Fischer sogar den Ausgleich machte, fürchteten viele Eintracht-Fans das Schlimmste. Doch sie hatten nicht mit Björn Nadler gerechnet. Der an diesem Tag bärenstarke Youngster fasste sich an der linken Außenlinie aus 25 Metern ein Herz und schlenzte das Leder ins lange Ecke in den Winkel, was er dann selbst kaum fassen konnte. Dass Yayar Kunath in der Nachspielzeit noch das halbe Dutzend voll machte, war Ergebniskosmetik.
Trainer Seeliger war hinterher geschafft: „Als Trainer drehst du draußen durch. Vor allem weil es so unnötig war. Wir hatten eigentlich alles im Griff“. In der Tat zeigte die Eintracht ansehnlichen Kombinationsfußball, dem auch die Tore zum 1:1 (21., Kopfball Lüneburg nach Flanke Heinemann) und 1:2 (37.,  Björn Nadler ebenfalls nach schöner Kombination) folgten.
Das Foul an Linus Meyer, das zum Elfmeter (57., Koch zum 1:3) und Rot für Eichede führte, hielt SVE-Trainer Oliver Zapel  nicht für  ahndungswürdig. Als dann Lüneburg mit seinem zweiten Treffer aus vollem Lauf das 1:4 machte, stand nur noch die Höhe des Sieges zur Diskussion. Es folgte das Finale furioso.
„Die Jungs haben richtig guten Fußball gespielt. Unsere Bilanz nach zwölf Spielen kann sich sehen lassen“, so Seeliger über Platz acht (19:21 Tore, 16 Punkte). Kein Wunder, dass der Verein am liebsten sofort die Verträge mit dem Trainerteam verlängern würde: „Wir wollen auch, aber es ist noch nichts unterschrieben. Wir setzen uns in Kürze zusammen. Es wird aber definitiv zu einer Vertragsverlängerung kommen“, verrät Seeliger.
Am Sonntag (27. Oktober, 14 Uhr) gastiert Eintracht Braunschweig II an der Ochsenzoller Straße. In der derzeitigen Form für die Eintracht machbar.

 

SVR beendet Torflaute

23. Oktober

Tim Stegmann (SCVM) und Keeper Möring können  den Führungstreffer durch Pascal Haase (Rugenbergen) zum 1:0 nicht verhindern. Foto: oda

Bönningstedt (meg) Die Mini-Krise (drei Spiele in Folge verloren, 1:12 Tore) ist beendet. Die Fußballer vom SV Rugenbergen gewannen am 12. Spieltag der Oberliga Hamburg vor heimischem Publikum gegen den SC Vier- und Marschlande auch in der Höhe verdient mit 4:0 (2:0) und klettern auf Platz vier (29:23 Tore, 21 Punkte). Spiele mit Beteiligung der Bönningstedter bleiben  Spektakel,  Tore satt garantiert. Außerdem spielt der SVR immer Hopp oder Top: Es gab noch kein Unentschieden, dafür  sieben Siege und fünf Niederlagen.
Nach dem 0:7-Debakel der Vorwoche hatte sich das Trainergespann Ralf Palapies/Knut Aßmann gegen den SCVM einiges vorgenommen: „Wir hatten uns vorgenommen, in kämpferischer Hinsicht besser zu agieren. Und das hat über 90 Minuten  sehr gut geklappt, obwohl wir mit dem letzten Aufgebot angetreten sind“, spielte Co-Trainer Knut Aßmann auf die Ausfälle von Jan Melich (Beruf) und Sven Worthmann (kam erst kurz vor Anpfiff) an. Kevin Beese musste so nach langer Pause gleich von Beginn an ran. Auch Dennis von Bastian ging mit Kniebeschwerden gehandicapt in die Partie. Drei Spieler aus der U23 halfen aus. Das war aber alles vergessen, als Goalgetter Pascal Haase, schön freigespielt von von Bastian, mit links zum 1:0 traf (25.)– sein achter Saisontreffer. Außenverteidiger und Eigengewächs Hendrik Rühmann (19) schloss eine feine Kombination über von Bastian und Haase mit einem Lupfer zum 2:0 ab (34.).
Die Gastgeber hatten alles im Griff und legten nach der Pause durch eine energische Einzelleistung von Max Scholz das 3:0 nach (64.). Rühmann mit seinem zweiten Tor des Tages sorgte für den Endstand (70.). „Der SCVM hatte nicht eine Torchance. Das war vom Warmmachen bis zum Schluss eine ganz andere Truppe als noch eine Woche zuvor. Chapeau“, zog Aßmann seinen Hut vor der Leistung seines SVR.

Der freut sich jetzt aufs Derby am Freitag (25. Oktober, 19.30 Uhr) beim schwächelnden TuS Germania Schnelsen.

 

VCN siegt trotz „Rücken“ 3:2

23. Oktober

Die VCN-Mädels sind gut in die neue Saison gestartet. Foto: (Archiv) blb

Norderstedt (meg) Es war eine echte Energieleistung, die die Volleyballerinnen vom 1. VC Norderstedt im Auswärtsspiel der Regionalliga Nord beim Schweriner SC III zeigten. Mit 3:2 (19:25, 25:19, 25:16, 9:25, 15:10) setzte sich der Drittliga-Absteiger in Schwerin durch, feierte den zweiten Saisonsieg.
Zwar gibt es seit dieser Spielzeit für einen Sieg im Tie-Break nur zwei statt wie bisher drei Punkte (für den Verlierer einen), aber das war VCN-Trainer Ulrich Lampe und seinen Mädels ziemlich egal: „Meine Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt“, freute sich der Coach. Lampe hatte am Vormittag noch die schlechte Nachricht ereilt, dass Außenangreiferin Norma Bastian mit Rückenproblemen ausfällt.
Im vierten Satz  musste  auch noch Zuspielerin Lotta Steinberg vom Feld. Auch sie konnte aufgrund von Rückenbeschwerden nicht weitermachen. „Durch die Umstellungen ist der vierte Satz dann auch so deutlich mit 9:25 verloren gegangen. Keiner wusste mehr, wo er spielt“, erklärt Lampe das Dilemma. Nach dem Satzausgleich von Schwerin zum 2:2 rissen sich die VCN-Damen aber wieder zusammen und entschieden den Tie-Break mit 15:10 für sich.
„Schwerin war der erwartet schwere Gegner. Das ist zwar die B-Jugend des Vereins, aber die trainieren unter Profi-Bedingungen“, so Lampe. Der Coach hat seit der vergangenen Woche auch im Training wieder alle Damen zur Verfügung. Ein Großteil war zuvor für die Nachwuchsauswahl Hamburgs im Einsatz gewesen.
Am kommenden Sonnabend (26. Oktober, 15 Uhr, Moorbekhalle) erwartet der VCN im Derby das Team vom SC Alstertal-Langenhorn.

 

Neuer DLRG-Präsident ist

23. Oktober

Norderstedt (vpu) Er ist Lebensretter und in der DLRG mit ganzem Herzen. Seit 1965 ist er Mitglied bei den Lebensrettern, damals in der Ortsgruppe Harksheide. Von 1970 bis 1978 hatte er schon verschiedene Vorstandspositionen inne. Jetzt wählte die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft den Norderstedter Hans-Hubert Hatje (63) zu ihrem Präsidenten. Schirmherr und Bundespräsident Joachim Gauck gratulierte ihm zu seinem Amt und seinem ehrenamtlichen Engagement.
Es ging ihm immer um das „Schwimmenlernen“, besonders bei jungen Menschen. Und so war Hans-Hubert Hatje auch bezeichnenderweise von 1978 bis 1986 Landesjugendwart in der schleswig-holsteinischen DLRG. Er führte diesen Landesverband dann von 1989 21 Jahre lang bis 2010.
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums trafen sich die Delegierten aus ganz Deutschland in Potsdam und wählten einen Tag für den großen „Geburtstag“ ihren neuen Präsidenten. „Die DLRG ist national wie international sehr gut aufgestellt. Unser Augenmerk müssen wir deshalb mehr denn je auf die Personal- und Verbandsentwicklung der DLRG richten. Die Absicherung der vielen neuen Seengebiete im Osten Deutschlands wird für uns eine große Herausforderung sein, die wir angehen müssen“, rief der Norderstedter Hans-Hubert Hatje den Delegierten in Potsdam zu. Hatje tritt vehement gegen die Schließung vieler örtlicher und städtischer Schwimmbäder ein. „Das würde zu einem deutlichen Rückgang der Schwimmfähigkeit gerade junger Menschen führen“, warnte Hatje auf der Bundesversammlung.
Der Schirmherr der DLRG, Bundespräsident Joachim Gauck, würdigte am letzten Wochenende die „lebensrettende Arbeit“ der humanitären Organisation als „verantwortungsvolle Leistung für die Gesellschaft.“
„Das ist wahrlich nicht selbstverständlich. Ich bin gekommen, um Ihnen allen zu danken, jedem einzelnen Rettungsschwimmer“, betonte der Bundespräsident. Als Rettungsschwimmer der DLRG sorgen sie seit Generationen ehrenamtlich für die Sicherheit an den Küsten, Seen und Schwimmbädern. Im Anschluss an den Festakt demonstrierten rund 200 Motorboote der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft aus ganz Deutschland auf der Spree in einem Bootskorso gegen Bäderschließungen und für den Erhalt und Neubau ausbildungsgeeigneter Bäder.

Der Norderstedter Hans-Hubert Hatje (links) löste Dr. Klaus Wilkens im Amt des Präsidenten der DLRG in Potsdam ab. Foto: pi

 

Prozess: Norderstedter Erzieher

16. Oktober

In dieser Kita in Glashütte war der angeklagte Erzieher zuletzt angestellt. Foto: blb

Hamburg/Norderstedt  (blb) Im Prozess vor dem Hamburger Landgericht gegen einen Erzieher, der mehrere Mädchen und Jungen  in Schnelsen und Norderstedt sexuell missbraucht haben soll, hat der Angeklagte am Montag ein Geständnis abgelegt.  Gericht, Staatsanwaltschaft, Verteidigung und vier Eltern als Nebenkläger hatten sich vor der Aussage des 30-Jährigen auf einen Deal verständigt. Wenn er die Vorwürfe einräumt, wird einer von neun angeklagten Fällen eingestellt, der Missbrauch eines vierjährigen Jungen. Als Strafe drohen danach  höchstens fünfeinhalb Jahre Gefängnis plus Berufsverbot. Der Deal soll den Opfern eine belastende Vernehmung ersparen. Der Angeklagte soll in einer kirchlichen Kita in Schnelsen und in seiner Wohnung in Norderstedt mehrere Kinder (Jungen und Mädchen  zwischen drei und neun Jahren) missbraucht haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem sexuellen Missbrauch von Kindern in sieben Fällen, einen Fall von schwerem sexuellen Missbrauch sowie einen versuchten schweren sexuellen Missbrauch von September 2012 bis Februar 2013 vor. Außerdem soll er mehrere der Mädchen und Jungen in sexuell aufreizenden Posen fotografiert haben.  Der Erzieher war bis Januar in der Kita in Schnelsen angestellt, danach in Glashütte in der Kita an der Poppenbütteler Straße. Die Mutter eines Mädchens in Norderstedt zeigte den Mann an.

 

Widerstand gegen die neue

16. Oktober

Vertreter der Initiative „Grüne Zukunft für die  Hummelsbütteler Müllberge“  überreichten am Donnerstag Behördensprecher Volker Dumann (im Vordergrund) insgesamt 8 755 Einwendungen gegen die Deponieplanung. Foto: ers

Hummelsbüttel / Norderstedt (ers) Es ist eine Binsenweisheit: Wo schon Müll herumliegt kommt schnell immer mehr dazu ...
Doch im Fall der Hummelsbütteler Müllberge ist es etwas anders. Denn wo nur wenige Meter von der Stadtgrenze entfernt nach dem Zweiten Weltkrieg Trümmer aus der ausgebombten Stadt und später auch noch  legal und illegal  anderer Müll deponiert wurde, ist inzwischen ein beliebtes Naherholungsgebiet entstanden.
Im Winter ist der 77 Meter hohe „Monte Klamott“ ein beliebter Rodelberg, im Sommer hat man von hier aus einen tollen Blick auf das – ansonsten nicht zugängliche – Naturschutzgebiet Hummelsbütteler Moore, das direkt am Fuß der einstigen Deponie beginnt.
Doch die Idylle ist bedroht, der Müllberg weckt Begehrlichkeiten: Die Tangstedter Unternehmensgruppe Eggers, die mit eigenen Sand- und Kiesgruben, Deponien und Recyclinganlagen im Großraum Hamburg sowie in Wittenberge/ Brandenburg und Herzfelde/ Berlin vertreten ist, will hier über elf Jahre hinweg auf vier Hektar Land rund eine halbe Million Tonnen belastetes Erdreich ablagern – mindestens elf Jahre, in denen der Berg auch als Naherholungsgebiet nicht mehr zur Verfügung stehen würde.
Dagegen regt sich massiver Widerstand.  In dem gerade begonnenen Planfeststellungsverfahren wurden bei der zuständigen Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt  (BSU) deutlich mehr als 9 000 Einwendungen von Bürgern eingereicht. Allein 8 755 Unterschriften überreichten Vertreter der Initiative „Grüne Zukunft für die  Hummelsbütteler Müllberge“  am Donnerstag Behördensprecher Volker Dumann.
Die  Deponiegegner befürchten nicht nur Staub- und Schadstoffemissionen, eine  Verunreinigung des Grundwassers und  mögliche,  bislang ungeprüfte, Auswirkungen auf die Altdeponie, sondern befürchten auch, dass dadurch der Lebensraum geschützter Tier- und Pflanzenarten zerstört wird. Bereits im  Jahr 1986 war die Hummelsbütteler Altdeponie in den  Verdacht geraten,  für die Vergiftung von Trinkwasserbrunnen in der Umgebung verantwortlich zu sein – die Verursacher wurden nie ermittelt, 556 Haushalte wurden stattdessen eilends ans Hamburger Wassernetz angeschlossen.
Das Planfeststellungsverfahren sei „ergebnisoffen“, betonten Petra Roßkopf und Christoph Gerigk, die  in der BSU  für  Abfallentsorgungsanlagen für gefährliche und gewerbliche Abfälle zuständig sind. Aufgabe der Behörde sei es, zu prüfen, ob hier eine weitere Deponie angelegt werden dürfe oder nicht.  Alle Einwendungen von Bürgern und auch der „Träger öffentlicher Belange“ würden in den kommenden Wochen  geprüft und vor einer abschließenden Entscheidung in einem Erörterungstermin  beantwortet.
Dabei wäre auch die Frage zu beantworten, ob Alternativen zum Standort Hummelsbüttel geprüft worden seien. So wird kolportiert, dass das Unternehmen es „aus Umweltgründen“ ablehne, den kontaminierten Bodenaushub über 40 bis 60 Kilometer  zu ihren Deponien in Niedersachsen und Schleswig-Holstein  zu transportieren.

 

Das hat Art! Aquarell-Ausstellung

16. Oktober

Die VHS Tangstedt lädt zur Ausstellung ins Rathaus ein. Foto: pi

Tangstedt (rug) Seit vielen Jahren wird in kreativen Kursen der VHS Tangstedt Kunst geschaffen. Eine besondere Gattung der Malerei ist das Aquarellieren. Hier vereinen sich ausdrucksstarke Maltechniken mit den luftig-transparenten Farbwirkungen.
In einer Ausstellung zeigen die Aquarellkurse ihre Kunstwerke, in denen sie ihrer Kreativität Ausdruck verleihen. Mit rund 30 Bildern zeigt die Ausstellung faszinierende Werke.
Am Sonnabend, 19. Oktober, wird die Ausstellung um 11 Uhr im Rathaus der Gemeinde Tangstedt eröffnet, alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die ausstellenden Maler/-innen und die Kursleiterin Marion Gronowsky werden anwesend sein, einige Bilder stehen auch zum Verkauf.
Nach der Eröffnung können Interessierte die Aquarellmalerei selbst ausprobieren, Materialien stehen am Eröffnungstag zur Verfügung, eine erfahrende Aquarellmalerin gibt Tipps und Hilfe. Vielleicht entdeckt jemand für sich ein neues inspiratives Hobby.  Die Bilder werden noch bis zum 14. Dezember  im Rathaus Tangstedt zu sehen sein.

 

Wer hat Kater „Moses“ gesehen?

16. Oktober

Wird vermisst:  „Moses“. Foto: Privat

Norderstedt (rug) Seit Mittwoch, dem 9. Oktober, wird der Kater „Moses“ von seiner Familie in der Waldschneise/Stonsdorfer Weg vermisst. Um zirka 9 Uhr nutzte er ein geöffnetes Fenster, um in den Garten zu gelangen. Als er zur Tür wieder hereinwollte, wurde er von einem Hund erschreckt und flüchtete.
„Moses“ ist acht Jahre alt und hat ein graugetigertes Fell. Er ist eine reine Hauskatze,  er ist es nicht gewohnt, sich draußen aufzuhalten. „Schauen Sie bitte auch in Garagen oder Schuppen nach, vielleicht ist er dort versehentlich eingesperrt“, bittet seine Familie um Hilfe der Nachbarn.
Wer „Moses“ gesehen hat, weiß wo er sich aufhält oder ihn bei sich aufgenommen hat, wird gebeten sich unter Tel. 0 40/5 21 34 35  oder 01 51/ 15 70 40 08 zu melden.

 

Krebskranke Kinder profitieren von

16. Oktober

Sorgten für etwas Freude auf der Kinderkrebsstation: Die Handpuppen aus der Kindertagespflege Norderstedt. Foto: pi

Norderstedt (blb) Das war ein gelungener Deal, geboren im September 2012 bei der Aktion „Gute Geschäfte“ im Norderstedter Rathaus:  Hier vereinbarte André Kubasch, Marktleiter vom Baumarkt Otto Meyer, mit der Kindertagespflege Norderstedt einen bargeldlosen Leistungstausch: Die Tagespflege   erhielt für ihr Sommerfest einen Faltpavillon aus dem Baumarkt Otto Meyer. Im Gegenzug besuchten  Martina Schreiner und Monika Radig mit ihren Handpuppen „Kevin“ und „Lotta“ das Sommerfest der Kinderkrebsstation im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Dort verteilten sie kleine selbst gebastelte Glückshühnchen und  sprachen die Kinder aktiv an und versuchten so, ein wenig Freude in die Gesichter der Kinder zu zaubern. André Kubaschs Fazit: „ Eine tolle Sache, bei der es einen Sieger gab: die Kinder.“
Das UKE veranstaltet dieses Sommerfest für die kleinen krebskranken Patienten und deren Angehörige im Garten der Station bereits seit über 20 Jahren. Beim Fest in diesem Jahr im August waren 125 Kinder sowie 150 Erwachsene dabei. Außer den Gästen von der Kindertagespflege Norderstedt sorgten ein Clown, ein Musiktherapeut sowie  Spiel- und Bastelstände für Ablenkung im sonst von weißen Kitteln beherrschten Alltag der Kinder in der Klinik.

 

„Swinging Ladies“ bei AWOszene

16. Oktober

Die „Swinging Ladies“ laden zum Chorkonzert. Foto: pi

Norderstedt (rug) Im Mai 2006 wurde der Frauenchor „Swinging Ladies“ von der Vorsitzenden Kiki Voß gegründet. Die Idee war, einen Frauenchor in Norderstedt zu etablieren, den es zu der Zeit so noch nicht gab – er sollte lebendiger sein, als die Chöre, in denen Kiki Voß vorher sang, Liederpräsentationen ohne Noten, mit Bewegung im Chor bei einigen Liedern und  kleinen Choreografien vielleicht.
Mittlerweile wurde aus dieser Idee ein Chor mit rund 30 Frauen im Alter von 30 bis 70 Jahren, die sich einmal in der Woche im „ella“-Kulturhaus in Langenhorn zur Chorprobe einfinden.
Die Chorleitung hat  Flora Mesropyan, die mit viel Erfahrung und guter Laune die Proben leitet. Sie ist einfühlsam und engagiert, die Harmonie zwischen Sängerinnen und Chorleitung stimmt. Am Piano wird der Chor begleitet von Frau Ayako Morimoto. Dargeboten werden Lieder aus den Bereichen Oldies/Schlager (zum Beispiel California Dreaming, Über den Wolken) und Swing (Bei mir bist Du schön).
Die Veranstaltung findet statt am Sonnabend, 26. Oktober, um 17 Uhr im Rahmen der Reihe „AWOszene“ in der AWO-Begegnungsstätte Cordt-Buck-Weg 38 in Norderstedt.

Karten zum Spendenvorschlag von 9 Euro gibt es im Vorverkauf unter Tel. 0 40/ 5 23 37 26 und per E-Mail unter awoszene(at)wtnet.de. Restkarten an der Tageskasse.