Von Langenhorn bis Ohlsdorf

Der LOKAL-ANZEIGER 

Die aktuellsten Nachrichten aus Ihrem Stadtteil

 

Von gelebter Vielfalt und

20. Januar: 

Langenhorn (ker) Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete  Gulfam Malik hatte am vergangenen Wochenende zu seinem traditionellen Neujahrsempfang eingeladen, und mehr als 150 Gäste aus Vereinen, Organisationen und Verbänden, Wirtschaft und Politik waren dieser in die Eirene-Gemeinde gefolgt – ein Treffen unter Freunden.
Das Jahr ist gerade einmal knapp  drei Wochen alt – birgt aber eine Themenvielfalt, die bereits für sechs Monate hätte ausreichen können: Sexuelle Übergriffe an Frauen, Flüchtlingspolitik, die Anschläge von Istanbul und Jakarta.
Darüber waren sich auch die Redner des Neujahrsempfanges einig. „Demokratie ist gelebte Vielfalt“, sagte Gulfam Malik in seiner Ansprache. Er  bezeichnete die Integration der vielen Flüchtlinge als eine große Aufgabe, die uns noch lange beschäftigen werde. Doch dabei wolle er auch nicht die Nöte und Sorgen der Menschen aus Langenhorn vergessen; man müsse sie ernst nehmen.  Gerade wenn es um Themen wie zum Beispiel Erstaufnahmeeinrichtungen gehe. Hier dankte er den vielen ehrenamtlichen Helfern, die es erst möglich gemacht haben, dass die Strukturen vor Ort so gut funktionieren.
Gastrednerin Katharina Fegebank, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Senatorin  der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, setzte einen Schwerpunkt ihrer Rede auf die Inte-grations- und Flüchtlingsarbeit. „Wir als Politik können das nicht allein schaffen“, sagte sie und wendete sich an die  Gäste: „Daher gilt mein Dank Ihnen allen.“  Integrationsarbeit könne man nicht in Gesetze gießen oder verordnen, so die Grünen-Politikerin weiter, Integration funktioniere nur über Bildung, Arbeit und Zugehörigkeit. „Wir sind eine starke Gesellschaft“, so Fegebank weiter. In Vertretung von Bezirksamtsleiter Harald Rösler  sprach Yvonne Nische, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit vom Bezirksamt Hamburg-Nord zu den Gästen und  gab  einen Jahresrückblick aus Sicht der Verwaltung. Vieles sei in den vergangenen Monaten nicht immer einfach gewesen, sagte sie, gerade, wenn es um die Informationspolitik gehe, räumte sie ein: „Aber wir werden besser“, so Nische. Dabei stellte sie noch einmal heraus, wie wichtig auch die „Runden Tische“ für den Stadtteil seien.
Der „Hausherr“, Pastor Frank-Michael Wessel, stellte in seinem Grußwort an die Gäste klar heraus: „Der Glaube muss öffentlich bleiben.“ Dabei bezog er sich auf die Religionsfreiheit, die durch das Grundgesetz verankert sei. Und auch sein Haus stehe offen für Diskurs und Gespräche.
Anstiftungen zu Gewalttaten seien im islamischen Glauben nicht verankert, betonte Gulfam Malik. Er verurteilte die Terror-Anschläge: „Verbrecher würden so etwas begehen“, sagte er, aber mit Religion und Glaube habe das nichts mehr  zu tun.
Als weiteren Gast begrüßte Malik auch Abdullah Uwe Wagishauser, den Bundesvorsitzenden der Ahmadiyya-Gemeinden in  Deutschland, der aus Groß Gerau zu der Veranstaltung gekommen war.
Ahmadiyya ist eine Glaubensrichtung, die  nach eigenen Angaben  für den friedfertigen Islam steht, für den Islam, der heute genauso wie vor 1400 Jahren kompatibel ist mit den Gesetzen des jeweiligen Landes, in dem man lebt.

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank und Gulfam Malik beim Neujahrsempfang in Langenhorn. Foto: ker

Hamburger Comedy Pokal im „ella“

23. Januar

Tobias „Tobi“ Freudenthal Foto: pmi

Langenhorn (rug) Auch in diesem Jahr mischt das „ella“-Kulturhaus, Käkenflur 30, beim Hamburger Comedy Pokal mit. In der Hauptrunde am Freitag, 25. Januar, ab 20 Uhr sind  zu Gast:
Tobias Freudenthal: Tobi erzählt von scheinbar banalen Erlebnissen aus dem Alltag, aber auch von verrückten Phantasien und Geschichten. Mit seiner äußerst ausgefeilten Mimik und Gestik schafft er es, sein Publikum mitzureißen. Durch seine Imitationen und durch seine genauen Beobachtungen von Menschen und Situationen, fühlt man sich, als wäre man selbst dabei gewesen.
Maik Martschinkowsky: Autor, Kabarettist und Poetry Slammer Maik ist festes Mitglied der Lesebühne „Lesedüne“ aus Berlin. 2014 veröffentlichte er sein Buch „Von nichts kommt was“.
In seinem neuen Programm „Ohne Oben“ widmet er sich Fragen aus Politik und Gesellschaft und versucht, die Welt zu erklären. Das klappt nicht – ist aber lustig. Anmeldung und  Vorverkauf im „ella“-Kulturhaus.
Der Eintritt kostet  15  Euro / erm. 13  Euro/ im Vorverkauf  12 Euro.

 

Freiwillige packen an: praktischer

23. Januar

Freiwillige pflegen Natur und Umwelt. Foto: pmi

Hamburg (pmi) Mitmachen, Teamgeist erleben und der Natur etwas Gutes tun – diese Möglichkeit bietet sich freiwilligen Helfern, die gern im Naturschutz aktiv werden möchten, am Sonnabend, 2. Februar,  von 10 bis 12 Uhr im Naturschutzgebiet Höltigbaum in Hamburg-Rahlstedt. Jede Hand wird in diesen Stunden gebraucht! Fleißig werden Jungbäume und Sträucher entnommen – in Fachkreisen wird diese Arbeit als „entkusseln“ bezeichnet. Um den Vormarsch von Weißdorn, Birke und Weide zu stoppen, muss immer wieder mit körperlicher Arbeit in das Naturschutzgebiet eingegriffen werden, damit der Charakter der halboffenen Landschaft erhalten bleibt. Nur so ist sicher gestellt, dass auch in Zukunft seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Neuntöter und Feldlerche der Lebensraum erhalten bleibt. Zum Abschluss gibt es einen kräftigenden Imbiss für alle Helfer. Bitte an robuste Kleidung denken. Werkzeuge werden gestellt.
Treffpunkt: Haus der Wilden Weiden Höltigbaum, Eichberg 63, 22143 Hamburg; Anmeldung: bis Donnerstag, 31. Januar 2019, 14 Uhr bei sdw(at)wald.de, Tel. 040/ 3 02 15 65 30.
Die Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms des „Haus der Wilden Weiden“. Der bunte Veranstaltungskalender bietet für alle Altersgruppen das ganze Jahr regelmäßig Naturerlebnisse in der halboffenen Weidelandschaft des ehemaligen Standortübungsplatzes. Weitere Infos zum Haus der Wilden Weiden und dem Veranstaltungskalender unter www.Haus-der-wilden-Weiden.de

 

SPD und GRÜNE: Querung

23. Januar

Martina Schenkewitz und Thorsten Schmidt setzen sich für eine sichere Querung des Reekamp ein. Foto: pmi

Langenhorn (pmi) „Die Querungshilfe für Fußgänger über den Reekamp in Langenhorn ist heute oft zugeparkt. Nun soll hier Abhilfe geschaffen werden, wie der Regionalausschuss im Januar auf Initiative von Rot-GRÜN beschloss. Davon würden insbesondere die Seniorinnen und Senioren aus dem Altenzentrum Ansgar profitieren, von denen viele regelmäßig zum Langenhorner Markt oder in die nahe Grünanlage unterwegs sind“, so die Initiatoren.
Der Regionalausschuss Fuhlsbüttel-Langenhorn beschloss einstimmig, dass zwischen dem Eingang des Altenzentrums und der Einmündung Eichenknick eine neue Fußgängerquerungshilfe über den Reekamp gebaut werden solle.
 Diese soll im Gegensatz zu der heute vorhandenen Querungshilfe barrierefrei sein, also insbesondere gut für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl wie auch für blinde Menschen nutzbar sein. Darüber hinaus soll sie gute Sichtbeziehungen bieten, die zu querende Fahrbahnbreite minimieren und robust gegen Falschparken sein. Bis diese neue Querungshilfe fertig ist, wird die Polizei gebeten, die heute schon vorhandene Querungshilfe vor Falschparkern zu schützen, vorzugsweise mit einer dauerhaften Lösung wie zum Beispiel Pflanzkübeln auf der Fahrbahn.
Martina Schenkewitz (SPD), Mitglied im Regionalausschuss: „Wer schon älter oder nicht gut zu Fuß ist, dem fällt es ohnehin oft schwerer, von A nach B zu kommen. Wenn dann auch noch Straßen zu Hindernissen werden, weil man nicht sicher auf die andere Seite hinüber kommt, ist das problematisch. Mobilität ist im Alter besondes wichtig, denn sie sichert Teilhabe und hält fit. Deshalb muss hier etwas geschehen, damit der Reekamp keine Barriere bleibt!“
Thorsten Schmidt (GRÜNE), Mitglied im Regionalausschuss und Sprecher für Verkehrspolitik: „Da bis zum Start des Umbaus wahrscheinlich einige Zeit vergehen wird, fordern wir mit unserem Antrag die Polizei auf, kurzfristig Maßnahmen gegen das Falschparken zu ergreifen. Es freute mich daher besonders zu hören, dass die Polizei noch in der Ausschusssitzung ankündigte, das Aufstellen von Betonringen zum Schutz der Querungshilfe zu prüfen.“

Um vom Altenzentrum Ansgar zum Langenhorner Markt oder auch zu dem Park rund um das Haus der Jugend Eberhofstieg zu gelangen, muss man den Reekamp queren. Wer keine großen Umwege in Kauf nehmen möchte, hat nur die Querungshilfe an der Einmündung Eichenknick zur Wahl. Dort ist aber lediglich der Bordstein abgesenkt. „Leider parken dort viele Autos und verhindern so, dass die andere Straßenseite erreicht werden kann“, so Grüne und SPD.

 

Nische wirft hin, die Belastung

23. Januar

Diesmal  kein Glücksbringer: Der Langenhorner Schornsteinfeger Lutz Peters mit Yvonne Nische (hier nach ihrer Wahl). Foto: blb

Hamburg-Nord (blb) Der Rücktritt von der bis vergangenen Donnerstag kommissarischen Bezirksamtsleiterin Yvonne Nische kam zumindest zu diesem Zeitpunkt für alle überraschend. Zu Beginn der Sitzung der Bezirksversammlung verlas sie eine Erklärung, wonach sie für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stehe. Gegen Nische ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen der so genannten „Freikarten-Affäre“ rund um das Konzert der Rolling Stones im Hamburger Stadtpark im Sommer 2017.  Nische, die im April vergangenen Jahres zur Nachfolgerin von Harald Rösler gewählt worden war, wurde wegen dieser Ermittlungen bislang von der zuständigen Finanzbehörde nicht ernannt.
In ihrer Erklärung verlas sie vor den Bezirksabgeordneten:  „Nach wie vor bin ich überzeugt, die gegen mich persönlich erhobenen Vorwürfe vollständig ausräumen zu können; ich trage mit allen mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Aufklärung bei. Allerdings dauert das gesamte Verfahren immer noch an und wird voraussichtlich auch noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Aus guten Gründen war ich von anderem ausgegangen.“
Die Finanzbehörde hat  nun Ralf Staack   mit der kommissarischen Bezirksamtsleitung  betraut. Staack ist aktuell stellvertretender Bezirksamtsleiter und Verwaltungsdezernent in Eimsbüttel. Finanz- und Bezirkssenator Dr. Andreas Dressel: „Wir haben die Erklärung von Yvonne Nische mit Bedauern und Respekt zur Kenntnis genommen. Mit der Abordnung des sehr erfahrenen und kompetenten Kollegen Ralf Staack ins Bezirksamt Nord sorgen wir dafür, dass die Handlungsfähigkeit des Bezirksamtes auf der Leitungsebene weiter sichergestellt wird.“ Nische bleibt übrigens Stellvertreterin des neuen kommissarischen Leiters und bleibt über dies Leiterin des Dezernats  3 (Soziales, Jugend und Gesundheit).
Nische zeigte sich beim Neujahrsempfang des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Gulfam Malik mit ernster Miene und mit wenig Verständnis für die lange Verfahrensdauer   durch die Staatsanwaltschaft. Die 53-Jährige  erfuhr aber, wie in den Wochen und Monaten zuvor auch, viel Zuspruch von den Gästen   im „LaLi“.
In ihrer Erklärung hatte sie weiterhin verlesen: „Ich möchte vor allem vermeiden, dass dieser Zustand der Unklarheit dem Ansehen des Amtes, der Verwaltung und des Bezirkes schadet. Die Situation ist aber auch für meine Familie und mich sehr belastend.“ Nisches Rückzug  kam übrigens auch für Gulfam Malik so überraschend, dass er es nicht mehr rechtzeitig  schaffte, Ralf Staack als neuen kommissarischen Leiter des Bezirksamts Hamburg-Nord zum Neujahrsempfang einzuladen.
Der Vorsitzende der FDP Hamburg-Nord, Robert Bläsing, nutzt Nisches Rücktritt reflexartig für den Bezirkswahlkampf:  „Die rot-grüne Bezirkskoalition steht nun am Ende der Wahlperiode mit ihrem glücklosen Wirken und einer Kette von kleineren und größeren Merkwürdigkeiten vor den Trümmern ihrer Politik.“ Die FDP fordert, dass die im Mai zu wählende Bezirksversammlung die Wahl einer neuen Bezirksamtsleitung vornehme. Petra Wichmann-Reiß, im vergangenen April deutlich gegen Nische unterlegen, erklärte sich für eine erneute Kandidatur bereit.

 

Deutsche Meister gefunden

23. Januar

Fast 3 000 Tischkickerfans tummelten sich im Terminal Tango. Foto: meg

Langenhorn/ Fuhlsbüttel (meg) Drei Tage lang stand das Terminal Tango am Hamburg Airport Helmut Schmidt ganz im Zeichen des Tischfußballs. Erst wurden gleich zwei Weltrekorde aufgestellt,  und anschließend lieferte sich die Tischkickerelite heiße Matches bei den vom Deutschen Tischfußballbund (DTFB) ausgerichteten Deutschen Meisterschaft im Einzel, Doppel und Mixed.
„Wir sind zum ersten Mal nach Hamburg gekommen, weil die Hansestadt eine Hochburg in Sachen Tischfußball ist“, berichtet der DTFB-Vorsitzende Klaus Gottesleben (56). 430 Teilnehmer hatten sich für die verschiedenen Senioren- und Juniorenaltersklassen bei den Deutschen Meisterschaften angemeldet. „Die haben sich über unsere 13 Landesverbände qualifiziert. Tischfußball erlebt in Deutschland einen echten Boom. Wir haben 365 Vereine mit 8 000 Mitgliedern. Deutscher Meister ist aktuell Hannover 96. Die haben letztes Jahr im Finale Eintracht Frankfurt geschlagen. Ähnlich sieht das auch in Holland, Belgien und Luxemburg aus. Bei uns in der Tischkicker-Bundesliga trainieren die Top-Spieler drei Stunden am Tag. Zu wichtigen Partien werden auch schon mal Spieler aus dem Ausland eingeflogen“, verdeutlicht Gottesleben den Stellenwert der Sportart.
An 150 Tischen wurde im Terminal Tango gespielt. Seit vielen Jahren mit dabei ist auch der Berliner Axel Jager (63, ART Stalker Berlin), der vor über vier Jahrzehnten zum Kickern gekommen ist: „Ich war schon mal Vizeweltmeister und WM-Dritter. Beim Kickern werden die Nerven bis aufs Äußerste strapaziert. Es geht teilweise sehr dramatisch zu. Das gefällt mir.“ Ganz aus Baden-Württemberg vom TSV Schmiden war das Duo Imke Queitsch/Katharina Wunderlich angereist. „Wir spielen mit unserem Klub in der 1. Damen-Bundesliga. Hauptsächlich geht es uns aber um den Spaß. Man will sich in jeder Partie aber auch verbessern und versucht über sich hinauszuwachsen. Wir spielen jetzt schon zehn Jahre zusammen und haben ein unheimliches Vertrauensverhältnis entwickelt. Das ist am Tisch ganz wichtig, dass man sich auf den anderen verlassen kann“, erzählt Katharina Wunderlich (34). Fast ein Heimspiel war die DM in Hamburg für Anne Dworatzek (29, vereinslos) aus Lübeck: „Früher, als ich noch in Greifswald gewohnt habe, bin ich fürs Kickern immer quer durch die Republik gereist. Jetzt war es knapp über eine Stunde. Kickern ist ein sehr fairer Sport. Das gefällt mir. Man tritt nicht in körperliche Konkurrenz.“
Am Freitag vor der DM wurden an gleicher Stelle gleich zwei Weltrekorde aufgestellt. Zum einen fand dort mit 2 250 Teilnehmern (alte Marke 1926) das von der Firma Silpion ausgerichtete größte Kickerturnier der Welt statt. Zum anderen hat Jené Halabi von HAKITU (Hamburger Kickerturniere) mit 394 Teilnehmern das größte Schulkickerturnier der Welt auf die Beine gestellt.

 

Giants im Viertelfinale

23. Januar

Langenhorn/ Fuhlsbüttel (meg) Während der Spielbetrieb in der 3. Liga Nord für die Handballerinnen vom SC Alstertal-Langenhorn noch ruht, musste das Team von Trainer Olaf Schimpf aber bereits im Hamburger Pokal wieder ran.
Ohne große Probleme setzten sich die Giants beim TSV Ellerbek II mit 29:16 (22:8) durch und stehen somit im Viertelfinale. Einen Tag zuvor hatte SCALA ein Testspiel gegen den TSV Altenholz klar und deutlich mit 33:14 gewonnen. Der Aufsteiger scheint also gut gerüstet zu sein für die Rückrunde in der 3. Liga Nord.

 

SCALA liefert nächsten Krimi

23. Januar

Langenhorn (meg) Das neue Jahr ist bislang nichts für schwache Nerven für alle Volleyballfans vom SC Alstertal-Langenhorn. Nach dem 3:2 vor 14 Tagen in der 3. Liga Nord zu Hause gegen den Eimsbütteler TV lieferten sich die SCALA-Damen nun den nächsten Fight in der Sporthalle Tangstedter Landstraße.  Diesmal rang man den direkten Tabellennachbarn SV Brauns bedra (7.) in fünf Sätzen mit 3:2 (25:23, 25:19, 18:25, 22:25, 15:10) nieder und behielt immerhin zwei Zähler in Hamburg. Mit elf Punkten auf dem Konto bleibt das Team vom Trainergespann Carlos Santos/Julius Milo aber vorerst auf Platz acht. Den Rückstand auf Braunsbedra konnte SCALA nunmehr auf zwei Punkte verringern.
Der Heimspieldreierpack wird am kommenden Sonnabend (26. Januar, 19 Uhr, Sporthalle Tangstedter Landstraße 300) beendet, wenn Schlusslicht SC Potsdam II (6 Punkte) nach Langenhorn kommt.

 

Wie einst Helmut Schmidt: Sigmar

23. Januar

Langenhorn (blb) So viele Besucher hat der interkulturelle und interreligiöse  Neujahrsempfang des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Gulfam Malik noch nicht gesehen. Bei der 12. Auflage, die erstmals im „LaLi“ stattfand, war an der Tangstedter Landstraße keine Parkbucht mehr frei.  Über 400 Besucher drängten sich im Veranstaltungsraum, angezogen  vom prominenten Gast: Ex Vize-Kanzler  sowie  Ex-Wirtschafts- und Finanzminister Sigmar Gabriel hatte eigens aus seiner Heimatstadt Goslar den Weg nach Langenhorn gefunden – in den mit 46 000 Einwohnern nur wenig kleineren Hamburger Stadtteil im Bezirk Nord   als die alte Reichs- und Hansestadt Goslar (51 000), wie Gastgeber Malik fleißig recherchiert hatte und damit Gabriel ein Schmunzeln abnötigte.
 Ebenso dabei: Zahlreiche Vertreter aus Vereinen, Kirchen und Institutionen, der ehemalige Bezirksamtsleiter Wolfgang Kopitzsch und die am Donnerstag zuvor zurückgetretene Yvonne Nische, die gewählte, wegen der „Rolling-Stones-Affäre“ aber noch nicht eingesetzte Nachfolgerin von Harald Rösler als Leiterin des Bezirksamts (Seite 3).
Sigmar Gabriel kennt den Stadtteil natürlich bestens, wurde er doch immer wieder  als Gesprächsgast zu Alt-Kanzler Helmut Schmidt  in den Neuberger Weg bestellt. In dessen Sinne und angesichts des bevorstehenden Brexits erinnerte Gabriel daran, dass Schmidt immer für ein selbstbewusstes und starkes Deutschland im Rahmen der europäischen Gemeinschaft geworben hatte. Im Jahr der Europawahl sieht Gabriel eine reale Gefahr für den Fortbestand der EU im bisherigen Rahmen. „Das Problem am Brexit sind nicht alleine die wirtschaftlichen Folgen, sondern, dass die Welt dies als Schwäche Europas sehen würde“, mahnte Gabriel. Die Frage sei, ob Europa in der Welt der Trumps, Putins und Erdogans  Spieler oder nur noch Schachfigur sei.
Allgemein mit Blick auf die immer respektloser geführten Debatten sowohl in Medien als auch in Internet-Foren empfahl Gabriel, den Blick auf die große Mehrheit der „normalen“ Menschen zu richten und „nicht auf die 10 bis 15 Prozent Spinner“ und dabei weniger  über das Gestern und Heute, sondern vielmehr über das Morgen zu reden.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende der Hamburgischen Bürgerschaft Dirk Kienscherf, mittlerweile Stammgast in Langenhorn, bat eindringlich um die Teilnahme an der Europawahl am 26. Mai, die in Hamburg passenderweise mit der Bezirkswahl zusammenfällt.
Kienscherf brach eine Lanze für Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher, ein politisches Kind des Bezirks Nord. Er habe wie Vorgänger Olaf Scholz gute Ideen und könne zusätzlich noch gut zuhören.

V. li. SPD-Fraktionschef der Hamburgischen Bürgerschaft Dirk Kienscherf, Ex Vize-Kanzler Sigmar Gabriel und Gastgeber Gulfam Malik im vollen Saal des „LaLi“ in Langenhorn. Foto: blb 
 

 

10 Jahre Flughafen-S-Bahn:

17. Dezember

Fuhlsbüttel (pmi) Die S-Bahn-Anbindung zum Flughafen ist in Hamburg nicht mehr wegzudenken. Genau heute, am 11. Dezember 2018 fahren die roten Züge seit 10 Jahren in 25 Minuten direkt vom Hauptbahnhof zum Hamburg Airport. Die Fahrgastzahlen sind in dieser Zeit um 88 Prozent gestiegen.
Im Jahr 2009 haben bereits 4,1 Millionen Fahrgäste die S-Bahn zum Hamburg Airport genutzt, im Jahr 2018 werden es etwa 7,7 Millionen Fahrgäste sein. Insgesamt waren 60 Millionen Fahrgäste in der letzten Dekade auf der Strecke unterwegs.
Anlässlich des Geburtstags setzt die S-Bahn Hamburg einen eigens gestalteten Zug als rollenden Reiseführer im Streckennetz ein, insbesondere auf der Linie S1. An Hand von Bildern und Geschichten wird die Linie der S1 dargestellt, mit dem Namensgeber des Flughafens, Helmut Schmidt, an der Zugspitze über die Hafenatmosphäre an den Landungsbrücken bis hin zu den Wasservögeln in Wedel.
Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg: „Die Flughafen-S-Bahn ist ein voller Erfolg, die alle Erwartungen übertroffen hat. Bis zu 25.000 Fahrgäste nutzen täglich die Verbindung, das sind fast doppelt so viele wie vor Eröffnung der Strecke prognostiziert.“
Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: „Die S-Bahn-Verbindung ist das Herzstück zur Erreichbarkeit des Flughafens. Die Zahlen spiegeln den Erfolg wider: Knapp 30 Prozent unserer Passagiere nutzen die komfortable S-Bahn-Verbindung inzwischen für ihre Reise zum Flughafen, von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind es rund 25 Prozent. Ich bin mir sicher, dass die Verbindung auch weiterhin so gut angenommen wird.“
Die drei Kilometer lange S-Bahn-Strecke zwischen Ohlsdorf und Hamburg Airport wurde ab November 2008 im Probebetrieb befahren. Die Premierenfahrt fand am 11. Dezember 2008 statt, am 12. Dezember wurde der reguläre Fahrbetrieb aufgenommen.

Foto: Michael Penner / FHG

 

Shantys von der Seefahrt

05. Dezember

Der Altländer Shanty-Chor ist an diesem Freitag in der Broder-Hinrick-Kirche zu Gast. Foto: pmi

Langenhorn (blb) Der Altländer Shanty-Chor ist am Freitag, 7. Dezember,  ab 19.30 Uhr zu Gast in der Broder-Hinrick-Kirche in Langenhorn, Tangstedter Landstraße 220. Unter der musikalischen Leitung von Michael Bunge erklingen Shantys, Lieder von der Seefahrt und  Weihnachten. Karten  für 10 Euro gibt es noch im Büro der Fritz-Schumacher-Siedlung, Tangstedter Landstraße 223 a, Montag bis Donnerstag von 9 bis 12  Uhr, im Büro Broder-Hinrick Kirche, Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 12.30 Uhr sowie bei „Blumen – Die Bindestelle“, Tangstedter Landstraße 463, Blumen Engebrecht, Tangstedter Landstraße 252, Bücherstube am Krohnstieg, Tangstedter Landstraße 49 – 51 (Eingang am Krohnstieg) und Tabak & Zeitschriften Christine Schwebe, Foorthkamp 61.

 

Reiner Lehberger „Die Schmidts“

05. Dezember

Foto: pmi

Langenhorn (rug) 68 Jahre waren die Schmidts verheiratet, 81 Jahre kannten sie sich. Helmut und Loki waren ein einzigartiges Paar – für viele fast ein Mythos. Ihre Verbundenheit überstand den Zweiten Weltkrieg und die darauf folgende Mittellosigkeit, den frühen Tod des ersten Kindes, den Terror der RAF und die politische Karriere des Ehemanns. Fast das gesamte 20. Jahrhundert haben die Schmidts gemeinsam erlebt. Sie hielten in Krisenzeiten zusammen – und stellten sich den äußeren Herausforderungen ebenso wie jenen, die nur ihre Ehe betraf.
Zum 100. Geburtstag von Helmut und Loki Schmidt erfolgt nun erstmals ein vertiefender Blick auf die innere Dynamik dieser einmaligen Beziehung, die die Menschen bis heute fasziniert. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 5. Dezember, ab 19 Uhr im  Bürgerhaus Langenhorn, Tangstedter Landstraße 41, 22415 Hamburg. Eintritt: frei
Zum Autor: Reiner Lehberger, 1948 in Bochum geboren, ist Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg und Mitbegründer des Hamburger Schulmuseums sowie pädagogischer Leiter des Bildungsprogramms der Zeit-Stiftung.
Im Verlag Hoffmann und Campe erschienen von ihm bereits „Loki Schmidt. Die Biographie“ (2014) sowie mit Loki Schmidt „Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt“ (2010) und „Ein Leben für die Schule“ (2005). Das Buch: Reiner Lehberger, „Die Schmidts“, 352 Seiten, gebunden, 24 Euro. ISBN: 978-3-455-00436-6

 

Zwei Verletzte bei Unfall auf

05. Dezember

Foto: pmi

Fuhlsbüttel (blb) Am Montagmorgen wurde die Feuerwehr Hamburg in die Hummelsbütteler Landstraße gerufen. Hier waren aus bislang ungeklärter Ursache ein
16-Tonnen-Lastkraftwagen und ein Pkw frontal zusammengestoßen. In dem Pkw fanden die Einsatzkräfte zwei Verletzte vor, die in ihrem Wagen eingeklemmt waren und befreiten sie mit hydraulischem Rettungsgerät. Nach erster Versorgung durch Notfallsanitäter und Notarzt der Feuerwehr wurden beide Männer mit so genanntem Hochrasanztrauma in Krankenhäuser befördert. Der Lkw-Fahrer und eine Augenzeugin blieben  unverletzt, wurden aber durch Notfallsanitäter betreut.
Der Einsatz dauerte über eine Stunde. Die Unfallursache  wird jetzt von der Polizei ermittelt.

Wieder „falsche  Polizisten“ unterwegs
Langenhorn (pmi) Am Sonntag klingelten im Gehlengraben drei Unbekannte  an der Tür eines 54-Jährigen und gaben sih als Polizisten aus. Die drei  erschienen nicht in Uniform. Sie betraten die Wohnung unter dem Vorwand, nach Falschgeld suchen zu wollen und forderten den Geschädigten auf, ihnen sein Geld zu zeigen. Dies tat der Geschädigte auch und holte aus einem Aktenkoffer eine Brieftasche mit einem fünfstelligen Euro-Betrag heraus. Nachdem die unbekannten Täter das Geld gesehen hatten, entfernten sich die unbekannten Täter wieder. Der Geschädigte stellte später das Fehlen des Geldes fest. Das zuständige Landeskriminalamt übernahm die weitere Sachbearbeitung.

 

Hamburg feiert Helmut Schmidts

05. Dezember

Zum 100. Geburtstag erscheint diese Sonderbriefmarke. Foto: Gestaltung Postwertzeichen: Frank Fienbork, Utting   am Ammersee

Hamburg (blb) Mit einem Festakt im Hamburger Rathaus wird am Freitag das Startsignal für die öffentlichen Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Helmut Schmidt gegeben. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher eröffnet   mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Peer Steinbrück die Fotoausstellung „100 Jahre in 100 Bildern“ und Bundesfinanzminister Olaf Scholz präsentiert eine Sonderbriefmarke zu Ehren Helmut Schmidts, die ab dem 18. Dezember ausgegeben wird.
Die Fotoausstellung zeigt neue Blickwinkel auf  das Leben des Langenhorners, das nahezu ein Jahrhundert deutsche und internationale Zeitgeschichte umfasst. In Text und Bild präsentieren die Ausstellungsmacher das Lebenswerk Helmut Schmidts, stellen Themen vor, die den Staatsmann bewegten, präsentieren ihn mit allen ‚Ecken und Kanten‘ und erzählen von seiner Ehefrau Loki, ebenfalls Ehrenbürgerin der Stadt.
Zu sehen ist die Doppelausstellung  bis zum 31. März 2019 im Helmut-Schmidt-Forum, Kattrepel 10, wo auch die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung ihren Hauptsitz hat. Zum anderen sind zehn markante Motive bis 28. Dezember 2018 in der Diele des Hamburger Rathauses ausgestellt. Die Ausstellung ist  täglich  zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen: von 7 bis 19 Uhr, Sonnabend 10 bis 17 Uhr und Sonntag 10 bis 16 Uhr. Die Rathausdiele ist an Feiertagen und bei besonderen Ereignissen geschlossen. Der Eintritt ist frei.
Das Sonderpostwertzeichen zu 70 Cent ist ab dem
Erstausgabetag 18. Dezember 2018 in allen Postfilialen zu haben. Am Sonntag,  23. Dezember, dem Tag, an dem Helmut Schmidt seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, richtet die Deutsche Post unter der Schirmherrschaft von Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit im Hamburger Rathaus ein Sonderpostamt ein. Nur an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr wird die neue Helmut Schmidt-Briefmarke mit einem Sonderstempel zum 100. Geburtstag versehen. Ebenfalls am eigentlichen Geburtstagsdatum findet um 12 Uhr im Michel eine Mittagsandacht statt, um den Hamburger Ehrenbürger und Menschen Helmut Schmidt zu würdigen.