Von Norderstedt bis Duvenstedt

Der HEIMATSPIEGEL 

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Eintracht macht es noch gnädig

28. November

Jan Lüneburg (Eintracht) im Luftduell mit Oldenburgs Isailovic. Foto: meg

Norderstedt (meg) „Eintracht Norderstedt hat phasenweise wie im Rausch gespielt. Das war für uns ein rabenschwarzer Tag“, fasste Dario Fossi, Trainer vom Regionalliga-Aufsteiger und Schlusslicht VfL Oldenburg, die 90 Minuten im Edmund-Plambeck-Stadion zusammen. Gastgeber Eintracht Norderstedt gewann vor nur 215 Zuschauern hochverdient mit 3:1 (1:1) und verbesserte sich auf Platz acht.
Dabei versäumte es die Elf von Trainer Dirk Heyne aber etwas für das immer noch negative Torverhältnis (33:38) zu tun. Es gab nämlich Chancen im Minutentakt. „Erstmal ist es wichtig, dass wir die drei Punkte eingefahren haben. Mit der Art und Weise wie wir gespielt haben, war sich sehr zufrieden. Es war gut, dass wir uns so viele Chancen erarbeitet haben. Nicht so gut war dann allerdings die Verwertung“, monierte Dirk Heyne. Erst ein Tor von Jan Lüneburg zum 1:0 brach den Bann (33.). Allerdings war die Freude nur von kurzer Dauer. Efkan Erdogan hob einen Freistoß von der Strafraumgrenze über die Mauer hinweg links oben in den Winkel zum 1:1 (37.). Norderstedt hätte zu diesem Zeitpunkt aber schon längst hoch führen müssen. Chancen von Lüneburg (7.), Can (13.), Coffie (41.) und Brown (43.) blieben aber ungenutzt. Besser machte es Felix Drinkuth (11 Saisontore), der nach schöner Vorarbeit von Lüneburg die Kugel volley aus zwölf Metern zum 2:1 in die Maschen hämmerte (52.). Danach spielte nur noch die Eintracht. Can (54., 57.), von Knebel (58.), Lüneburg (59., Latte), Drinkuth (68.) und Coffie (69.) vergaben aber auch die besten Gelegenheiten. Dann die Erlösung: Juri Marxen mit einem tollen Sololauf über links. Seine Hereingabe landet bei Johann von Knebel, der überlegt zum 3:1 einschiebt (70.).
„Von der ersten bis zur letzten Minute hat meine Mannschaft Gas gegeben. Wir sind ein hohes Tempo gegangen. Allerdings haben wir nach dem 3:1 den Gegner auch zu drei Kontersituationen eingeladen. Das hat mir nicht gefallen“, war Dirk Heyne insgesamt aber hochzufrieden. Kurz vor Schluss kam auch noch Neuzugang Kubilay Büyükdemir (21, u.a. VfB Lübeck, SV Babelsberg 03) zu seiner Premiere im Eintracht Trikot.
Spiel und Ergebnis waren die beste Voraussetzung für einen feuchtfröhlichen Mannschaftsabend, weswegen die Partie extra von Sonntag auf Sonnabend vorverlegt wurde. Zwei Punktspiele stehen in diesem Jahr noch an. Am kommenden Sonntag (2. Dezember, 14 Uhr, CITTI Sportpark) geht es zur U23 von Holstein Kiel (3.).

 

Kodokan Norderstedt wird 30

28. November

Stefan Jacobs (57) hat 1988 den Verein Kodokan gegründet. Foto: meg

Norderstedt (meg) Der Norderstedter Verein für Selbstverteidigung und Kampfsport, Kodokan, feiert in diesen Tagen sein 30-jähriges Bestehen. Das geschieht aber nicht etwa mit einer großen Party, Musik, Essen und Getränken, sondern wie es sich für einen Sportverein gehört: mit ganz viel Schweiß und Disziplin.
Extra fürs runde Jubiläum hatte Kodokan-Gründer und Cheftrainer Stefan Jacobs (57) für seine Schützlinge viele verschiedene Lehrgänge in der Falkenberghalle organisiert. So war zum Beispiel mit dem Referenten Achim Hanke (8. Dan Ju-Jutsu, 5. Dan Judo) aus Baden-Württemberg ein langjähriger und guter Freund nach Norderstedt gekommen. Dominik Falk (3. Dan Judo) lud zu einem Kinderlehrgang ein. Eine Kursleiter-Ausbildung für den Bereich Frauen-Selbstverteidigung sowie eine Kampfrichter-Aus- und Fortbildung rundeten das Jubiläumswochenende ab.
 Stefan Jacobs blickte unterdessen zurück auf das Jahr 1988, als der Verein von neun Mitgliedern in Norderstedt gegründet wurde: „Wir waren bis dahin ja ein Anhang der TuRa-Judoabteilung. Dort habe ich 1974 auch mit Judo angefangen. Es gab dann aber einen Moment der ausschlaggebend war, dass wir auseinandergehen mussten. Ich hatte mich damals speziell über eine Person sehr geärgert. Im Türkei-Urlaub kam mir dann der Gedanke, einen eigenen Verein zu gründen.“ Gesagt getan. Trainiert wurde in der Gymnastikhalle der Schule am Aurikelstieg.
Anfangs wurde unter den Mitgliedern noch Geld gesammelt, damit man sich überhaupt Matten besorgen konnte. Zu Hochzeiten trieben 370 Athleten ihren Sport bei Kodokan. Neben dem Schwerpunkt Ju-Jutsu gehören auch Brazilian Jiu-Jitsu, Taekwon-Do, Free Athletics und Selbstverteidigung für Frauen zur Angebotspalette. Schwierig wurde es dann, als die Halle am Aurikelstieg wegen Asbestbefall geschlossen wurde: „Wir hatten plötzlich keine Heimat mehr. Unsere Sportler mussten sich auf mehrere Hallen in der Stadt verteilen. Dadurch haben uns viele Mitglieder verlassen“, klagt Stefan Jacobs, der aktuell auf rund 150 Mitglieder, meist Kinder und Jugendliche, blicken kann.
Deshalb fiebert er auch schon dem Bau der neuen 3-Feld-Sporthalle mit Dojo am Exerzierplatz entgegen: „Mein Traum wäre es wenn wir dort ein neues Zuhause bekommen würden. Gern mit TuRa-Judo zusammen. Immerhin haben wir die Baupläne damals ja angeschoben.“
 Jacobs, der seit 2013 auch Headcoach der Schweizer Ju-Jutsu-Nationalmannschaft ist, nennt die Teilnahme an den World Games 2006 und 2017 als einige seiner Höhepunkte in der Kodokan-Karriere. Hinzu kommen unzählige national und international gewonnene Titel: „Am Ju-Jutsu mag ich besonders die Vielfältigkeit. Es ist für jeden etwas dabei“, erzählt der Diplom-Trainer und gelernte Flugzeugmechaniker Stefan Jacobs. Kurzzeitig gab es von 2010 bis 2012 auch mal eine Ju-Jutsu-Bundesliga. Kodokan wurde auf Anhieb zweimal Vizemeister.

 

Gewalt kam nicht in die Tüte

28. November

Norderstedt (blb) Zahlreiche Kommunalpolitikerinnen aus fast allen Fraktionen der in der Stadtvertretung vertretenen Parteien informierten am Sonnabend in der De-Gasperi-Passage im Herold Center im Rahmen der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ zum Thema häusliche Gewalt an Frauen.
Das Thema verliert leider nicht an Aktualität, wie die Zahlen aus Norderstedt aus dem Jahr 2017 belegen: In diesem Jahr gab es 14 so genannte Wegweisungen, wie Claudia Meyer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt,  erläutert. Wegweisung bedeutet, dass ein Ehemann und Partner nach Hinzuziehen der Polizei der gemeinsamen Wohnung verwiesen wurde und sich hier zwei Wochen nicht aufhalten darf.
„Viele kommen in dieser Zeit zur Besinnung, manche aber auch  nicht“, weiß Claudia Meyer aus ihrer täglichen Arbeit. Unterstützt wurde die Aktion wie in den vergangenen Jahren auch durch die Bäckerei Rathjen, die über 150 Brötchen in Tüten bereit stellte, auf denen Kontaktdaten für in Not geratene Frauen gedruckt stehen. Außer im Herold Center fand die Aktion am Sonnabend auch in den Büchereirn Garstedt und Norderstedt-Mitte statt. Büchereileiter Ingo Tschepe beteiligte sich ebenfalls aktiv an den Gesprächen mit Frauen und Männern.
Alle Beteiligten machten immer wieder deutlich, dass häusliche Gewalt nicht Privatsache, sondern einen Straftatbestand darstellt. Sie versuchten auch zu verdeutlichen, dass eine Frau sich nicht schämen muss, wenn sie häusliche Gewalt erfährt.
Wer in der Nachbarschaft und in der Familie etwas mitbekommt, weiß oft nicht, wie er helfen kann. Darüber informierten die engagierten Frauen am Sonnabend, unter anderem über das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (0 8000/ 116 016).
 Der Aktionstag fand unter der  Schirmherrschaft des Ministeriums für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes  Schleswig-Holstein (Ministerin Sabine Sütterlin-Waack) in Kooperation mit der Landesbäckerinnung statt.

Zahlreiche Mandatsträgerinnen  und Amtsinhaberinnen beteiligten sich am vergangenen Sonnabend an der Aktion in der De-Gasperi-Passage. Foto: blb

 

1. SCN und NSV planen

21. November

Gehören wohl bald einem Verein an: die Geschäftsführer Steffen Liepold (NSV, links) und Frank Fröhlich (SCN, rechts). Foto: meg

Norderstedt (meg) Nun wird es konkret. Die beiden Sportvereine 1. SC Norderstedt (2 200 Mitglieder) und Norderstedter SV (3 000 Mitglieder) planen spätestens 2021 zu fusionieren und dann als gemeinsamer neuer Verein unter neuem Namen und mit neuem Logo an den Start zu gehen. Die Vorstände und Geschäftsführer beider Klubs arbeiten schon seit rund drei Jahren an diesem Konstrukt: „Wir wollen bis 2020 ein Strategiepapier entwickeln, wie ein Zusammenschluss aussehen könnte. Dieses würden wir dann unseren Mitgliedern präsentieren, die ja letztlich darüber entscheiden müssen“, erklärt NSV-Geschäftsführer Steffen Liepold (38), der gemeinsam mit seinem SCN-Kollegen Frank Fröhlich (42) derzeit schon intensiv mit der Ausarbeitung eines solchen Papiers beschäftigt ist.
 In den vergangenen Wochen und Monaten haben beide Klubs Teile ihrer Mitgliedschaft bereits über die Fusionspläne informiert. 2019 soll das noch ausgeweitet werden: „Wir planen Anfang des Jahres eine gemeinsame Info-Veranstaltung. Außerdem wollen wir auch einen Newsletter verschicken, in dem wir über unser Vorhaben informieren“, erklärt Frank Fröhlich.
Der hat vor kurzem  mit   SCN-Vorsitzendem Jörg Rau schon mal zu solch einem Infoabend eingeladen: „Leider sind da nur 26 Mitglieder erschienen. Die haben aber durchaus kritische Fragen gestellt und ihre Sorgen geäußert. Wir konnten aber die Ängste schnell abbauen. Für unsere Mitglieder ändert sich ja nichts. Das Sportangebot wird eins zu eins so übernommen.“ 
„Es fallen keine Stunden oder Trainer weg. Im Gegenteil: es kommen dann ja noch mehr Sparten dazu“, sieht Fröhlich nur Vorteile in einem möglichen Großverein.
 „Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass besonders ältere Sportler und langjährige Mitglieder aus dem NSV diesem Projekt sehr offen und aufgeschlossen gegenüberstehen“, hat auch Steffen Liepold schon Feedback aus seinem Verein erhalten.
 Beide Klubs sehen in dieser geplanten Fusion einen wichtigen und notwendigen Schritt hin in Richtung weiterer Professionalisierung: „Wir können unseren Mitgliedern dadurch noch attraktivere Sportangebote bieten und aufgrund des dann geringeren finanziellen Risikos auch mehr auf Trends eingehen. Wir hätten dann als Verein mit fast 5 500 Mitgliedern auch mehr Räume und Personal zur Verfügung. Ziel ist es dann auch noch mehr hochqualifizierte festangestellte Übungsleiter zu gewinnen, die wir bestenfalls auch noch selbst ausbilden würden. Auch könnten wir Mitarbeiter beider Klubs, die jetzt aufgrund der Personalknappheit oft mehrere Aufgaben parallel erledigen müssen, ganz speziell nach ihren Stärken einsetzen. Personelle Engpässe bei den Übungsleitern oder in der Geschäftsstelle wären viel leichter zu kompensieren“, nennen Fröhlich und Liepold gleich mehrere Gründe für einen Zusammenschluss.
 Schon jetzt haben beide Klubs gemeinsame Kooperationen mit Schulen und Kitas laufen. Auch teilen sie sich im Reha- und Gesundheitssport eine Übungsleiterin. Die jetzigen Sportstätten beider Klubs sollen auch in Zukunft erhalten bleiben: „Natürlich wollen wir aber auch noch zusätzliche Kapazitäten schaffen. Auch mit einem gemeinsamen Verwaltungstrakt mit integriertem Fitness-Studio und Kita. Damit wir auch eine Heimat haben“, berichtet Fröhlich von den Plänen.
Wer mehr über die geplante Fusion von SCN und NSV erfahren möchte, sollte vom 8. bis 15. Dezember  auf dem 1. Norderstedter Wintervergnügen an der Rathausallee vorbeischauen. Dort teilen sich die Klubs eine Charity-Hütte und sammeln Spenden für ein Kinderhaus in Afrika und informieren   über ihre gemeinsame Zukunft. „Wir müssen   weiterhin an den Konzepten arbeiten. Damit wir wirklich mit Fakten kommen können. Was kostet das? Wie kann eine Satzung aussehen? Was ist mit einer gemeinsamen Beitragsstruktur?  Das sind die Hausaufgaben die wir nun machen müssen“, freut sich Frank Fröhlich aber auch auf diese spannende Zeit.

 

Abi-Party vom Gymnasium Harksheide

21. November

Clara Bettenworth (v.l.) und Killian Beil (v.r.) vom Abi-Jahrgang 2018 des Gymnasiums Harksheide überreichen den beeindruckenden Rest vom Party-Geld an die Kinder des SOS-Kinderdorfes Harksheide. Oben mit Scheck freuen sich Timo und Sidney, unten Kiara, Miriam und Jordan (v.l.). Foto: pmi/SOS Kinderdorf

Norderstedt (pmi/blb) Im Juni hatte man die letzten Prüfungen hinter sich gebracht, im Juli wurde das bestandene Abitur dann groß in der TriBühne in Norderstedt gefeiert. Erst mit 476 Gästen beim Abi-Ball, dann mit knapp 700 Leuten bis 4 Uhr morgens auf der anschließenden Party. Jetzt war das 25-köpfige Abi-Komitee des Gymnasiums Harksheide mit dem Aufräumen und Abrechnen fertig und stellte fest, dass man noch eine Menge Geld übrig hatte. Also wohin damit?
Man entschied sich schnell, damit eine gemeinnützige Einrichtung in Norderstedt zu unterstützen und die Wahl fiel letztlich auf das SOS-Kinderdorf Harksheide. Jetzt waren Clara Bettenworth und Killian Beil stellvertretend für den Rest des Abi-Komitees vor Ort und überreichten einen Scheck über € 3 522,79, der von den Kindern des Dorfes mit Begeisterung in Empfang genommen wurde. „Bevor wir uns für das SOS-Kinderdorf entschieden haben, waren wir dort und haben uns alles angeschaut und erläutern lassen“, so Bettenworth und Beil, „und danach waren wir uns sicher, dass unser Geld da gut aufgehoben ist.“
Mittlerweile ist der Abi-Jahrgang 2018 natürlich auseinandergegangen. Clara und Killian bereiten sich wie viele ihrer Mitschüler auf ihr Studium vor, andere sind derzeit im Ausland oder jobben erstmal. Die letzte gemeinsame Geste nach einer langen Schulzeit aber, die wird unvergessen bleiben, auf jeden Fall im SOS-Kinderdorf Harksheide. Denn wie Timo sagte, der den Scheck mit entgegen nahm. „Mann, das ist aber eine Menge Kohle!“

 

Wie das Leben durch die Welt wanderte:

21. November

Der ASB-Wünschewagen kommt nach Norderstedt. Foto: pmi

Norderstedt (rug) Der Wünschewagen kommt am Sonntag, dem 25. November, von 15 bis 17 Uhr zum „Kaffee-Klatsch“ des Kulturtreff Norderstedt e. V. in das Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum, Altes Buckhörner Moor 16 – 18 in Norderstedt.
Dazu gibt es Eine-Welt-Kaffee, Tee und selbst gemachte Torten – und Gelegenheit zum persönlichen Gespräch. Zum gemütlichen Kaffeetrinken ist bereits ab 14.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
„Wunschlos glücklich“ – das sind wohl die wenigsten Menschen. Wünsche und Träume zu haben ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Doch was ist, wenn sich die Lebenszeit – ob durch Alter oder Krankheit – dem Ende zuneigt?
Gerade dann sollte die Verwirklichung letzter Wünsche nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. Letzte Wünsche wagen – das ermöglichen die Wünschewagen des ASB-Landesverbands Schleswig-Holstein. Karl-Heinz Harnack stellt dies ehrenamtlich getragene Projekt vor, das Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch erfüllt und sie gemeinsam mit Familien und Freund/-innen noch einmal an ihren Lieblingsort fährt. Schirmherr des schleswig-holsteinischen Wünschewagens ist Ministerpräsident Daniel Günther.
Was kann ich machen, wenn mein Leben zu Ende geht? Welche Lebensziele sind noch nicht erfüllt? Gibt es einen letzten Wunsch? In Geschichten und Märchen geschehen Wunder.
Davon erzählt anschließend Pastor Gunnar Urbach und lädt ein, kleine und große Wünsche rechtzeitig zu erfüllen, auch wenn das Wissen um den nahenden Abschied schwer fällt.

 

Gemeinsames Gedenken in

21. November

Stadtpräsidentin Oehme war Gast der Feierlichkeiten zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges in Maromme. Foto: pmi

Norderstedt (pmi) Seit 52 Jahren unterhält  Norderstedt mit der Stadt Maromme in Frankreich eine städtepartnerschaftliche Freundschaft. Die Marommer Straße zeugt davon. Einige Male bereits durfte  Stadtpräsidentin Kathrin Oehme Gast in Maromme sein, bei einem Gastgeber, der die Freundschaft der beiden Städte vorlebt und belebt.
Auch deswegen wurde die Stadtpräsidentin zu den Feierlichkeiten zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren nach Maromme eingeladen. Begleitet wurde sie von der Zweiten Stadträtin Anette Reinders. „Es war eine große Ehre, zu diesen sensiblen Feierlichkeiten nicht nur eingeladen zu werden, sondern auch eine Rede halten zu dürfen“, so Oehme.
Dem Ende des Ersten Weltkrieges gedenken besonders die Franzosen sehr emotional, weil dieser Krieg für sie der verlustreichste des 20. Jahrhunderts war. „Verdun ist zur symbolischen Stadt für die deutsch-französische Versöhnung geworden. Das sagte einst der französische Präsident François Hollande. Und wir haben noch das Bild vor Augen, als Bundeskanzler Helmut Kohl und der damalige französische Staatspräsident François Mitterand sich bei den Händen haltend der Toten dieses furchtbaren Krieges gedachten“, so Oehme in ihrer Rede in Maromme.
„Wenn wir mit offenen Augen schauen, was der Krieg anderen Nationen bedeutet, werden wir einander besser verstehen. Und so waren diese Feierlichkeiten, diese Intensivität, ein einschneidendes Erlebnis, eine Reise, sich zu engagieren, die Freundschaft mit unserer Partnerstadt Maromme aufrecht zu erhalten, zu intensivieren, einander zu schützen und vielleicht auch, unsere Jugend in diesen Prozess mehr mit einzubeziehen, aber auch mit einer besonderen Verantwortung, radikalen Kräften keinen Raum zu geben“, so Oehme abschließend

 

BBZ Norderstedt: Ausbildung

21. November

Schulleiterin Ina Bogalski wünschte den Ausstellern interessante Gespräche mit künftigen potenziellen Azubis. Foto: pmi

Norderstedt (pmi) Insgesamt 60 Aussteller mit einem breiten Angebot an Ausbildungsplätzen in diversen Berufsbildern stellten sich am vergangenen Sonnabend  den interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler des BBZ Norderstedt und der umliegenden Gemeinschaftsschulen.
In seiner Eröffnungsrede hob der Präsident der Handwerkskammer (HWK) zu Lübeck, Günther Stapelfeldt, die Wichtigkeit solcher Messen gerade für die Gewinnung von Auszubildenden im Handwerk und im Handel hervor. Nach seinen Worten ist die Zwangsläufigkeit zum Beispiel von Abitur und Studium schon alleine deshalb nicht gegeben, da Handwerk und Handel sehr gute Ausbildungs- und Aufstiegsperspektiven böten. Aber auch mit den anderen Abschlüssen halten Betrieb und Institutionen attraktive Ausbildungen bereit, so dass – gerade auch in Zeiten des demographischen Wandels – für jeden ausbildungswilligen Jugendlichen rein statistisch eine passende Ausbildung gefunden werden könne.
Beide, die Schulleiterin und Geschäftsführerin des BBZ Norderstedt       Ina Bogalski und der Präsident der HWK, wünschten den Austellerinnen und Ausstellern sowie den potenziellen Auszubildenden interessante Gespräche und Erfolg bei der jeweiligen Suche nach einem Ausbildungsbetrieb beziehungsweise Auszubildenden.

 

SPD für Neubau der

21. November

Denise Loeck ist schulpolitische Sprecherin der SPD in Norderstedt. Foto: pmi

Norderstedt (pmi) Die SPD hat sich im Ausschuss für Schule und Sport für den Neubau der Grundschule Lütjenmoor am Aurikelstieg, auf dem ehemaligen Gelände der Horst-Embacher-Schule, eingesetzt. Laut Machbarkeitsstudie könnte die Schule im Fall einer Erweiterung auf höchstens drei Züge vergrößert werden und dabei neben Lehrerparkplätzen auch Schulhofflächen verlieren. Schon jetzt aber ist der Schulhof zu klein für die aktuelle Anzahl der Schülerinnen und Schüler.
„Wir sehen in der einfachen Erweiterung des Standortes keine langfristige Lösung. Ein Neubau dagegen soll ausreichend Raum für eine Grundschule mit vier Klassenzügen, Betreuungsräumen und Gruppenräumen beinhalten“, erklärt die schulpolitische Sprecherin Denise Loeck.
Die Kommunalpolitik hatte sich bereits in der vergangenen  Wahlperiode mit dem Standort befasst und auch den Raumbedarf der Willy-Brandt-Schule besprochen. Vom Umzug der Grundschule an den Aurikelstieg soll, nach Ansicht der Sozialdemokraten, auch die Gemeinschaftsschule durch eine bedarfsgerechtere Raumnutzung profitieren.
„Wenn uns Schülerinnen und Schüler berichten, dass in der Oberstufe teils nicht mehr ausreichend Studienplätze vorhanden sind, dann ist das ein unhaltbarer Zustand“, erklärt Stadtvertreter Lasse Jürs.

 

Flotte Twintiger Johrn bi Ohnsorg

21. November

Julia Kemp, Ulrich Bähnk und Robert Eder in „Hartenbreker – Ein besserer Herr“. Foto: Sinje Hasheider

Dat Lustspeel „Harten-breker – Ein besserer Herr“ vun Walter Hasenclever, bearbeidt vun Murat Yeginer un in't Plattdüütsche sett vun Manfred Hinrichs, is man eenmal glückt! ...un dat in de wunnerbor Inszeneern vun Frank Grupe.
Dat Publikum warrt mitnahmen in de twintiger Johrn mit flotte Charleston- un Foxtrott-Musik. Dat is de Tiet, wo de
Fruuns sik nich mehr allens gefallen laat un ehrn Foot energisch in de Welt sett. Dat markt man an de Dochter vun den rieken Grootünnernehmer Compaß. Lia – Julia Kemp speelt ehr charmant un plietsch – will sik sülvens ehrn Ehemann utsöken un gifft ‘ne Anzeig op. Vadder Louis Compaß (Konstantin Graudus) is dormit inverstahn. Hauptsaak, de Kandidaat hat wat op de hoge Kant. De Konzernchef, de in de ganze Welt tohuus is, speelt sien Rull op Hoch-
düütsch, wat goot passen deit. Man Mudder Maria is böös bang üm ehr Deern un engageert ‘n Detektiv. Rober Eder as von Schmettau is jümmers op Kontrollgang. Beate Kiupel as Mudder Maria is ‘n feine Daam, schick vun Kopp bet Foot, steiht to ehrn Mann, so as se dat lehrt hett, man se hett ehr Nees ok geern överall dortwischen.
Un denn de Hartenbreker Hugo Möbius, de bettere Herr, elegant un schlau speelt vun Ulrich Bänk, leest de Anzeig un is Füer un Flamm. Lia un Hugo dreept sik un allens löppt ganz anners. Se verleevt sik een in den annern. Man Hugo mutt eerst mal de Weetfru Gertrud Schnütchen (Meike Meiners), vun de he ok Geld nahmen hett, los warrn. Man wenn sik Vadder Compaß un Villicht-Swiegersöhn Möbius gegenöverstaht, en Genuß de Beiden Nees an Nees! Denn markt man, dat se sik gor nich so unähnlich sünd.
Harry Compaß (Markus Gillich), de Söhn, de de Arbeit ut‘n Weg geiht, verkickt sik in jümmer Deenstdeern Aline. Lara-Marie Wichels ehr Aline weet genau, wat se will, liekers se jümmers vör de Herrschaft knicksen deit. Harry will ehr heiraden un meent: „De Ünnerscheed twüschen de Klassen mutt verswinnen.“ Dorop Aline: „Vun wat schöllt wi leven?“ Harry: „Dor heff ik nich an dacht ...“ Ja, so geiht dat.
Möbius hett in sien Kontor, vull vun baben bet ünnen mit Aktendeckel, in Rasper enen goden Helper. Erkki Hopf
maakt ut den Kontoristen ‘n swiensplietschen Mann, en Kabinettrull! Wenn he op de ool Schrievmaschien rümhackt un dorbi brabbelt – to‘n ümarmen. Marco Reimers as Sekretär vun den Konzernchef maakt heel veel Spaaß. He
suust jümmers acher sienen Chef ran. Bepackt mit Telefon, Handstock, Hoot – allns, wat jüst so bruukt warrt.
En wunnerschöön Bühnenbild vun Katrin Reimers, dat jümmers flott mit Musik wesselt, röögt an to‘n Henkieken, jümmers wedder. Jüst so as de schicke Kledaasch. Man kickt, höögt sik, höögt sik un kickt!
De Regisseur Frank Grupe hett dat so fein seggt: Man
bruukt in‘t Volkstheater Figuren, de man leev hebben un mit de man sik identifizeern kann. Denn kann man ok över jüm lachen. Fein schlepen un licht ironische Dialoge mööt dat ween. He un siene Helpers hebbt versöcht dat to erarbeiden. Un ... dat is jem total glückt! Dat Publikum hett düchtig applaudeert, leet de
tein Schauspelers – un ok de Helpers – gor nich vun de Bühn un dat to Recht.

Dat Lustspeel is rundüm glückt un dat lohnt sik alle-maal, sik dat antokieken. Speelt warrt dat in‘t Ohnsorg-Theater bet hen to‘n 21. Dezember.
         Christa Heise-Batt

 

Caroline Kiesewetter im

21. November

Caroline Kiesewetter ist musikalisch vielseitig unterwegs. Foto: pmi

Duvenstedt (blb) Die bekannte Sängerin, Schauspielerin und Sprecherin Caroline Kiesewetter gastiert zum Jahresabschluss im Duvenstedter Salon.  Ihre Mutter ist die Fernsehköchin und Kochbuchautorin Marion Kiesewetter. Der Musiker Knut Kiesewetter war ihr Onkel. Caroline selbst hat eine breitbandige Ausbildung am renommierten Londoner „Rose Bradford College“ genossen, die ihr eine Karriere als Schauspielerin, Musikerin und
Sängerin ermöglichte.
Ihre ersten Engagements in Deutschland waren für sie die Rollen in „Cabaret“ und „Evita“. Im Friedrichsstadtpalast, Berlin glänzte sie in der „Winterrevue“.
Zu ihren klassischen Rollen zählen die Rosalinde in Shakespeares „Wie es Euch gefällt“,
die Elisabeth in Don Carlos, die Adelheid im „Götz von Berlichingen“ und die Beatrice in
„Wie es Euch gefällt“. In den vergangenen Jahren stand sie unter anderem in Hamburg, Stuttgart und Lüneburg auf der Bühne. Im Fernsehen wurde Caroline unter anderem durch die NDR-Serie „Sesamstraße“ sowie in einer Nebenrolle in der ZDF-Serie „Die Rettungsflieger“ bekannt. Viele kennen sie sicher aus der Fernsehserie „Rote Rosen“, in der sie die Rolle der Bürgermeisterin Anne Lichtenhagen von 2011 bis 2012 spielte.
 Seit 2016 ist ihre Solo-CD „Mal Laut – Mal Leise“ auf dem Markt. Unter dieses Motto ist auch der Salonabend am Freitag, 7. Dezember (19 Uhr, Max-Kramp-Haus, Duvenstedter Markt 8), gestellt. Die Besucher  können sich auf eine großartige, frische und unverstellt fröhliche Künstlerin freuen.
Karten nur an der Abendkasse: Salonmitglieder  5 Euro (Gäste 15 Euro).€

 

Förderung der Freien Kulturszene

21. November

Eka von Kalben freut sich über den neuen Fördertopf. Foto: pmi

Norderstedt (blb) Das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein in Norderstedt  ist einer der Profiteure von der erstmaligen Förderung durch das Land Schleswig-Holstein für Investitionen in der freien Kunst- und Kulturszene. Auf Initiative der Grünen wurde diese Förderung im Jamaika-Koalitionsvertrag vereinbart. Für die erste Förderperiode wurden jetzt insgesamt 262 000 Euro zur Verfügung gestellt, von denen 22 Einrichtungen im ganzen Land profitieren. Dazu sagte die grüne Fraktionschefin  im Landtag Eka von Kalben:  „Die Freie Kulturszene bietet eine riesige Vielfalt an künstlerischem Schaffen und kultureller Bildung. Sie macht Spaß, hinterfragt kritisch vermeintlich alternativloses und öffnet den Blick auf die Welt. Das ist Kunst und die muss auf jeden Fall bleiben und gefördert werden“.
Reich wird man in der freien Szene nicht. Im Gegenteil: die Kulturschaffenden arbeiten mit viel Idealismus für wenig Geld. Umso besser, dass die freie Szene erstmals mit einem Investitionsprogramm finanziell unterstützt wird. Von Kalben: „Ich freue mich sehr, dass auch der Segeberger Verein für Jugend- und Kulturarbeit sowie das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein in Norderstedt davon profitieren.“
Auch 2019 soll das Programm fortgesetzt werden. Investitionen zwischen 3 000 und 50 000 Euro sollen mit bis zu 75 Prozent Landesgeld gefördert werden. Die Bewerbung auf diese Förderung muss im Bildungsministerium Kiel bis spätestens 30. April 2019 eingehen.

 

Travel Slam: 27 Tage zum Glück

21. November

Foto: VHS

Norderstedt (rug)  Im Durchschnitt haben deutsche Arbeitnehmer Anspruch auf  27 Tage Urlaub. Diese Zeit nutzen viele, um ihre gewohnte Umgebung zu verlassen. Ganz viel Inspiration, wohin die nächste Reise gehen kann, gibt es am Freitag,  23. November, um 19.15 Uhr beim 5. Travel Slam in Norderstedt. Die Volkshochschule und die Stadtbücherei Norderstedt laden mit  Moderator Sebastian Koch zu der beliebten Veranstaltung in die Hauptbücherei-Mitte ein.
Auch dieses Mal treten drei Kandidaten mit ihren spannenden Reiseberichten gegeneinander an: Karin Eberle zum Beispiel. Die Wahlhamburgerin, die auch deutsch-italienische Stadtführungen anbietet, hat schon immer eine große Passion für alles, was mit Italien zu tun hat. Eine dreimonatige Auszeit im Sommer 2016 nutzte sie, um mit ihrem Lebenspartner über 10 000 Kilometer mit dem Auto durch Italien von Nord nach Süd und wieder zurück zu reisen. Ihr Reisebericht wird gleichzeitig eine Liebeserklärung an das Land des Dolce Vita.
Ihre Kontrahentin Miriam Heun ist mit ihrem Verlobten seit acht Jahren in der ganzen Welt unterwegs – neuerdings auch mit Baby. Drei Wochen sind sie zum Beispiel in einem alten Toyota Hilux mit Dachzelt durch Namibia gefahren.  Die Begegnung mit der Bevölkerungsgruppe der San ganz im Nordosten Namibias gehörte für Heun dabei zu dem schönsten Erlebnis dieser Reise, von der sie  erzählen wird. 
Kandidat Nummer Drei ist schon ein alter Hase auf der „Travel-Slam-Bühne“: Guido Steffens. Der Gewinner der allerersten Veranstaltung, war diesmal in Benin unterwegs auf den Spuren der Voodoo-Religion.  Dabei führte ihn der Weg quer durch das Land zu verschiedenen Zeremonien, denen er beiwohnen durfte. In diesem Vortrag möchte er über seine Erlebnisse in dem westafrikanischen Land und den Begegnungen mit Egungun und Zangbeto berichten.
Karten gibt es im Vorverkauf am Veranstaltungsort, im VHS-Center, unter www.vhs-norderstedt.de oder direkt an der Abendkasse. Veranstaltungstermin: Freitag, 23. November, von 19.15 bis 21.15 Uhr in der  Hauptbücherei Norderstedt-Mitte, Rathausallee 50. Eintritt: 5 Euro.
Weitere Infos zum Veranstaltungsformat: www.travelslam.de. Ansprechpartnerinnen: Camilla Vollrath (VHS Norderstedt, vollrath(at)vhs-norderstedt.de) oder Sabine Schröder (Stadtbücherei Norderstedt, sabine.schroeder(at)norderstedt.de)