Von Langenhorn bis Ohlsdorf

Der LOKAL-ANZEIGER 

Die aktuellsten Nachrichten aus Ihrem Stadtteil

 

Langenhorner Chaussee

Kein Patentrezept

17. August

HAMBURG-NORD (blb). Die Menschen in Langenhorn und Fuhlsbüttel sind nach wie vor verärgert über die Verkehrssituation, vor allem auf der Langenhorner Chaussee. Dies machten sie bei einem  Vortragsabend mit dem Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch unmissverständlich klar. Dieser konnte ad hoc auch keine Patentlösungen anbieten, wirkte allerdings überrascht über die Dringlichkeit, mit der die Bürger ihre Anliegen vortrugen. 

In seinem  Eingangsreferat hatte der parteilose Horch über die gute wirtschaftliche Lage der Hansestadt gesprochen. Dabei hob der gelernte Schiffsbauer den Hafen und die Notwendigkeit hervor, diesen auch weiterhin mit großen Schiffen anlaufen zu können (Stichwort Elbvertiefung), „denn 30 bis 40 Prozent des Umschlags im Hafen sind für Hamburg und das nahe Umland bestimmt“. Der ehemalige Präses der Handelskammer Hamburg bezeichnete Hamburg und die Metropolregion als die effektivste Wirtschaftsregion Deutschlands, die gerade durch ihren starken internationalen Charakter breit aufgestellt sei.   

Rund 70 Zuhörer, auch aus Schleswig-Holstein, wollten aber mehr zum Titel des Abends wissen: „Hamburg und Schleswig-Holstein, Partner für einen starken Norden“. Dass es mit der Partnerschaft bislang nicht weit her war, räumt auch Horch ein und gelobte, die Wege im Interesse der Bürger im Norden Hamburgs kürzer zu machen. Soll heißen: Themen, die direkt Langenhorn oder Fuhlsbüttel und das benachbarte Norderstedt betreffen, müssten auch direkt von deren Vertretern besprochen und angeschoben  werden können.

Für die Langenhorner Chaussee stellte Horch  intelligente  Verkehrsleitsysteme, basierend auf Verkehrslenkung durch Geschwindigkeitsvorgaben, in  Aussicht. Baulich seien die Möglichkeiten einer Entzerrung eher begrenzt. Horch erinnerte, dass neben dem Kraftfahrzeugverkehr auch die Radfahrer zu berücksichtigen seien, die er als gleichwertige Verkehrsteilnehmer ansieht.

Den überregionalen Verkehr betreffend bezeichnete Horch die A1 und A7 als wichtige Achsen und setzt große Hoffnungen in die Fehmarn-Belt-Querung, auch wenn die neu gewählte Landesregierung in Kiel hier bei der nötigen Hinterlandanbindung über Kürzungen nachdenkt. Solche Gedanken seinen Kompromissen in Koalitionsgesprächen geschuldet, die es nun gelte, in Gesprächen zwischen den beiden Ländern zu lösen.
Martin Huber, Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenwesen, erinnerte daran, dass die U-Bahn bis Norderstedt-Mitte verlängert worden sei, Hamburg die Umgehung Fuhlsbüttel gebaut habe, der Kreisel am Ochsenzoll sich im Bau befinde und der Park- and Ride-Platz Ochsenzoll in der Endphase der Planung stecke. Huber reagierte damit auf Vorwürfe der Zuhörer, die den Hamburger Norden vom Rathaus her vernachlässigt sehen.

Huber verwies auch auf einen rückläufigen Individualverkehr bei gleichzeitig steigenden Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr und sieht Hamburg damit auf dem richtigen Weg, der verkehrspolitischen Herausforderungen Herr zu werden.
Aus Norderstedt wohnten unter anderem die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Katrin Fedrowitz nebst den Stadtvertretern Thomas Jäger und Joachim Zibell der Veranstaltung bei.

 

Von 20. bis 24. August:

Seniorenberatung und Pflegestützpunkt

14. August

Hamburg-Nord pi Die Seniorenberatung und der Pflegestützpunkt Hamburg-Nord ziehen am 20.08.2012 in neue Räume am Standort Kümmellstraße 7 um. Gleichzeitig wird die Seniorenberatung des Bezirksamtes Hamburg-Nord im Kerngebiet des Bezirks konzentriert. Die bisherigen regionalen Standorte in Barmbek-Uhlenhorst und Fuhlsbüttel werden zu Gunsten des gemeinsamen Standortes aufgegeben.
Für die Kunden der Seniorenberatung entsteht eine gemeinsame Anlaufadresse für Anliegen unterschiedlicher Art rund um die Themen Alter und Pflege in der Kümmellstraße 7 u.a. in den Räumen 183 – 185 im 1. Stock.
Die Konzentration der Bezirklichen Seniorenberatung wird zu einer engeren Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt Hamburg-Nord und anderen dort zentral angesiedelten Fachdiensten, wie der Beratungsstelle für Körperbehinderte und dem Sozialpsychiatrischen Dienst, führen.
In der Umzugswoche vom 20.08. bis 24.08.2012 sind beide Fachdienste in Notfällen unter der Telefonnummer 040/4 28 04 - 23 44 und der Faxnummer 040/4 28 04 - 20 36 erreichbar. In diesem Zeitraum können nur eingeschränkt Leistungen angeboten werden.

 

Maßgeschneiderte Therapie bei Leisten- und Eingeweidebrüchen

Klinikum Nord

14. August

Langenhorn ers Die Versorgung von Hernien ist der am häufigsten durchgeführte chirurgische Eingriff weltweit. Allein in Deutschland treten pro Jahr mehr als 250 000 Leistenbrüche neu auf. 
Um den Patientinnen und Patienten aus Hamburgs Norden  künftig eine noch bessere Qualität bei der Therapie von Eingeweidebrüchen anbieten zu können, gründet die Asklepios Klinik Nord  zum 1. September ein Hernienzentrum. „Durch die Fokussierung auf bestimmte, klar definierte Erkrankungen erreichen wir im Zentrum eine besonders hohe Kompetenz. Unter Anwendung der modernsten Verfahren decken wir ambulant und stationär das gesamte Spektrum der Hernienchirurgie ab. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Behandlung individuell und stadiengerecht erfolgt“, sagt Prof. Dr. Carolin
Tonus (Mitte), Chefärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie im Heidberg-Krankenhaus. 
Das bedeutet, dass die Wahl des Operationsverfahrens - offen oder „schlüssellochchirurgisch“, mit oder ohne Netz - nicht allein von der Lage und Größe des Bruches sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand abhängt, sondern die Ärztin oder der Arzt auch die
persönlichen Wünsche der Patientin oder des Patienten berücksichtigt.
Um von unabhängiger Stelle eine Bestätigung für die hohe Behandlungsqualität zu erhalten, strebt das Hernienzentrum die Zertifizierung durch die Deutsche Herniengesellschaft (DHG) an. Die erste Phase des mehrstufigen Verfahrens läuft bereits; die Auszeichnung mit dem DHG-Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ findet voraussichtlich im Frühjahr kommenden Jahres statt. 
Schon jetzt nimmt das Zentrum an der bundesweiten Qualitätssicherungsstudie „Herniamed“ teil. Die sorgfältige Dokumentation von Hernienfällen und die regelhafte Überprüfung der Behandlungsergebnisse liefern wertvolle Informationen für die Weiterentwicklung von Qualitätsstandards in der Hernienchirurgie.

 

Taxifahrer beraubt:

Zwei Täter flüchtig

14. August

Fuhlsbüttel ers Ein 50-jähriger Taxifahrer ist in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag von zwei unbekannten Tätern überfallen und beraubt worden.
Der Taxifahrer hatte die beiden Männer am Berliner Tor aufgenommen. Als Fahrziel wurde ihm Groß Borstel genannt. Dort angekommen wollten die Männer zum Flughafen. Im Brombeerweg griff einer der Täter den Taxifahrer von hinten an und würgte ihn. Der zweite Täter auf dem Beifahrersitz bedrohte den 50-Jährigen und forderte ihn auf, sein Geld herauszugeben. Offenbar entdeckte er dabei die Geldbörse unter dem Fahrersitz und nahm sie an sich. Anschließend flüchteten die beiden Männer.
Der Taxifahrer hielt einen zufällig vorbeifahrenden Streifenwagen an und schilderte die Tat.  Während der soforteingeleiteten Fahndung wurden zwar die Papiere aus dem Taxiportemonnaie gefunden und sichergestellt, aber sie Täter konnten unerkannt entkommen.
Beide Täter sind vermutlich Südländer, etwa 22 bis 25 Jahre alt und schlank. Einer der Täter soll eine auffällig kleine Nase und kurze schwarze Haare haben. Er war mit einem hellen Hemd und einer blauen Jeans bekleidet. Der zweite Täter hat schwarze Haare mit kleinen Locken und er trug eine schwarze Jacke.
Hinweise nimmt die Polizei unter 040/4 28 65 67 89 entgegen.

 

SCALA-Debakel zum Auftakt

08. August

SCALA-Trainer Carsten Gerdey konstatierte eine „echte Bauchlandung“ beim Aufsteiger. Foto: pi

 

LANGENHORN/FUHLSBÜTTEL (meg) So hatte man sich den Start in die neue Landesliga-Saison bei den Fußballern vom SC Alstertal-Langenhorn nun nicht vorgestellt. Nach einer als gelungen betrachteten Vorbereitung gingen die SCALA-Kicker am ersten Spieltag 1:4 (0:3)  bei Aufsteiger Türk-Birlikspor (TBS) Pinneberg unter.
„Das war eine harte Bauchlandung. Es hat sich leider bewahrheitet, dass es gegen diesen Aufsteiger schwer werden würde“, fasste ein enttäuschter SCALA-Coach Carsten Gerdey die 90 Minuten zusammen.
Dabei hätte die Begegnung auch anders verlaufen können. In der ersten Viertelstunde boten sich SCALA durch Finn Arnecke und Neuzugang Christos Lazarou (kam von TuRa Harksheide) zwei ansprechende Situationen, aber beide Male war noch ein Pinneberger Abwehrbein dazwischen.
Danach nahm das Schicksal seinen Lauf. Zweimal passte die SCALA-Abwehr nicht auf und schon hieß es 2:0 für den Aufsteiger (18., 20.). Besonders bitter: Mit Pinnebergs Fatih Gürel traf der kleinste Spieler auf dem Feld (1,67m) per Kopf zum 3:0 (34.).
Zur Pause brachte Gerdey mit Raoul Bouveron dann noch einen zweiten Stürmer. Mit Erfolg: Nur fünf Minuten nach dem Wechsel verkürzte eben jener Bouveron auf 1:3 (50.).
Doch anschließend gab es niemanden, der das SCALA-Spiel ordnete und mal die Zügel in die Hand nahm.  Bis auf zwei Freistöße des diesmal komplett enttäuschenden Goalgetters Jendrik Bauer brachten die Gäste nichts mehr zustande.
„Unsere Leistungsträger haben heute versagt“, brachte es Gerdey auf einen Nenner. Wiedergutmachung können sie  im Pokal bereits an diesem Dienstag (7. August, 18.30 Uhr) betreiben, wenn es in der 2. Runde im Landesliga-Duell gegen UH-Adler geht.
In der Liga wartet am Sonntag (12. August, 14 Uhr, Siemershöh) mit dem TuS Osdorf der nächste ambitionierte Aufsteiger.  Ab sofort unterstützt die SCALA-Ligamannschaft übrigens das Kinderhospiz Sternenbrücke. Bei jedem Heimspiel kann für diese Einrichtung gespendet werden. Darüber hinaus wird es auch einige separate Aktionen geben.

Tore: 1:0 Gürel (18.), 2:0 Eibl (20.), 3:0 Gürel (34.), 3:1 Bouveron (50.), 4:1 Gürel (83.).
SC  Alstertal-Langenhorn: Möhring – Gorban, Jami, Bischoff, Arnecke – Drescher, Köhler (46. Bouveron) – Lüth, Lazarou (65. Voller), Hallenga – Bauer.

 

Stadtteilgarten im Quartier Essener Straße

Gesunde Lebensmittel

08. August

Harald Rösler (3. v. re.), Edouard van Diem (2. v. re.) und Yvonne Nische (3. v. li.) hieben mit Kindern die ersten Spaten in den neuen Stadtteilgarten. Foto: blb

 

LANGENHORN  (blb) Mit einem offiziellen Spatenstich durch den (noch) kommissarischen Bezirksamtsleiter Harald Rösler ist der neue Nachbarschaftsgarten im Quartier Essener Straße in der vergangenen Woche den Bewohnern des Stadtteil übergeben worden.
„Ich bin gespannt, was aus dem Projekt wird“, sagte Rösler, als er die Schaufel zusammen mit Projektbetreuer Edouard van Diem, Sozial- und Gesundheitsdezernentin Yvonne Nische sowie einigen Kindern in die Hand nahm. Der Garten mit dem sperrigen Namen „Interkultureller Permakulturgarten Langenhorn“ (Kurz InPeLa) entsteht unter der Fragestellung „Wie gehen wir mit dem Grün in der Stadt um?“ und soll den Trend zur aktiven Grünnutzung im Wohnquartier neben der traditionellen Bewirtschaftung von Schrebergartenparzellen verstärken. Ziel ist es, vor allem die Kinder in der Stadt mit natürlichen Pflanzen wie Kräutern und Gräsern vertrauter zu machen.
So ist das Besondere auch an diesem Garten, dass er seinen Platz im öffentlichen Raum hat. Dabei ist der Name „InPeLa“ Programm und steht für die interkulturelle Vielfalt der Nutzer. Schließlich sollen Säen und Ernten, gemeinsame Gartenarbeit, Essen und Feiern und voneinander Lernen zur Verständigung beitragen. Hinter dem Begriff der Permakultur steht der Grundgedanke einer nachhaltigen Landbewirtschaftung und der Selbstversorgung mit ökologischen, ökonomischen und sozialen  Mitteln.
Entstanden war die Projektidee bei der Gesundheitskonferenz  im Quartier. Finanzielle Mittel fließen aus dem Rahmenprogramm  der integrierten Stadtteilentwicklung. Projektbetreuer van Diem hat ein ähnliches Projekt bereits im Volkspark realisiert, hier allerdings auf rein privater Initiative.
Eine kleine Kerngruppe hat schon  erste Anfänge gemacht,  legte zwei Beete mit Gründüngerpflanzen an und pflanzte fünf kleine Bohnen-Tipis. Der Nachbarschaftsgarten bietet allen Interessierten einen Treffpunkt und die Möglichkeit, gemeinsam zu planen, zu pflanzen und zu gärtnern.
„Hier müssen keine Hochkulturerzeugnisse entstehen, sondern gerne Wildkräuter oder Ähnliches“, erklärt Edouard van Diem, der noch nach einer Möglichkeit der Bewässerung fahndet. Eine Möglichkeit ergebe sich eventuell durch das nicht zu tief liegende Grundwasser. Van Diem zeigte sich außerdem begeistert von dem auf dem 2 500 Quadratmeter großen Gelände liegenden Hügel, aus dem vielleicht ein kleines Amphitheater entstehen könne, in dem die Nutzer sich treffen und vielleicht auch einmal gemeinsam musizieren können.
Bezirksamtschef Rösler jedenfalls empfindet diesen neuen Garten als „tolle Ergänzung“ für das Quartier und hofft, dass er intensiv bespielt wird.
Edouard van Diem begleitete das Gärtnern und Pflanzen auch fachlich und zwar erstmals  am Sonntag, 5. August, und dann an zwei weiteren Terminen am 26. August und 5. September. Interessenten können sich auch in den Informationsverteiler aufnehmen lassen, müssen dazu nur eine formlose Mail an msb(at)msb-hamburg.de schreiben.

 

Ratsmühlendamm

Unbekannte schändeten Gedenkort

08. August

Guido Benthien und Uschi Scheer an der Stelle, an der die Händler eine Kletterrose zum Gedenken an den verstorbenen Peter Zimmermann gepflanzt hatten. Foto: blb

 

FUHLSBÜTTEL/LANGENHORN (blb) Die Wochenmarkthändler in Fuhlsbüttel könnten sich dieser Tage eigentlich wohl fühlen. Die Ferien gehen zu Ende, das Wetter ist gut, doch es liegt ein Schatten über dem beliebten Markt am Ratsmühlendamm, der immer mittwochs und freitags stattfindet. Die Händler sind traurig, wütend und auch fassungslos zugleich.
Traurig, weil ihr langjähriger Marktmeister Peter Zimmermann Mitte Juni plötzlich in seinem Marktmeisterhäuschen in Langenhorn verstarb. Seit 22 Jahren war er die gute Seele für die Wochenmärkte am Langenhorner Markt und am Ratsmühlendamm. „Er hatte  immer ein offenes Ohr, mit Problemen konnte man immer zu ihm kommen“, sagt eine Händlerin, die auf beiden Märkten mit ihrem Imbisswagen steht.
Deshalb kamen die Händler am Mittwoch vorletzter Woche nach Marktschluss  in Fuhlsbüttel am Container des Marktmeisters zu einer improvisierten Trauerfeier zusammen. Klaus-Dieter Marzahn, Dezernatsleiter beim Bezirksamt Hamburg-Nord, sprach einige Worte zum Tode seines Angestellten, die Händler legten Blumen nieder, pflanzten eine Kletterrose vor den Container und stellten ein Grabkerze auf.
Der Schock kam am Freitag darauf, als sie den Markt wieder aufbauten. Die Blumen und die Kerze waren weg, die Kletterrose ausgerissen. „Eine Tat der Schande, die seinesgleichen sucht“, haben die Händler in ihrer Trauer und Wut auf einen Zettel am Container geschrieben. Keiner kann sich vorstellen, wer diesen unscheinbaren Gedenkort geschändet haben könnte. „Vielleicht brauchte einer ein paar Blumen“, zuckt Blumenhändler Guido Benthien mit den Schultern.
Neue Blumen wollen die Wochenmarkthändler nicht mehr an den Ort des Gedenkens legen oder pflanzen. Geplant ist, den Container, der ohnehin heruntergekommen aussieht, mit Graffitis verschönern zu lassen.

 

Bugenhagenschule:

Neue Turnhalle entsteht

08. August

ALSTERDORF/FUHLSBÜTTEL  (blb) In der vergangenen Woche waren sie wieder unterwegs. Die kleinen Spendensammlerinnen und Spendensammler für die erste komplett behindertengerecht ausgestattete Schulturnhalle an der Bugenhagenschule in  Alsterdorf. Die Bauarbeiten laufen bereits, nächstes Jahr im August zum Beginn des neuen Schuljahres soll sie den Schülerinnen und Schülern der komplett integrativen Schule von der ersten bis zur 13. Klasse übergeben werden. 
Lehrerin Sandra Rudschinat war mit ihrer Gruppe der ersten bis dritten Klasse unter dem Motto „Eine Million Bauherren gesucht“ rund um den Wochenmarkt am Ratsmühlendamm unterwegs. Die Hälfte des Vier-Millionen-Euro-Projekts soll durch diese ehrgeizige Aktion  finanziert werden. Bislang steht das Spendenbarometer bei 240 000 Euro.
„Die Leute spenden bereitwillig“, sagt sie zufrieden, während einer ihrer kleinen Sammler wieder eine selbst mit Muscheln beklebte Streichholzschachtel als Dank an einen Spender herausgibt. Außerdem dürfen Spender sich namentlich auf einem Legostein verewigen und sind damit Teil eines originalgetreuen Modells der Sporthalle aus Lego, das die Schüler zusammensetzen. So wird für alle sichtbar, wie die Halle durch das Engagement der „Bauherren“ wächst. 
In  der neuen Schulturnhalle an der Elisabeth-Flügge-Straße sind Toiletten, Duschen und Ein- und Ausgänge behindertengerecht gestaltet, Markierungen für Blinde werden installiert und Schallschutzräume für Gehörlose. Auch Sportgeräte für Menschen mit Behinderungen werden speziell angeschafft. Zu den prominenten Unterstützern zählen HSV-Handballer Stefan Schröder und Hockey-Nationalspieler Moritz Fürste. Auch Pastor Helge Adolphsen sagt: „Nur wer selbst brennt, kann andere entzünden“. Da sind die kleinen Spendensammler auf dem besten Wege.
Die Bugenhagenschulen sind Ganztagsschulen in freier Trägerschaft der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Sie stehen für jahrgangsübergreifenden und integrativen Unterricht. Allein in Alsterdorf lernen 900 Schüler gemeinsam, 250 von ihnen habe eine körperliche oder geistige Behinderung. Lehrer, Eltern und Schüler haben sich in der Stiftung zusammengeschlossen, um gemeinsam die neue Sporthalle zu ermöglichen.

 

BU: Schüler der ersten Jahrgangsstufe sammeln mit ihrer Lehrerin Sandra Rudschinat für die Aktion „Eine Million Bauherren“. Foto: blb

 

Spaziergang erfreut sich

31. Juli

30 Bürger ließen sich beim Stadtteilspaziergang von Rixa Gohde-Ahrens informieren. Foto: blb

 

LANGENHORN  (blb) Der Spaziergang durch das Wohnquartier Essener Straße, der immer am letzten Mittwoch im Monat vom Stadtteilbüro 16 H am Käkenflur ausgeht, erfreut sich weiter großer Beliebtheit. Auch am vergangenen Mittwoch begrüßte Gebietsbetreuerin Rixa Gohde-Ahrens rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger nebst Bezirksamtschef Harald Rösler und SPD-Bürgerschaftsabgeordnetem Gulfam Malik zum fünften Spaziergang mit reichlich Informationen zum Quartier. Auch Pastorin Antje Grambow hatte sich bei bestem Sommerwetter der Gruppe angeschlossen und berichtete bei dieser Gelegenheit von den gut angenommenen Aktivitäten der von ihr und ihrem Mann geleiteten evangelischen Kirchengemeinde St. Jürgen/Zachäus. „Unser Motto lautet ‚Die Tür ist offen‘ und ist dabei auch Programm“, sagte Antje Grambow und freut sich, ihre Kirche mitten in diesem Wohnquartier zu haben, das einstmals Brachland war.

Rixa Gohde-Ahrens begann den Spaziergang mit einer leichten sportlichen Aktivität, angeleitet von Bewegungsexperte Martin Legge. Er lud die Teilnehmer zu einer Runde „Soft-Boule“ auf dem Marktplatz im Rahmen der Aktion „Raus aus dem Haus“ ein. Männer mit blauen und Frauen mit roten Kugeln hatten dabei viel Spaß.

Vorbei am „ella“-Kulturhaus“ ging es in den Wohnabschnitt, in dem die Saga GWG 800 Wohnungen betreibt, dessen flächenmäßige Umgestaltung im zweiten Bauabschnitt erfolgt ist. Entstanden sind unter Bäumen schön gestaltete Plätze, die zum Verweilen und Ausruhen wie auch als Treffpunkt für alle Generationen einladen – vor allem für die Kinder und Jugendlichen, die mit einem Drittel einen überdurchschnittlich hohen Anteil der insgesamt 5 100 Bewohner dieses Viertels stellen.Gohde-Ahrens verwies im weiteren Verlaufe  auf die sieben Wächtertürme, die den Eingang und den Weg zum beliebten großen Abenteuerspielplatz weisen, der nicht nur von Kindern aus dem Quartier bevölkert wird.

Außerdem besichtigte die Spaziergängergruppe die Obstbaumwiese, auf der 15 Obstbäume (meist Apfelbäume) stehen, die in institutioneller oder privater Partnerschaft dort gepflanzt wurden.

Den Abschluss des Juli-Spaziergangs bildete der erste Spatenstich zum Stadtteilgarten.

 

Vom Immobilienmakler

31. Juli

Auf der oberen Aussichtsplattform gibt es einen fantastischen Blick ins Grün des Alstertales. Allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn die zur Plattform führende Tür kann nur von innen geöffnet werden. Foto: sno

 

POPPENBÜTTEL (sno) Dort oben thront sie, die einzige Burg Hamburgs. Doch zu sehen ist sie nicht, der alte Baumbestand direkt an der Alster garantiert absolute Privatsphäre. Fast 130 Jahre steht Burg Henneberg auf dem künstlichen Hügel, den Alfred Henneberg errichten ließ, als er sich diesen Blickfang in seinem Landschaftsgarten am Marienhof gönnte.

Vom Gutshof gibt es mittlerweile keine Spuren mehr, die Burg kennen viele Poppenbüttler noch aus Kindertagen als verwunschenen Platz, an dem man sich wunderbar gruseln konnte.

Seit 1991 ist die Burg wieder ein kleines Schmuckstück. Für eine Million Mark sanierte „Burgensammler“ Herbert Hillebrand den verfallenen kleinen Bau, der der thüringischen Burg der Grafen von Henneberg bei Meiningen nachempfunden wurde – im Maßstab 1:4. „43 Quadratmeter Wohnfläche“ steht im Exposé von Makler Carsten Gillmann von 10°Ost Immobilien, der die Burg seit Sommer 2011 anbietet.

90 Interessenten haben sich bislang gemeldet, 44 gingen den roten Weg rund um die Burg bergan, besichtigten Wehrgänge und den Turm, die Terrassen, das Bad und das Herz der Burg, den kleinen Rittersaal. Unter ihnen Hanseaten, die die Burg zum Teil aus Kindertagen kennen, Prominente, die ein exklusives Wochenenddomizil suchen und natürlich auch Besichtigungstouristen. „Einmal hat mich eine ältere Dame am Sonntagnachmittag angerufen. Sie stünde vor der Burg und möchte mit ihrem Enkel bitte rein“, erzählt der Makler.

Doch Carsten Gillmann unterscheidet, wer wirklich Interesse an dem Kleinod hat, und wer nur mal gucken will. Schließlich ist die Burg auch nicht für jeden Zweck geeignet. Die geringe Wohnfläche hätte bisher die meisten ernsthaften Interessenten abgeschreckt.

Ein bekannter Hamburger Fernsehmoderator war begeistert, wollte die Burg mit 3 000 Quadratmeter großem Grundstück und Anlegesteg als Wochenendbleibe nutzen. Doch bei der zweiten Besichtigung musste er sich seiner Frau geschlagen geben, die neben der romantischen Kulisse auch die Arbeit sah, die in so einer Immobilie steckt.

Ein Hamburger Notar hatte sich in die Burg als Bibliothek für seine Zauberbücher verguckt. Doch gepasst hätten nur die schon gesammelten Bücher, für neue wäre kein Platz mehr gewesen. Auch aus der Musikbranche kommen Anfragen. Als Lokation für die Präsentation neuer Instrumente oder zur Unterbringung illustrer Gäste.

„Sie brauchen für jede Immobilie den passenden Eigentümer“, meint Carsten Gillmann. Der Verkauf einer Burg dauere eben etwas länger als bei einem Doppelhaus. Zum Kaufpreis von rund einer halben Million Euro kommen noch Kosten von etwa 30 000 Euro, um die Burg wieder zu einem echten Schmuckstück zu machen.

Auch nach vielen Besichtigungen macht ihm die Burgführung noch Spaß. „Es ist wahrscheinlich die einzige Burg, die ich in meinem Berufsleben verkaufe“, schmunzelt der 45-Jährige.

www.10grad-ost-immobilien.de

 

 
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