Von Langenhorn bis Ohlsdorf

Der LOKAL-ANZEIGER 

Die aktuellsten Nachrichten aus Ihrem Stadtteil

 

Jetzt glänzt er wieder

04. Dezember

Die Arbeit eines Jahres hat sich gelohnt: Manfred Feustel und sein „Knubbel-Deutz“. Foto: ers

Hummelsbüttel (ers) Wenn im beschaulichen Hummelsbüttel ein lautes Tock-Tock-Tock zu hören ist, dann schaut inzwischen keiner mehr erschreckt aus dem Fenster.
Dann startet nämlich Manfred Feustel nur seinen Oldtimer-Trecker, einen  Deutz F1L514 aus dem Jahr 1951. Rund ein Jahr Arbeit hat der ehemalige Ausbildungsmeister in  das Fahrzeug investiert, bis es  wieder in neuem Glanz und in Originalfarben erstrahlte.
Der  Trecker mit der wenig einprägsamen Bezeichnung „F1L514“ war der erste luftgekühlte Schlepper aus dem Hause Deutz. Er wurde ab 1950 gebaut und hatte einen 15 PS starken Ein-Zylinder- Motor, der  anderthalb Liter Diesel  in der Stunde (!) verbrauchte und genügend Kraft lieferte, um einen zehn Tonnen schweren Anhänger zu bewegen. Insgesamt wurden bis 1957 rund 37 000 Exemplare des „Knubbel-Deutz“, wie er von seinen Besitzern liebevoll genannt wurde,  produziert.
Auf die Idee, einen alten Ackerschlepper zu restaurieren, war Feustel bei einem Besuch im Allgäu gekommen, wo er viele solcher liebevoll restaurieren Oldtimer sah.
Im Internet-Auktionshaus  Ebay entdeckte er eines Tages den noch fahrbereiten Deutz – und ersteigerte ihn.  Bis dieser jedoch  wieder  im Urzustand war, war einiges an Arbeit notwendig. Rund 255 Teile mussten schließlich gereinigt, gesandstrahlt und in Originalfarbe  lackiert werden.
Großzügige Hilfe bekam Feustel dabei von einem Hummelsbütteler Unternehmen, dem  Autolackier- und Karosseriezentrum Jürgen Schröder – die Auszubildenden des Unternehmens übernahmen es, alle Teile im originalen Deutz-Grün zu lackieren.
Arbeit hatte Feustel dennoch reichlich: „Über 600 Stunden habe ich geschraubt“, sagt er,  dazu kamen noch  stundenlange Internetrecherchen.  Sämtliche Schrauben, Dichtungen und Kugellager wurden erneuert, lediglich Getriebe und Motor blieben verschont. Es gab keinen Grund, diese zu zerlegen.“
Auch wenn  seine Ehefrau Manfred Feustels Aktivitäten zunächst skeptisch beobachtete – heute ist sie mächtig stolz auf ihn.  Selbst  wenn  er schon wieder einen neuen Traum hat – einen alten Bauwagen wieder herzurichten ...
Jetzt fährt Manfred Feustel zum Spaß durch Hummelsbüttel und Umgebung, zu Treckertreffs und ähnlichen Veranstaltungen. Und  gern stellt er  seinen Deutz-Oldtimer auch für weitere Events zur Verfügung  – bei Interesse   einfach anrufen (0171/5349804) oder eine E-Mail an m.feustel(at)gmx.de schicken.

 

 

Weihnachtliche Stimmung

04. Dezember

Langenhorn  (ers) Es ist inzwischen  eine liebgewordene Tradition: Jedes Jahr ist ein Kindergarten aus dem Stadtteil eingeladen, den Weihnachtsbaum im Polizeikommissariat 34 in Langenhorn zu schmücken. 
In diesem Jahr waren die Kinder aus der Kindertagesstätte „Zweistein“ am Foorthkamp 46 an der Reihe. 
Bereits Tage zuvor hatten sie Lebkuchenmännchen dekoriert, hatten Ketten aus Glanzpapier und Styropor-Kringeln gebastelt, die sie am Freitag vor dem ersten Advent in den Baum hängten. Die Polizeibeamten Burkhard Rüland und Thomas Wieben bedankten sich im Namen ihrer Kollegen bei den Kindern mit Süßigkeiten und einem „Polizeifuchs“.

 

„Hindenburg als Namensgeber

13. November

Grüne wollen wieder mal die Umbenennung der Hindenburgstraße

Hamburg-Nord (ers) Es ist inzwischen gut 20 Jahre her, dass die Grünen in Hamburg-Nord eine Umbenennung der Hindenburgstraße, die vom Borgweg in Winterhude über den Stadtpark über Alsterdorf bis in ein Gewerbegebiet nach Groß Borstel reicht, verlangt haben – damals vergeblich.
Jetzt starten die Grünen einen neuen Anlauf: „Straßenbenennungen haben auch immer eine Vorbildfunktion“, sagt  Grünen-Fraktionschef Michael Werner-Boelz:  „Hindenburg, ein Rechtskonservativer und Antidemokrat, passt nicht als Vorbild für eine freiheitliche, pluralistische und demokratische Gesellschaft. Was im konservativen Münster gelang, sollte auch in Hamburg-Nord möglich sein: Die Umbenennung der Hindenburgstraße!“
Die Grünen sind der Meinung, dass eine Straßenbenennung nach dem ehemaligen Feldmarschall und Reichspräsidenten Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg (1847–1934) heute nicht mehr tragbar sei.
Auf Grund der militärischen Vergangenheit Hindenburgs und einem noch immer gültigen Beschluss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, Straßen nach Opfern des NS-Regimes und Widerstandskämpferinnen und -kämpfern zu benennen, können sich  die Grünen  gut eine Benennung der Hindenburgstraße nach einem Opfer der NS-Militärjustiz in Hamburg vorstellen. Schließlich hatte sich die Bezirksversammlung Hamburg-Nord erst im vergangenen Jahr einstimmig dafür ausgesprochen, dass Hamburg dieser Opfergruppe würdig gedenken solle.
Der in Hamburg geborene Kunststudent Kurt Elvers wäre nach Meinung von Michael Werner-Boelz ein passender Namensgeber.  Als dieser im Sommer 1944 in der Hochschule vom Attentat auf Hitler erfuhr, soll er gegenüber einigen Mitstudenten geäußert haben: „Schade, dass es nicht geklappt hat, sonst hätten wir jetzt Frieden.“ Deswegen wurde er von dem Kommilitonen Gerhard Barnstorf denunziert. In der Hauptverhandlung vom 30. Oktober 1944 wurde Kurt Elvers in Verden von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und am 20. Februar 1945 in Hamburg-Höltigbaum erschossen.
Mit einer Anfrage an den Senat wollen die Grünen nun die Hamburger Gepflogenheiten bei Straßenbenennungen erfragen. Inwieweit Frauen gleichberechtigt bei Benennungen nach Personen berücksichtigt werden, wird ebenfalls erfragt. Schließlich soll die Fachbehörde sich dazu äußern, ob es in Hamburg noch Straßenbenennungen gibt, die nicht mehr tragbar sind, weil die Namensgeber nach heutigem Kenntnisstand nicht als Vorbild taugen. Konkret wollen die Nord-Grünen auch in Erfahrung bringen, wie die Straßenbenennung nach Hindenburg bewertet wird.
 

 

2. Heidberger Stoma-Tag

13. November

Langenhorn (rug) die Asklepios Klinik Nord – Heidberg lädt zu einer Informationsveranstaltung zu den Themen künstlicher Darmausgang, Darmkrebsvorbeugung und -früherkennung am Sonnabend, 17. November, von 11 bis 14.30 Uhr ein.
Jährlich erhalten rund 65 000 Menschen in Deutschland die Diagnose Darmkrebs. Therapie der Wahl bei bösartigen Tumoren in Dick- und Mastdarm ist die Operation.
Je nach Lokalisation des Tumors kann dabei die vorübergehende oder dauerhafte Anlage eines künstlichen Darmausgangs (Stoma) nötig sein.
Mit dem  Stoma-Tag möchte die Klinik Öffentlichkeit für dieses leider immer noch als Tabu geltende Thema schaffen und für die Wichtigkeit der Vorsorge sensibilisieren, denn Darmkrebs muss heute kein Schicksal mehr sein!
Auf dem Programm stehen Fachvorträge zu unterschiedlichen Aspekten der Darmkrebsvorsorge und -diagnostik sowie des künstlichen Darmausgangs. Im Anschluss daran beantworten die Expertinnen und Experten gern persönliche Fragen. Eine Industrieausstellung informiert über Innovatives auf dem Markt der Stomaartikel.
Bei der Ernährungsberatung erhält man  alltagstaugliche Tipps für eine gesunde, bekömmliche und zugleich genussvolle Ernährung.
Veranstaltungsort ist die Asklepios Klinik Nord – Heidberg, Haus 12, 1. OG, Tangstedter Landstraße 400 in 22417 Hamburg.

 

Fröhliche Feier mit

13. November

Michael Eggenschwiler. Foto: pi

Fuhlsbüttel (ers) Luftfahrt in Hamburg – das bedeutet mehr als nur der Flughafen in Fuhlsbüttel und das Airbus-Werk auf Finkenwerder. Welch hohen Stellenwert und welch große Bedeutung der Luftverkehr in und für Hamburg hat, beweist die alljährliche „Mediennacht“, zu der Flughafenchef Michael Eggenschwiler  in der vergangenen Woche   zum 13. Mal hochkarätige Vertreter der Hamburger Luftverkehrsbranche, von Touristik und Medien eingeladen hatte.
In luftiger Höhe, im Elb-Panorama des Atlantic-Hauses in St. Pauli, rund 100 Meter über dem Hamburger Hafen, trafen sich Vertreter der Luftfahrtbranche in geselligem Rahmen zum Plaudern und Fachsimpeln.
Unter den rund 200 handverlesenen Gästen  waren  unter anderem Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).  Lufthansa-Technik-Chef August Wilhelm Henningsen und der Lübecker Flughafenchef Prof. Dr. Jürgen Friedel.
In seiner Begrüßungsrede machte Eggenschwiler die schwierige Lage der Branche deutlich und bedauerte, dass die Luftverkehrsbranche in der deutschen Politik kaum  Rückhalt habe.
 Dass die Luftverkehrssteuer  den deutschen Flughäfen und Airlines im internationalen Vergleich erhebliche Wettbewerbsnachteile beschert habe, werde von der Politik ignoriert.  Er kündigte an, dass dieses Thema auch einer der Schwerpunkte der internationalen „Hamburg Aviation Conference 2013“  im Februar sein werde, die unter dem Motto „Luftfahrtindustrie an ihren Grenzen?“ steht.
Trotz aller Sorgen sieht Eggenschwiler mit gedämpftem Optimismus in die Zukunft. Demnächst soll mit dem Bau eines neuen Luftfrachtzentrums am Weg beim Jäger begonnen werden, das dann auch eine Erweiterung der Pier nach Süden und die Schaffung weiterer Flugzeugabstellplätze möglich machen wird.

 

mineralien hamburg

Von Glücksbringern und

13. November

Hamburg (ers) Sie sind bunt, glitzernd, eckig oder rund und – mit dem richtigen Schliff versehen – extrem wertvoll. Doch Edelsteine sollen mehr können als in Form von Ketten oder Anhängern einzig hübsch auszusehen.
 So gelten manche Edelsteine seit Jahrhunderten als wahre Glücksbringer, wiederum der Fluch einzelner berühmter Steine lastete ebenso lange auf ihren Trägern. Auch in der Fossilienwelt reihen sich Mythen und Sagen aneinander: Waren Trilobiten, die angeblich wichtigsten Leitfossilien der Erdgeschichte, einst die Herrscher der Meere?
Die mineralien hamburg vom 7. bis  9. Dezember auf dem Gelände der Hamburg Messe lüftet ihr Geheimnis und bietet Besuchern die Möglichkeit, sich gezielt über Edelsteine und Fossilien zu informieren. Auf der weltweit viertgrößten Mineralienbörse präsentieren mehr als 400 Aussteller in vier Messehallen zudem ein umfangreiches Angebot an seltenen Mineralien, Fachliteratur, Geozubehör und Schmuck. Geologen informieren über die Entstehung von Fossilien und geben wertvolle Tipps, wo sich die verborgenen Schätze hierzulande aufspüren lassen.
Als es an Land noch kaum Leben gab, wimmelte es im Wasser und am Meeresboden bereits von Assel-ähnlichen Gliedertieren: Die Trilobiten gelten als wichtigste Leitfossilien der Erdgeschichte.   Ihre größte Blüte erreichten sie aufgrund ihrer schnellen Evolution und relativen Kurzlebigkeit, bis sie vor rund 250 Millionen Jahren ganz ausstarben. Besucher können auf der mineralien hamburg in die längst vergessene Vergangenheit der kleinen „Meeresmonster“ eintauchen.
Eingeschlossen in Stein, erzählen die Fossilien vom Leben im Urmeer. In den Steinen, die von den Gletschern der Eiszeit vor 10 000 Jahren aus Skandinavien zu uns geschoben wurden, können hunderte von Arten am Strand oder in den Kiesgruben gefunden werden.  Trilobiten, die auch als „Schmetterlinge des Meeres“ bezeichnet werden, faszinieren darüber hinaus aufgrund ihrer schlichten Eleganz. Jedes Jahr wird eine Reihe von neuen Arten entdeckt und beschrieben. Die mineralien hamburg widmet den Trilobiten eine eigene Sonderschau und zeigt die Leitfossilien in ihrer schönsten Ausprägung.
Die  mineralien hamburg findet vom 7. bis 9. Dezember auf dem Gelände der Hamburg Messe statt. Sie  ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 10 Euro (ermäßigt 8 Euro), die Familienkarte und die Dreitages-Dauerkarte kosten jeweils 18 Euro, Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren zahlen 5 Euro, für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt kostenlos. Täglich ab 15 Uhr gibt es das Last-Minute-Ticket für 5 Euro.

 

 

Gedenken im einstigen

13. November

25 Jahre Gedenkstätte Konzentrationslager Fuhlsbüttel. Justizsenatorin Jana Schiedek legte  in der Gedenkstätte einen Kranz nieder. Foto: ers

Fuhlsbüttel (ers) Vor 25 Jahren wurde im „Tor zur Hölle“, dem ehemaligen Torhaus des Konzentrationslagers Fuhlsbüttel („KoLaFu“), eine Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des früheren Konzentrationslagers und des nationalsozialistischen Strafvollzugs in Hamburg  eröffnet.
In der vergangenen Woche wurde in einer Gedenkfeier der Opfer gedacht, anschließend legte Justizsenstorin Jana Schiedek in der Gedenkstätte einen Kranz nieder.
Das Konzentrationslager Fuhlsbüttel, auch „KoLaFu“ genannt, wurde ab März 1933 innerhalb des Gebäudekomplexes der Strafanstalt Fuhlsbüttel in Hamburg errichtet und bestand bis zum April 1945, also über die gesamte Zeit des Nationalsozialismus. Der Historiker Herbert Diercks nennt das „KoLaFu“ einen der zentralen Orte in Hamburg, „an denen sich Unterdrückung und Terror der faschistischen Herrschaft manifestierten“.
In den ersten Monaten nur  zur Unterbringung von Schutzhaftgefangenen genutzt, wurde es ab dem 4. September 1933 der SS-Bewachung unterstellt und förmlich zum KZ erklärt. Mitte 1936 ordnete Heinrich Himmler, Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei,  die Umbenennung zum Polizeigefängnis an, da es unter der Verwaltung der Gestapo stand. Unter diesem Namen wurde es bis zu seiner Evakuierung Mitte April 1945 weiter genutzt, es fanden dabei jedoch mehrmals Verlegungen innerhalb des Gebäudekomplexes statt. Hinzu kam vom 25. Oktober 1944 bis zum 15. Februar 1945 die Einrichtung eines Außenlagers des Konzentrationslagers Neuengamme in einem weiteren Gebäudeteil.
Die Haftanstalt Fuhlsbüttel mit Gefängnis und Zuchthaus für Männer existierte über den gesamten Zeitraum parallel und wird seit 1945 als Justizvollzugsanstalt weitergeführt.
1987 wurde im ehemaligen Torhaus am Suhrenkamp eine Gedenkstätte eingerichtet, die seit 2003 eine Dauerausstellung zur Geschichte des KZ und der Lebenswege verschiedener Opfer zeigt.
Bis 1939 kamen im Konzentrationslager und  dem Untersuchungsgefängnis der Gestapo mindestens 76 Häftlinge ums Leben. In einem Gedenkbuch sind etwa 250 Ermordete bis Kriegsende aufgeführt.  Insgesamt kamen über 500 Frauen und Männer in den Haftstätten in Fuhlsbüttel durch Misshandlung, Ermordung oder dadurch, dass sie in den Tod getrieben wurden, ums Leben.
Zu den Verfolgten gehörten nicht nur politische Gegner, sondern auch Homosexuelle, Zeugen Jehovas, viele Ausländer (die meist zur Zwangsarbeit nach Hamburg verschleppt worden waren) und die so genannte „Swing-Jugend“, deren – eigentlich eher unpolitische – Mitglieder sich am bei den Nazis verpönten amerikanischen Lebensstil orientierten.

 

Jetzt wächst zusammen,

13. November

Langenhorn (ers) Die Stadt Hamburg pumpt etliche Millionen Euro in die Neugestaltung des Langenhorner Zentrums. Da ist es durchaus verständlich, dass sich Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) einmal einen Eindruck davon verschaffen wollte, was bisher schon in der südlichen Tangstedter Landstraße und am Langenhorner Markt getan hat.
Bei einem Rundgang mit Bezirksamtsleiter Harald Rösler sowie mit Julia Dettmer und Claudia Renndorf vom Quartiersmanagement informierte sich der Senator über den Stand der Bauarbeiten, die Ende der Woche in eine neue Phase gehen: Dann soll nämlich  mit dem Umbau des Fußgängertunnels unter dem Krohnstieg begonnen werden. Die gesamte Maßnahme soll Ende kommenden Jahres beendet sein.

Bauarbeiten am Langenhorner Bahnhof beginnen. Finanzsenator Peter Tschentscher (Mitte) besuchte den Langenhorner Markt. Foto: ers

 

Keine Monstertrucks zum Flughafen

07. November

Umstritten: die Mega-Trucks. Foto: Allianz pro Schiene/Kaufmann

Hamburg (ers) Sie haben viele verharmlosende Namen: Gigaliner, EuroCombi, Ökoliner, innovative Nutzfahrzeuge. Doch es geht immer nur um eines: Die zulässigen Maße und Gewichte für Lkw in Europa zu erhöhen. 25,25 Meter lang und bis zu 60 Tonnen schwer sollen sie werden, wenn es nach dem Willen von Herstellern und Großspeditionen geht.
Lastkraftwagen müssen bestimmte Maße und Gewichte einhalten, wenn sie in Europa über nationale Grenzen hinweg fahren. So gilt bislang eine Maximallänge von 18,75 Metern und ein Höchstgewicht von 40 Tonnen.  Zum Vergleich: Eine vollbetankte und mit 127 Passagieren vollbesetzte Boeing 737-300 ist leichter als ein Gigaliner. Sie hat ein maximales Startgewicht von 57,6 Tonnen.
„Riesen-Lkw sind eine Gefahr für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Gigaliner schaden der Umwelt, weil sie zu mehr Lkw-Fahrten führen. Und sie verursachen Milliardenkosten für den Steuerzahler, weil die Straßen in Europa nicht für die Kolosse geeignet sind. Kurz: Riesen-Lkw sind gefährlich, umweltschädlich, teuer“, wettert die Initiative „No Megatrucks“, ein Zusammenschluss  der  Allianz pro Schiene e.V. der  EAC - Europäische Automobilclubs, der European Transport Workers’ Federation (ETF) und von Friends of the Earth Europe.
In Finnland und Schweden fahren sie schon lange, die überlangen und überschweren Monster-Trucks.  Seit Anfang des Jahres sind Riesen-Lkw ausnahmsweise auf bestimmten Strecken in einigen Bundesländern erlaubt – auch in Hamburg. Allerdings nur auf den Autobahnen und bestimmten Straßen im Hafen.
„Eine Beeinträchtigung bewohnter Gebiete ist damit ausgeschlossen“, betonte Senator Frank Horch  jetzt auf ein Ersuchen der Bürgerschaft, wonach langfristig der Verkehr mit den Gigalinern in der Stadt unterbunden werden soll.
Es gäbe zwar weiterhin großes Interesse von Unternehmen und Verbänden, die Beteiligung Hamburgs auch auf Ziele außerhalb des Hafengebietes zu erweitern, sagte der Senator.  Aus fachlicher Sicht seien somit auch  andere in Hafen- oder in unmittelbarer Autobahnnähe gelegene Ziele (wozu auch der Flughafen gehören dürfte, d. Red.)   für  eine  Teilnahme am Feldversuch Lang-Lkw geeignet: „Gleichwohl wurden und werden derartige Anfragen negativ beschieden und der Wunsch der Bürgerschaft  berücksichtigt“, betont Horch.

 

Ohlsdorf zum schönsten Friedhof

07. November

Der Ohlsdorfer Friedhof hat die Jury beim Award überzeugt. Foto: pi

Ohlsdorf  (blb) Der Ohlsdorfer Friedhof wurde vom Infoportal Bestattungen.de zum schönsten Friedhof Deutschlands gewählt. Eine prominente Jury um den Mainzer Kardinal Karl Lehmann machte ihn zum Sieger beim diesjährigen Bestattungen.de-Award. 
Auf Platz zwei landete der Münchner Waldfriedhof, den dritten Platz belegte der Hauptfriedhof in Mainz. Der Preis soll die Gesellschaft zu einem bewussteren Umgang mit dem Tod ermutigen. 
Jury-Mitglied Fabian Schaaf erklärt zur Entscheidung der Jury, dass der Ohlsdorfer Friedhof den ersten Platz belegt: „Der Ohlsdorfer Friedhof gehört zu den vielfältigsten Friedhöfen in Deutschland. Das Engagement bei der Erhaltung und Förderung der Anlage ist beeindruckend. Der Friedhof vereint auf besondere Weise historische Grabstätten und moderne Grabformen, die geschaffen wurden, um den gewandelten Bedürfnissen der Menschen zu entsprechen.“
Geschäftsführer der Hamburger Friedhöfe (AöR) Wolfgang Purwin und Bereichsleiter Friedhöfe Rainer Wirz freuen sich: „Wir sind sehr stolz auf diese Anerkennung. Dank des Einsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Friedhof haben wir diesen Preis gewonnen. Eine Anerkennung für uns alle.“ Der Bestattungen.de-Award wurde 2011 ins Leben gerufen, um die Bestattungskultur zu fördern. „Der Award zeigt die Vielfalt der deutschen Bestattungskultur in ihren unterschiedlichen Facetten. Als Mitglied der Jury möchte ich einen Beitrag dazu leisten, die Gesellschaft zu einem bewussteren Umgang mit dem Tod zu ermutigen. Dies ist eine wichtige Angelegenheit“, sagt Kardinal Lehmann.

 

Nordic Walking im

07. November

Auch die ehemalige Weitsprung-Queen Heike Drechsler (li.) unterstützt Nordic Walking. Foto: pi

Langenhorn  (blb) Diese  Jahreszeit ist ideal zum NordicWalking. Darum heißt es auch jetzt:  ab nach draußen. Der Nordic-Walking-Treff Twisselwisch in Langenhorn ist ein offizieller Treff des Deutschen Leichtathletikverbandes und bietet seit nunmehr sechseinhalb Jahren ganzjährig Kurse sowie ein Dauerangebot an. Wer interessiert ist, eine sehr effektive und vielseitige Bewegungssportart kennen zu lernen und auszuüben, kann sogleich oder jederzeit mit einem Basiskursus beginnen. 
Aktiver Einsatz der Stöcke , Kräftigung und Beweglichkeit, (Gelenke „schmieren“), Gehvarianten und sicheres Gehen, Freude an der Bewegung in der Natur  sowie Spaß und vieles mehr.  Nordic Walking bietet sich zudem hervorragend als Ski-Langlauf- und Wandertraining an.
Jeder sollte allerdings Geduld  mitbringen und ein wenig der Entschleunigung huldigen. Das entspannt, denn körperliche Veränderungen sind nicht in Kürze trainierbar. Der Langenhorn-Treff will  mehr Menschen regelmäßig an die frische Luft bringen, um sich in der Gemeinschaft zu bewegen, und ihrem Körper Gutes zu tun. Das Kursusangebot wird von Krankenkassen als Prävention anerkannt und kann bezuschusst werden. Nach einem Kursus kann regelmäßig am Dauerangebot teilgenommen werden. Kosten für den Kursus: 75 Euro; für die Teilnahme am Dauerangebot 2,50 Euro pro Einheit.
Treffpunkt: „Blaues Haus“, Twisselwisch 63 in Langenhorn; Termine: jeden Montag 16.15 Uhr;               jeden Donnerstag 10 Uhr und 17 Uhr.
Weitere Infos gibt gern die Leiterin des Treffs: Ursula Bülow, Tel. 0 40/53 23 00.

 

 

 

 

Musikalische Dinner-Lesung mit der

07. November

Die „Tüdelboys“ : v.l. Jürgen Rau, Philip Rückel, Konrad Lorenz. Foto: Eva Drechsler-Györkös

Ohlsdorf (rug) Die Chefköche vom Restaurant „Kesselhaus“ am Alsterdorfer Markt 14 haben sich für Donnerstag, 8. November, ab 19 Uhr ein  besonderes „Hamburger Mehrgänge-Menü“ ausgedacht: „Sie werden gut unterhalten – und schlemmen davor, dazwischen und mittendrin!“
   Jürgen Rau, Konrad Lorenz und Philip Rückel sind mit allen Elb- und Alsterwassern gewaschene Hamburger und sie lieben die Hymnen ihrer Stadt: Für eine gemeinsame Lesung haben sie sich zu den Hamburger „Tüdelboys“ zusammengetan, der erwiesenermaßen ältesten Boygroup der norddeutschen Tiefebene. Ihr Ziel: die vielfältige Musikszene der Hansestadt zu feiern. 1 Satz Gitarren, 2 Bücher, 3 Stimmen!
   Lorenz ist direkt auf dem Kiez aufgewachsen, hat mit seinem autobiografischen Nachkriegsroman „Rohrkrepierer“ einen wahren Bestseller gelandet. Die Zuhörer lachen Tränen, wenn er von seinen ersten Versuchen mit der Liebe, Tante Hermines „Hafenbar“ oder seiner engen Verbindung zu Louis Armstrong aus seinem mit typisch trocknem Humor durchzogenen Buch vorliest.
   Der Musikmanager und
Buchautor Jürgen Rau kennt die Hamburger Szene wie kaum ein Zweiter. Kein Wunder, arbeitete er doch als A&R-Manager, Werbe- und Marketingleiter in großen Konzernen wie PolyGram, Universal Music oder Warner Brothers eng mit den meisten Hamburger Musikern und Bands zusammen. Seine wunderbaren Bücher „Rock’n’Roots“ und sein aktuelles Werk „Hamburg, deine Perlen“ sind mittlerweile Kult! Darin hat er die wichtigsten Künstler aus 200 Jahren  Hamburger Musikgeschichte beschrieben, von „Brahms bis Beatles“, von SchlagerPop, Rock, Folklore, Jazz und Musical bis hin zur populären Klassik. Rau: „Hamburg ist nicht nur das Tor, sondern auch das Ohr zur Welt!“ Die Presse schrieb unter anderem über ihn und seine Bücher: „... mit Fakten belegt, mit Humor gewürzt und um Insider-Kuriositäten nie verlegen, bringt Jürgen Rau ganz Hamburg zum Klingen!“ Augenzwinkernd erzählt er bei der „Musikalischen Lesung“ nun seine Lieblings-Döntjes aus dem Backstage-Bereich.    Eingerahmt wird das Ganze von Philip Rückel. Es gibt kaum einen Hamburger Gassenhauer, den der musikalische Lila-Laune-Bär nicht „drauf hat“. Zusammen mit seinen beiden Kollegen singt und spielt er dazu und zwischendurch auf allerlei Sai-ten-, Tasten- und sonstigen Instrumentarien.
   Darüber hinaus hat sich eine schöne Tradition bei ihren bisherigen „Konzertlesungen“ im Großraum Hamburg ergeben: Immer wieder schauen einige Künstler, die in Jürgen Raus „Perlen-Buch“ porträtiert wurden, spontan mal kurz vorbei. Wie bisher unter anderem  Su Kramer, Klaus & Klaus, die Rattles, Gottfried Böttger, Olli Dittrich, Gunter Gabriel, Stefan Gwildis, Achim Reichel oder Gottlieb Wendehals!
   Man sollte sich auf keinen Fall das lustige Spektakel  entgehen lassen! Und was meint das tüdelige Trio dazu? „Wer Lust hat, sollte kommen!“

 

Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch

07. November

Wolfgang Kopitzsch ist Gast beim 29. Langenhorner Bürgerforum. Foto: ers

Langenhorn  (blb) „Sicherheit für Hamburg und  unsere Stadtteile“:  Zu diesem Thema haben die Bürger im 29. Langenhorner Bürgerforum des SPD-Bezirksabgeordneten Gulfam Malik am Sonnabend, 10. November, von 9.30 bis 11.30 Uhr, die Möglichkeit, im Restaurant Reina am Langenhorner Markt 6 beim traditionellen kleinen Frühstück mit dem Polizeipräsidenten der Freien und Hansestadt Hamburg, Wolfgang Kopitzsch, zu diskutieren.
Wie sicher können wir uns gerade auch in den dunklen Jahreszeiten fühlen – auf der Straße, auf den Bahnsteigen, in unserem Haus?  Ist unsere Polizei personell und finanziell ausreichend gerüstet, wachsender Kriminalität und wachsender Gewaltbereitschaft entgegenzuwirken? 
Das sind nur einige der Fragen, die mit Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch diskutiert werden sollen.
„Die Sicherheit und vor allem das Gefühl der Sicherheit gerade auch angesichts der dunklen Jahreszeit sind  von zentraler Bedeutung. In der Presse nehmen  Berichte über eine wachsende Kriminalität, steigende Einbruchsdelikte und eine wachsende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft, nicht zuletzt bewirkt durch die ungehinderte Verbreitung  Gewalt verherrlichender Internet-Spiele und zur Gewalt aufrufenden Hasstiraden psychisch kranker Fanatiker oder Extremisten auf Internet-Plattformen mit ihrer morbiden Anziehungskraft vor allem für   Jugendliche, einen breiten Raum ein.
Bei vielen  Bürgern ist ein wachsendes Gefühl der Unsicherheit zu beobachten. Angesichts dieser Verunsicherung ist es wichtig zu wissen, wie die Polizei personell, finanziell und strategisch  gerüstet ist, diesen Herausforderungen entgegenzutreten und welche Strategien und Prioritäten sie bei der Strafverfolgung und vor allem auch im Rahmen der Prävention sieht. 
„Referent Kopitzsch hat in seiner Zeit als Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord immer wieder gezeigt, dass er in seiner Arbeit den Dialog mit den Bürgern sucht, für ihre Anregungen und Ideen ein offenes Ohr hat und der sich in unseren Stadtteilen im Norden Hamburgs mit ihren Vorzügen und Problemen bestens auskennt“, erklärt Gastgeber Gulfam Malik.