Von Norderstedt bis Duvenstedt

Der MARKT EXTRA 

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Pferdesteuer in Tangstedt vertagt

05. Dezember: 

Tangstedt (dpa/cbl)  Die umstrittene Pferdesteuer in der Gemeinde Tangstedt ist vorerst vom Tisch. Die Gemeindevertretung folgte am Mittwochabend einem Antrag von Bürgermeister Norman Hübener (SPD) mit 13 zu 6 Stimmen, die Abstimmung über die Einführung der Abgabe von der Tagesordnung zu nehmen. Hübener begründete seinen Vorstoß damit, die Rechtmäßigkeit der Steuer müsse zunächst noch geprüft werden. Tangstedt wäre die erste Gemeinde in Schleswig-Holstein, die eine Pferdesteuer einführen würde. Bundesweit erheben bisher lediglich drei hessische Orte eine Steuer für die Vierbeiner. In Tangstedt hatte der Finanzausschuss mit 4:3 Stimmen die Einführung der Steuer in Höhe von 150 Euro pro Pferd im Jahr empfohlen.
  700 Bürger waren am Mittwochabend in die Turnhalle  in der Schulstraße gekommen, um die vermeintlich entscheidende Abstimmung zu verfolgen. Zuvor hatten sie vor der Halle protestiert. Nach knapp 15  Minuten war der Spuk dann unter großem Medieninteresse aber schon wieder vorbei.
Bürgermeister Hübener erhielt die Mehrheit für seinen Antrag, das Thema von der Tagesordnung zu nehmen,  durch die Stimmen von BGT (6 Sitze in der Gemeindevertretung) und FDP (3). Aus seiner eigenen Fraktion, der SPD (5), stimmten ebenfalls alle bis auf einen  für den Antrag. Die CDU (5), die wie die FDP gegen die Abgabe  war,  wollte weiter über die Pferdesteuer abstimmen lassen. Die Gemeindevertretung will nun in ihrer Sitzung am 14. Dezember ein juristisches Gutachten in Auftrag geben, das  die Erhebung einer Pferdesteuer rechtlich absichern soll.
Dass die umstrittene Abgabe nun vorerst vertagt ist, wird vor allem für den Vorsitzenden des Finanzausschusses Christoph Haesler (SPD), zum Problem, denn er muss für 2017 ein Minus von 1,4  Millionen Euro in der Gemeindekasse ausgleichen. Im Gespräch sind nun dem Vernehmen nach eine mögliche Erhöhung der Kita-Gebühren, der Grund- und Erwerbssteuer sowie langfristig ein Ausstieg aus dem Pachtvertrag mit der Firma Eggers über die Nutzung der Gemeinde des beliebten Badesees „Costa Kiesa“.
 Desweiteren müssen dringende Arbeiten in der Gemeinde wohl aufgeschoben werden – wie die Reparatur des maroden Schuldachs sowie die Sanierung der Wulksfelder Schleuse.

Bürgermeister Hübener setzte die Entscheidung über eine Pferdesteuer vorerst ab. Foto: cbl

Ehrennadel für Renate Krohn

05. Dezember

Renate Krohn (li.) erhielt die Auszeichnung in Kiel. Foto: pmi

Norderstedt (blb) Renate Krohn wurde in der Kieler Landesbibliothek  von Sozialministerin Kristin Alheit für ihr langjähriges Engagement für Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. mit der Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet.
Neben ihrem unermüdlichen Einsatz, Familien vor den folgenschweren Unfällen von Verbrennungen und Verbrühungen zu schützen,  verhalf sie  insbesondere dem Projekt „Tag des brandverletzten Kindes“ – ausgezeichnet als „Ausgewählter Ort 2011“  im Land der Ideen“  zu großem Erfolg.
„Heiße Gefahren für Kinder!“ – unter diesem Motto steht der diesjährige „Tag des brandverletzten Kindes“ am  7. Dezember. Mehr als 60 Partner machen  mit ihren Aktionen auf Gefahren durch Feuer und heiße Flüssigkeiten aufmerksam und zeigen, wie man Kinder schützen kann.

 

Starter-Paket für tolles

05. Dezember

v.l. Klaus Rienecker (Referent der Sportjugend Schleswig-Holstein), Carsten Schittkowski (Vorstandsvorsitzender SV Henstedt-Ulzburg), Stefanie Teske (Kreissportverband Bad Segeberg), Silke Flath (Abteilungsleiterin Turnen) Foto: pmi

Henstedt-Ulzburg (blb) Die Sportjugend Schleswig-Holstein und die Schleswig-Holstein Netz AG überreichten dem SV Henstedt-Ulzburg im Rahmen des Vereins-Hauptausschusses ein Starter-Paket, um den Sportclub für dessen außerordentliches Engagement zugunsten sozial benachteiligter Kinder auszuzeichnen. Auch der Kreissportverband Segeberg war bei der Verleihung vertreten, um den Einsatz des Vereins zu würdigen.
Die Starter-Pakete werden von der Sportjugend Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Schleswig-Holstein Netz AG an Initiativen gegen Zugangshürden im Sport verliehen. Sie sollen es den Sportvereinen ermöglichen, ihre Initiative zu starten oder durch einen neuen Förderaspekt zu erweitern. Gerade  bei der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern in den organisierten Sport, stellen die Starter-Pakete eine hilfreiche Unterstützung dar. Sie bestehen aus einem zweckgebundenen finanziellen Zuschuss, Sportmaterialien, einem Beratungsangebot und Fortbildungsgutscheinen im Gesamtwert von 450 Euro. „Die Starter-Pakete sollen Unterstützung und Ansporn für die an der Initiative mitwirkenden Personen sein, um dieses großartige soziale Engagement fortzuführen und weiter durchzustarten“, hob Klaus Rienecker, Referent der Sportjugend SchleswigHolstein, den zusätzlichen Wert der Pakete hervor.
Der SV Henstedt-Ulzburg gehört zu den Vereinen, die sich auf besondere Art und Weise zugunsten sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher engagieren. Beim SVHU möchte man allen interessierten jungen Menschen die Teilnahme am aktiven Vereinsleben ermöglichen und ihnen sportliche Erlebnisse bieten. Dabei ist es unerheblich, welche geistigen oder körperlichen Handicaps die Kinder mitbringen, aus welchem sozialen oder kulturellen Umfeld sie kommen und unter welchen finanziellen Voraussetzungen ihre Familien leben.
 Die langfristige Zielsetzung des Vereins ist es, möglichst viele Kinder für ein aktives Vereinsleben im SV Henstedt-Ulzburg zu begeistern.
Insbesondere die in der Umgebung aufgenommenen Flüchtlinge und Asylbewerber möchte man tatkräftig unterstützen und ihnen, über den gemeinsamen Sport, bei der Integration in die Gesellschaft unkompliziert helfen.

 

Leistungsdruck beginnt

05. Dezember

Nikolaus Kahlke ist Leitender Chefarzt des Psychiatrischen Zentrums. Foto: blb

Norderstedt (blb) Die psychiatrische Tagesklinik in Norderstedt bietet seit 1. November eine spezielle Therapie  für so genannte Adoleszente (junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25   Jahren) an, die Schwierigkeiten haben, ins Erwachsenenleben zu gelangen.
Als Grund sieht  Alexandra Mohr, Diplom-Psychologin und therapeutische Leiterin, den wachsenden Leistungsdruck auf Kinder und Jugendliche, der häufig schon in der Kita anfängt. Dieser Druck werde zum Teil durch Eltern aufgebaut, teilweise aber auch durch Medien erzeugt.  „Jugendliche haben eine wachsende Vielfalt an Möglichkeiten, die sie überfordern, damit umzugehen. Die Folge sind Depressionen oder Angststörungen, manche mögen, unter anderm auch durch Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz, nicht mehr aus dem Haus gehen“, sagt Melanie Gromoll, Oberärztin der psychiatrischen Institutsambulanz an der Tagesklinik Norderstedt, die vom Landesverein Innere Mission betrieben wird.
Für das neue Behandlungsangebot, an dem aktuell neun Patienten teilnehmen, stehen 15 Therapieplätze zur Verfügung. Vor allem in Gesprächen werden die Patienten hier täglich über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Wochen begleitet, um ihnen wieder mehr Stabilität für den Alltag zu vermitteln.
„Wir haben  in der Arbeit an der Erwachsenenklinik festgestellt, dass immer mehr Menschen Schwierigkeiten haben, ins Erwachsenenleben zu kommen“, sagt Nikolas Kahlke, Leitender Chefarzt des Psychiatrischen Zentrums, zu dem das Krankenhaus in Rickling sowie die Tageskliniken in Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Norderstedt gehören.
Vorgesehen ist im Rahmen dieses neuen Angebots auch eine enge Kooperation mit der im gleichen Haus befindlichen Tagesklinik  für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Regio-Kliniken Elmshorn. In diesem Zusammenhang sind auch ambulante Angebote für Angehörige in Planung.
Das Therapieprogramm ist aufgebaut wie in einer Akutklinik. Wichtiger Vorteil gegegenüber der stationären Behandlung ist, dass die Patienten den täglichen Kontakt zum häuslichen und sozialen Umfeld nicht verlieren. Die Tagesklinik ist von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Den Rest des Tages und die Wochenenden verbringen die Patienten zu Hause.

 

Yamaha Music School spendet

05. Dezember

Chiara (10, vorne) freut sich über die  500 Euro für ihr Kinderdorf, Birte und Stephan Preussner von der Yamaha Music School freuen sich, das ihre Hilfe so gut ankommt. Foto: pmi

Norderstedt (pmi) Als Chiara (10) gefragt wurde ob sie Lust hätte, in der Yamaha Music School eine Spende für „ihr“ SOS-Kinderdorf entgegenzunehmen, wusste sie schon, was da auf sie zukam, denn die anderen Kinder des Dorfes hatten sie gleich aufgeklärt: „Da waren wir auch schon mal!“ Manfred Thurau, Diplom-Sozialpädagoge des Kinderdorfes, nimmt nämlich jedes Mal andere Kinder mit, um die jährliche Weihnachtsspende von Birte und Stephan Preussner, die die Yamaha Music School führen, entgegenzunehmen. „Das hat jetzt definitiv Tradition, seit sieben Jahren werden wir regelmäßig von der YMS unterstützt“, so Thurau, der sich über die Verbindlichkeit der Preussners ersichtlich freut. „Das ist Sympathie, gute Nachbarschaft und natürlich auch ein Stück Planungssicherheit für unsere Arbeit“. Das kommende Jahr hält für das SOS-Kinderdorf nämlich ein paar wichtige Aufgaben bereit. Man möchte eine weitere Kinderdorffamilie aufbauen, und das neue Familienzentrum soll ebenso weiterentwickelt werden wie die tiergestützte Pädagogik. Daran denkt Chiara bei der Spendenübergabe aber weniger. Sie findet es einfach cool, mal so viel Geld in der Hand zu haben. Und die Preussners freuen sich, mit ihrer Yamaha Music School für das SOS-Kinderdorf da zu sein. „Wir konnten uns in den letzten Jahren wirklich ein Bild davon machen, wie dort gearbeitet wird und die Kinder sich entwickeln“, so Birte Preussner. „Wir wissen unsere Unterstützung dort in sehr guten Händen“.

 

Berbig will nach Kiel

05. Dezember

Miro Berbig kandidiert bei der Landtagswahl. Foto: pmi

Norderstedt (blb) Der Fraktionsvorsitzende der Linken in der Norderstedter Stadtvertretung Miro Berbig bewirbt sich um einen Sitz im schleswig-holsteinischen Landtag in Kiel. Bei der Landtagswahl am 7. Mai kommenden Jahres tritt Berbig für den Wahlkreis Norderstedt  an und wurde beim Landesparteitag seiner Partei in Neumünster mit 85 Prozent  der Stimmen gewählt. Holger Weihe aus Henstedt-Ulzburg und Danny Blechschmitt aus Kaltenkirchen komplettieren das Trio für die Wahlkreise Segeberg-West und Segeberg-Ost. „Damit haben wir ein politik- und wahlkampferfahrenes Team zusammen gestellt“, erklärt Berbig, der nun zum dritten Mal versucht, die Norderstedter in Kiel zu vertreten. „Mit Holger Weihe aus der Kreistagsfraktion und Danny Blechschmitt aus der Stadtvertretung Kaltenkirchen haben wir kompetente Sozialpolitiker gewählt, die die Interessen der Menschen und nicht des Kapitals vertreten. Und Wahlkampf können die auch!“

 

 

 

Gute Plätze bei der Landtagswahl

05. Dezember

V. li. Dennys Bornhöft, Stephan Holowaty, Tobias Claßen – die drei Direktkandidaten der FDP im Kreis Segeberg. Foto: pmi

Henstedt-Ulzburg / Norderstedt (blb) Stephan Holowaty und Dennys Bornhöft treten auf aussichtsreichen Listenplätzen für die Landtagswahl 2017 an. Die beiden Direktkandidaten  wurden auf Platz 7 (Dennys Bornhöft, Segeberg-Ost) und Platz 9 (Stephan Holowaty, Segeberg-West) der Landesliste gewählt. Tobias Claßen als Direktkandidat aus Norderstedt erreichte Platz 19.
Die Segeberger Liberalen zeigen sich zufrieden mit der Landesliste und rechnen sich im besten Falle zwei Vertreter im nächsten Landtag  aus. Bornhöft ist nicht nur Direktkandidat im Wahlkreis Segeberg-Ost, sondern zudem auch Spitzenkandidat der Jungen Liberalen.
„Die letzte Umfrage vom Oktober sieht die FDP bei 12 Prozent  – das ist ein gutes Zeichen, dass die Menschen im Lande Wolfgang Kubicki und der FDP vertrauen“, so die Liberalen.
Inhaltlich setzt die FDP vor allem auf die Themen „Beste Bildung“, „Infrastruktur“ und „Innere Sicherheit“. „Hier gibt es enorm viel zu tun – von fehlenden Kita-Plätzen und katastrophaler Ausstattung der Schulen, über marode Straßen und Brücken sowie fehlenden Internet-Anschlüssen und öffentlichem WLAN bis hin zum allgegenwärtigen Thema ‚Einbruchdiebstähle‘“. Aber auch preiswerter Wohnraum, mehr Chancen für junge Unternehmen und der HSH Nordbank-Skandal wird das Land Schleswig-Holstein noch lange beschäftigen.

 

Was passiert mit dem

05. Dezember

Tobias Mährlein sitzt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Foto: pmi

Norderstedt (blb) Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die Stadtvertretung auf Initiative der FDP Haushaltsmittel für die Überplanung des Rathausplatzes bereitgestellt. Die Verwaltung hatte im Januar dieses Jahres dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr zugesagt, noch vor den Sommerferien mögliche Planungsvarianten mit einer Kostenschätzung vorzustellen.
„Jetzt kommen bald die Weihnachtsferien, aber die Verwaltung hat uns leider immer noch keinerlei Planungsvarianten vorgestellt“, stellt Tobias Mährlein, FDP-Vertreter im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr, enttäuscht fest. „Es muss jetzt aber dringend etwas passieren“, so Tobias Mährlein weiter, „die Unfallgefahren und die Beeinträchtigungen auf dem Rathausplatz für ältere oder gehbehinderte Mitbürger müssen dringend behoben werden.“ Die FDP hat daher die Verwaltung in der vergangenen Ausschusssitzung erneut gebeten, umgehend die angeforderten Planungsvarianten nebst Kostenkalkulationen vorzustellen.

 

 

 

Airport unterstützt

05. Dezember

Airport-Chef Michael Eggenschwiler  und Katja Neundoerfer (stellvertretende Leiterin Airport Office, links)  übergaben  Renate Krohn und  Jutta Adomat  von Paulinchen  e.V. den Scheck. Foto: pmi

Fuhlsbüttel (blb) Jedes Jahr vergessen die Passagiere am Hamburg Airport etliche Gegenstände. Die Fundstücke – ob Bücher, Handys oder Laptops – werden nach einer dreimonatigen Aufbewahrungsfrist öffentlich versteigert. Der Erlös der Versteigerungen wird traditionell für einen guten Zweck gespendet. Dieses Mal haben sich die Mitarbeiter des Airport Office am Flughafen Hamburg dafür ausgesprochen, den Erlös von 5 000 Euro an Paulinchen e.V. zu spenden.
 Seit 1993 berät und begleitet die in Norderstedt ansässige Initiative Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall.
Heute überreichte Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, den Scheck in Höhe von 5 000 Euro an Jutta Adomat und Renate Krohn von der Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

„Brandunfälle belasten betroffene Kinder und ihre Familien sehr, denn sie werden schlagartig aus der Normalität gerissen. Die Kinder bleiben möglicherweise lebenslang gezeichnet. Wir freuen uns sehr, dass es in unserer Nachbarschaft eine Initiative gibt, die den Betroffenen Halt gibt und ihnen hilft, bestmöglich mit der Situation umzugehen. Dabei möchten wir Paulinchen mit unserer Spende unterstützen“, so Michael Eggenschwiler.

 

Die Zukunft fährt nachhaltig

05. Dezember

v.l.n.r.: Jakob Richter, Metropolregion Hamburg, Prof. Dr. Dirk Vallée, RWTH Aachen University, Ministerpräsident Erwin Sellering, Wolfang Schmülling, Stv. Landrat. Foto: pmi

Hamburg (blb) Mobilität ist ein bedeutsamer Faktor für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Diese nachhaltig zu gestalten, ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Aus diesem Grund widmete sich die diesjährige Regionalkonferenz der Metropolregion Hamburg in Ludwigslust mit gut 350 Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dem Thema „Nachhaltige Mobilität“. Über 400 000 Menschen pendeln täglich in der Metropolregion Hamburg. Tendenz steigend ebenso wie die  Ansprüche an die Mobilitäts-Angebote: Gut erreichbar, miteinander verknüpft, klimaschonend, barrierefrei und mit Echtzeit-Fahrplandaten sind nur einige Stichworte.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den unterschiedlichen Herausforderungen im Ländlichen und Städtischen. In den Städten muss der Verkehr leiser und die Luft sauberer werden. Auf dem Land braucht es Lösungen für den Weg von den Bahnstationen nach Hause. Gemeinsam müssen Land und Stadt  Verkehrsengpässe im Stadtverkehr und durch das tägliche Einpendeln, auch mit Hilfe technologischer Entwicklungen  regeln.
Professor Dirk Vallée vom Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen University sagt: „Für eine nachhaltige Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur sind integrierte Planungen notwendig. Einzellösungen helfen uns nicht weiter, wir brauchen ganzheitliche Denkansätze und aufeinander abgestimmte Siedlungs- und Verkehrskonzepte, die sich nicht an administrativen Grenzen orientieren“. Die jährliche  Regionalkonferenz der Metropolregion Hamburg will neue Handlungsfelder aufzeigen, bestehende Kooperationen festigen sowie neue begründen.
So könnten  beispielsweise Elektrofahrräder mit guter Reichweite und gut ausgebaute  Fahrradwege  die Abhängigkeit vom  Auto genauso reduzieren wie gut ausgebaute Car-Sharing-Systeme. Als Zubringer zum ÖPNV und durch Integration in Mobilitäts-Apps können diese Angebote helfen, den Individualverkehr  zu reduzieren. Im Ländlichen Raum können autonom fahrende Zubringerdienste  helfen.
Auch Kommunen und Firmen sind hier zur Entwicklung von Konzepten aufgerufen, die ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten fördern. Dazu gehört es auch, beim Einsatz von Elektrofahrzeugen, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Ergänzend ist es wichtig, dass die Menschen durch gute Kommunikation auf die Veränderungen verständlich und motivierend vorbereitet werden.

 

Nikolaus und Meistertitel

05. Dezember

Der Nikolaus kam stilecht im Schlauchboot mit den Synchronschwimmerinnen der SG Wasserratten statt Rentieren bei dem jüngsten Nachwuchs des Norderstedter Schwimmvereins vorbei. Foto: mai

Norderstedt (mai) Bei den Schwimmern des SG Wasserratten war am Wochenende mächtig was los. Daheim besuchte der Nikolaus die Jüngsten, die Älteren waren mit den Auswahlteams unterwegs und die Masters- crew schwamm bei Deutschen Meisterschaften.
Kurzweilig und kindgerecht, so wie es sich gehört, war das Nikolausschwimmfest im Arriba Schul- und Vereinsschwimmbad. Rund 120 Kinder bestritten zumeist ihren ersten Wettkampf. In der großen Pause zwischen den Wettbewerben zeigten erst die Synchronschwimmerinnen ihr Können, dann kam der Nikolaus – stilecht in einem Schlauchboot.
Bei den Deutschen Masters-Meisterschaften in Hannover wurde die Veranstaltung von dem Tod eines Teilnehmers in der AK80 überschattet und anschließend abgebrochen. Bis dahin hatte die 84-jährige Jana Hämmer den Titel über 50m Freistil und zwei Vizemeisterschaften über 50m und 100m Schmetterling erschwommen.
Mit Lena Nölting (Jahrgang 07), Malte Rieger (04), Lasse Silligmüller und Jarne Louis Wenzel (03) waren gleich vier Wasserratten vom SHSV für die SHSV-Nachwuchs-Auswahlmannschaft für den 10-Ländervergleich der Nachwuchs-Auswahlmannschaften der Landesschwimmverbände Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein am in Berlin nominiert.
Mit dem Team Schleswig-Holstein wurden die Wasserratten Sechste, zwei Plätze besser als in den vergangenen Jahren.
Beim 22. Norddeutschen Jugendländervergleich regnete es persönliche Bestzeiten für die Wasserratten-Teilnehmer. Max Engeler, Maximilian Meyer, Alina Müller und Tom Seidewitz schwammen in die Top Ten, Meyer wurde einmal sogar Dritter. Mit dem Schleswig-Holsteiner Team gab es aber nur den siebten Platz.

 

HSG Nord/HU greift wieder ein

05. Dezember

Julian Lauenroth bei seinem Siegtreffer zum 31:30. Mit diesem Tor sorgte der Linkshänder dafür, dass die HSG Nord / HU weiterhin nur zwei Minuspunkte auf dem Konto hat. Foto: mai

Henstedt-Ulzburg (mai) Die HSG Nord/HU hat weiterhin nur zwei Minuspunkte in der 3. Handballliga Nord auf dem Konto und tritt an diesem Sonntag (17 Uhr) als Tabellenzweiter gegen den MTV Braunschweig an.
In der Partie am vergangenen Wochenende gegen den SC Magdeburg II hatte es 16 Sekunden vor Schluss 30:30 gestanden, als HSG-Trainer Dusko Bilanovic seine letzte Auszeit nahm. Einen letzten Spielzug sagte der Serbe an. Gesagt, getan. Der SVHU spielt nach Wiederanpfiff den Spielzug durch und plötzlich ist Rechtsaußen Julian Lauenroth völlig frei. Der kleine Linkshänder fliegt durch den Kreis und wirft den Ball unhaltbar für SCM-Keeper Max Mohs ins Tor. Magdeburg bekommt in den letzten vier Spielsekunden nichts mehr hin und der SVHU gewinnt 31:30.
„Das war ein echter Arbeitssieg. So hatte ich mir das nicht vorgestellt“, sagte Lauenroth kritisch nach der Jubelarie auf dem Parkett.  Nicht nur er. Auch Trainer Bilanovic war unzufrieden. „Heute bin ich nur mit den beiden Punkten zufrieden“, grantelte der Coach. Am Ende hatte sein Team die Tabellenführung verteidigt und erneut Charakter bewiesen. Für Magdeburg blieb, wie so oft in der Saison, nur das Kompliment weitaus besser aufgetreten zu sein, als es der Tabellenstand, das Team ist Vorletzter, vermuten lässt.
Am spielfreien Wochenende verlor die HSG ihre Tabellenführung an den TSV Altenholz, der ebenfalls 22:2 Punkte aber die deutlich bessere Torbilanz aufweist. Bereits vier Punkte zurück (18:6) liegt der HSV Hamburg.

 

Lassen Sie sich verzaubern

28. November

Pastor i. R. Joachim Tegtmeyer und Christa Heise-Batt. Foto: pmi

Norderstedt (rug) Zum letzten Mal in diesem Jahr geben uns unsere 1. Kulturpreisträgerin,   Christa Heise-Batt und   Pastor i. R. Joachim Tegtmeyer, am Freitag, dem 2. Dezember, um 19.30 Uhr bei freiem Eintritt, die Ehre und lesen für uns Geschichten unter der Überschrift: „Weihnachtszeit – Geschichten und Lieder von Geschenken, Kerzenschein und Zuhause sein“ auf Plattdeutsch und Hochdeutsch.
Mit ein paar Leckereien, Getränken und netten Gesprächen will das Team von Wulff & Sohn Sie schon einmal auf Weihnachten einstimmen und Sie aus dem Alltag entführen, bevor der Weihnachtsrummel so richtig losgeht.
Mit ihrem Motto „Schauen, Lauschen und Genießen“ wird Tina Benz wieder für Sie singen. Begleitet wird Sie von Hans-Peter Höller an der Gitarre. So ist mit diesem Duo auch für die musikalische Umrahmung gesorgt, die diesen heiteren und schönen Abend so richtig abrundet. Auch dieses Mal dürfen die beiden Sparschweine von denen, die mögen, gefüttert werden. Die Spenden gehen an die Uwe-Seeler-Stiftung.
Lassen Sie sich verzaubern und seien Sie Gast im Hause des Bestattungsinstitutes Wulff & Sohn an der Segeberger Chaussee 56 – 58 in Norderstedt.
Zur großen Freude des Ehepaares Wulff  waren die letzten Lesungen gut besucht, mit vielen bekannten, aber auch neuen Gesichtern. Wir bitten Sie daher, sich für diese Veranstaltung anzumelden. Entweder telefonisch unter 0 40/5 29 61 73 oder 0 40/53 90 85 90, gern aber auch per E-Mail: wulffundsohn(at)wtnet.de.
Das gesamte Team von Wulff & Sohn freut sich schon sehr, Sie wieder bei sich begrüßen zu dürfen.

 

Die Gläserne Bäckerei

28. November

V. li. Nora Fischer, Bäckergesellin, Bäckermeister   Tom Decker und Norbert Klemme, Leiter der Bäckerei. Foto: dem

Tangstedt  (dem) In der Gläsernen Bäckerei ist Backen echtes Handwerk. Wenn man einem echten Bäcker über die Schulter schauen darf, wird die Backstubenbesichtigung zum lehrreichen und informativen Ereignis. Seit 1999 steht Bäckermeister Norbert Klemme im Dienst der Gutsbäckerei des Gut Wulksfelde und backt bestes Bio-Brot aus hofeigenem Getreide. Besuchern bot sich kürzlich eine ideale Gelegenheit hinter die Kulissen des traditionellen Backhandwerkes zu schauen. Im Rahmen eines Erlebnisabends führte der Backstubenchef durch die neue gläserne Bäckerei und gewährte spannende Einblicke.
Zu Gunsten der Gäste verlegte das Bio-Bäckerteam, bestehend aus zwei Meistern und sieben Gesellen, seine Arbeitszeit vor, um auf anschauliche Weise zu demonstrieren wie beinahe jede Nacht 2 000 Brote und 1 500 Brötchen nach guter handwerklicher Tradition entstehen.
„Die Teigzubereitung ist der wichtigste Schritt. Wir lassen die Teige ruhen. Nach der Teigruhe werden die Backwaren von Hand aufbereitet. Danach erfolgt der Gärungsprozess. Abschließend werden die Backwaren entweder in Formen oder frei in den Ofen geschoben“, erklärt Norbert Klemme.
Der Verbraucher erfuhr Informatives aus dem Bereich Getreideverarbeitung unter anderem wie das Getreide gemahlen oder wo es gelagert wird. Es wurden Getränke gereicht und leckere Franzbrötchen serviert. Der Duft frischer Backwaren am Ort des Geschehens begeisterte und rief auch die Herausforderung ins Bewusstsein, die es täglich bedeutet, 25 verschiedene Brote und 20 verschiedene Brötchensorten zu produzieren. Das Gut Wulksfelde logiert am oberen Alsterlauf direkt vor den Toren Hamburgs und betreibt seit 1989 eine ökologische Landwirtschaft. „Zum Gut gehört ein moderner Hofladen, ein Lieferservice, Bäckerei und die Gutsküche“, sagt Norbert Klemme. Die Verarbeitung von Bio-Rohstoffen ist dem Bäckermeister besonders wichtig. Die wetterbedingt schwankenden Getreidequalitäten ohne künstliche Hilfsmittel, nur mit bäckerischem Handwerk auszugleichen, zeichnet einen guten Bäcker aus.
„Der Biobäcker muss im besonderem Maße mehr Gefühl für die Teigherstellung haben. Es gibt keine reinen Biobäcker. Die Umstellung von dem herkömmlichen Backhandwerk zur Biobäckerei muss erst verinnerlicht werden“, sagt der Backexperte, der alle Backrezepte für die Brot- und Brötchenteige selbst entwickelt hat.
 Der Bau der gläsernen Backstube vermittelt dem Kunden einen Blick in das Innenleben der Bäckerei. Der Maschinenpark ist einfach gehalten, da der eigentliche Schwerpunkt auf dem traditionellen Handwerk liegt. „Wir möchten die Arbeit unserer Bäcker für den Verbraucher offen legen, damit Sie das handwerkliche Backverfahren, durch die eingebauten Glasfenster aus nächster Nähe beobachten“, sagt Norbert Klemme.

 
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