Von Norderstedt bis Duvenstedt

Der MARKT EXTRA 

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Kein NS-Massengrab unter

16. Juli: 

Norderstedt (blb) Bei Grabungen  des Landesamtes für Archäologie auf einem Spielplatz an der Straße „Am Hochsitz“ in Norderstedt sind keine menschlichen Knochen gefunden worden. Damit konnten die Archäologen ein Massengrab aus der NS-Zeit ausschließen. Eine  Anwohnerin hatte sich bei der Stadt Norderstedt gemeldet und entsprechende Befürchtungen geäußert.  Warum die Anwohnerin  diese Vermutung genau jetzt äußerte, blieb im Dunkeln. Hintergrund ist, das Mitarbeiter der so genannten Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn damals hier in der Nähe gewohnt haben sollen. An dieser Stelle könnten also vor mehr als 70 Jahren Opfer des Euthanasie-Programms vergraben worden sein. Die Anwohnerin hatte angegeben, dass sie als Kind  auf dem Spielplatz gespielt hätte und  dort damals immer wieder Knochen gefunden worden wären – wohl gemerkt in den 60er-Jahren. Die Stadt hatte den Spielplatz nach der Eingabe der Frau gesperrt.
Ursprünglich, das hatte man im Norderstedter Rathaus und im Landesamt für Archäologie recherchiert, war auf der Fläche des heutigen Spieplatzes ein Teich angelegt. Unter anderem deshalb hielt Dr. Ulf Ickerodt, Leiter des Landesamtes,  es für unwahrscheinlich, dass er hier Knochen finden würde. Vorsichtshalber hatte er sich aber Verstärkung durch eine forensische Anthropologin  vom UKE geholt, die bei möglichen Funden Knochen als tierischen oder menschlichen Ursprungs identifizieren kann.  „Wir wollen die Massengrabtheorie  ausschließen und nehmen die Sorgen  ernst“, sagte Ickerodt.
Ein Bagger des Betriebsamtes hub einen Graben auf einer Länge von 10 Metern und einer Tiefe von zirka 1,50 Meter aus. Doch die Buddler fanden nichts – zur Erleichterung von Stadtpressesprecher Bernd-Olaf Struppek, der wegen der Brisanz  des Themas ein großes Presseaufgebot in der verschlafenen Siedlung aus Mehrfamilien- und Reihenhäusern, erbaut in den 60er-Jahren, zu bedienen hatte.
Nach zwei Stunden waren   „moderner Schrott“ (Porzellanteile, Löffel) und ein Tierknochen (wohl Schlachtabfall) in den Schichten aus Sand, Lehm und Humus aufgetaucht. „Wie erwartet“, sagte Ickerodt.
Auch die Anwohner zeigten sich überrascht über die plötzliche Massengrabtheorie. Niemand kennt die Hinweisgeberin. „Wir glauben nicht, dass da irgendetwas ist, der Spielplatz ist doch schon häufiger umgegraben worden“, sagt Hartmut Holtz in die Fernsehkameras.Spielplatz schnell
wieder öffnen
Nun, da der Spuk vorbei ist, will das Betriebsamt den Spielplatz schnellstmöglich wieder herstellen, spätestens ab Montag sollen Kinder hier wieder spielen können. Das war auch die größere Sorge der Anwohner, denn schließlich haben doch gerade die Ferien begonnen. 

UKE-Forensikerin Eilin Jopp van Well und Dr. Ulf Ickerodt vom Landesamt für Archäologie fanden auf dem Spielplatz keine Hinweise für ein Massengrab aus der NS-Zeit. Foto: blb 

Staatssekretär besucht

16. Juli

Das Foto zeigt v.l.n.r.: Frauke Harfmann, Heidi Colmorgen (Vorsitzende Willkommensteam Henstedt-Ulzburg) Halina Ahmad, Ramona Bücker (VHS), Staatssekretär Torsten Geerdts sowie drei der betreuten Kinder. Foto: pmi

Henstedt-Ulzburg (pmi/rug) Für einen Deutsch-Sprachkurs der Volkshochschule Henstedt-Ulzburg hatte sich mit Staatssekretär Torsten Geerdts kürzlich „hoher Besuch“ aus Kiel angekündigt. Der Grund: Dieser Kurs zählt zu den wenigen Einstiegssprachkursen in Deutschland, in denen parallel zum Unterricht eine Kinderbetreuung angeboten wird. Auch Eltern von kleinen Kindern haben dadurch die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse und damit ihre Integrationschancen zu verbessern.
Möglich wurde dies nicht nur durch eine finanzielle Unterstützung aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein, sondern auch durch die enge Zusammenarbeit zwischen der VHS, dem Willkommensteam Henstedt-Ulzburg und dem Träger des Jugendzentrums „Tonne“, der seine Räume für die Betreuung zur Verfügung stellte. „Ich freue mich sehr darüber, dass in unserer Gemeinde eine so fruchtbare Zusammenarbeit möglich ist“, erklärte VHS-Leiter Dr. Jochen Brems im Rahmen eines Vorab-Pressegesprächs. Eine beeindruckende Leistungsbilanz der Volkshochschulen legte Karsten Schneider, Direktor des Landesverbandes der Volkshochschulen in Kiel in Bezug auf das hier umgesetzte Projekt „STAFF“ (Starterpaket für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein) vor. So hätten in den letzten viereinhalb Jahren insgesamt etwa 14 500 Teilnehmer/-innen in 750 Kursen von diesem niedrigschwelligen Angebot profitieren können. Torsten
Geerdts betonte zunächst, dass für eine erfolgreiche Integration nicht nur entsprechende Sprachangebote, sondern vor allem auch Geduld nötig sei: „Wir selbst haben als Kinder und Jugendliche fast zwei Jahrzehnte Zeit, um uns mit al-len Regeln unserer Gesellschaft vertraut zu machen. Von den Geflüchteten wird oft erwartet, dass das nach ein oder zwei Jahren geleistet sein soll.“
Besonders wichtig war es Geerdts aber, mit den Teilnehmer/-innen selbst ins Ge-spräch zu kommen und sich ein eigenes Bild davon zu machen, ob mit den Landesmitteln das erreicht wird, was sich die Landespolitik davon verspricht. Bei Kaffee und Kuchen stellten sich zu seinem Erstaunen zunächst alle Teilnehmer/-innen auf Deutsch vor und berichteten über ihre Erfahrungen in der für sie zum Teil völlig fremden Kultur. Neben vielem Positiven, wie zum Beispiel  die Rechtssicherheit in Deutschland oder die gleichberechtigte Behandlung von Mann und Frau, gab es aber auch kritische Töne. So wurde unter anderem beklagt, dass für viele der Anwesenden der Aufenthaltsstatus immer noch unklar sei und es dadurch kaum möglich wäre, einen Platz in einem weiterführenden Integrationskurs zu bekommen. Dieser wiederum sei eine Voraussetzung dafür, um eine Arbeit aufnehmen zu können. Sehr gut gelöst erschien aber allen die Frage der Kinderbetreuung in diesem Kurs.

Zum Abschluss seines Termins besuchte Geerdts die Kinder in der „Tonne“ und traf dort auf die engagierten Kinderbetreuerinnen des Willkommensteams Henstedt-Ulzburg, Frauke Harfmann, Marion Niemietz und Halina Ahmad. „Was hier mit einfachen Mitteln und viel Engagement geleistet wird, verdient größten Respekt und Anerkennung“, lobte der Staatssekretär und versprach, sich ganz sicher für eine Weiterführung des Projektes einzusetzen.

 

5. Theaterprojekt „Hin & Weg“

16. Juli

Theater auf der Schiene geht in die fünfte Runde. Foto: pmi/AKN

Kaltenkirchen (blb) Theaterbegeisterte Fahrgäste der AKN und solche, die es werden wollen, sollten sich den Frühsommer 2019 vormerken: Das Theaterprojekt „Hin & Weg“ der AKN Eisenbahn GmbH (AKN) geht in die nunmehr fünfte Runde. Folgende Schulen sind dabei: das Alstergymnasium aus Henstedt-Ulzburg, die Holstenschule aus Neumünster und die Gottfried-Semper-Schule aus Barmstedt. Jede Schule bekommt eine Theaterpädagogin beziehungsweise einen Theaterpädagogen an die Seite gestellt, und so haben sich bei einer Besprechung  folgende Teams gefunden: Die Henstedt-Ulzburger arbeiten zusammen mit Timo Kocielnik, die Neumünsteraner mit Janina Blohm-Sievers und die Barmstedter mit Julia Hart. Die Proben starten Anfang 2019 und im Mai geht es dann endlich auf die Bretter beziehungsweise Schienen, die die Welt bedeuten. Die Aufführungen finden in AKN-Zügen statt. Alle Termine werden rechtzeitig auf der Homepage der AKN unter www.akn.de und auf Plakaten in den Zügen veröffentlicht.
Zu den Vorjahren gibt es eine Neuerung: Anders als in den vergangenen Jahren bearbeiten alle Gruppen das gleiche Thema. Die Schülerinnen und Schüler sind gefordert, etwas Kreatives rund um das Thema „Helden <-> Reisen“ auszuarbeiten. „Wir finden es besonders spannend zu sehen, welche unterschiedlichen Performances die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Theaterpädagogen entwickeln“, so Monika Busch, Marketingleiterin der AKN. Das Unternehmen ist gespannt auf die kreativen Ideen: „Wir freuen uns auf unterhaltsame Aufführungen.“
Das Projekt „Hin & Weg“ der AKN Eisenbahn GmbH (AKN) wird unterstützt vom Schauspielhaus Hamburg und vom Institut für Qualitätsentwicklung Schleswig-Holstein (IQSH). Es bietet den Schülerinnen und Schülern die einzigartige Möglichkeit, sich und andere in einem neuen Raum spielerisch zu erfahren. Die AKN bietet mit ihren Zügen die Plattform für die Performances

 

Blaue Schönheit vom Nil

16. Juli

Stolz und voller Freude präsentieren Urte Wurtzel und Dennis Engel die wunderschönen blauen Seerosen. Foto: Richard Bischoff

Ellerhoop (pmi/rug) Für die blauen Seerosen in der Norddeutschen Gartenschau waren die Lufttemperaturen der letzten Zeit von 25°C bis 30°C, dazu meist wolkenlos und sonnig mit Beleuchtungsstärken von 70 000 bis 100 000 Lux, im wahrsten Sinne des Wortes ein Geschenk des Himmels.
Derartige Bedingungen sind geradezu ideale Voraussetzungen für ein optimales Wachstum dieser beeindruckenden Pflanzen. An ihren Heimatstandorten in den subtropisch-tropischen Gebieten am Nil, in Asien, Südafrika, Mexiko und Australien sind solche Wetterbedingungen Normalität.
Mit unseren Wasser- und Bodentemperaturen sind die „verwöhnten“ tropischen Seerosen-Schönheiten, die gern „warme Füße“ haben, allerdings nicht zufrieden. Hier müssen die Gärtner der Norddeutschen Gartenschau nachhelfen. Eine thermostatgesteuerte Bodenheizung sorgt für die permanent benötigten 24°C bis 27°C.
Leider sind diese blauen Seerosen-Gäste extrem kälteempfindlich. Unsere kalte Jahreszeit mit Frösten würden sie nicht überleben. Da jedoch eine Überwinterung im Gewächshaus wegen des außerordentlich hohen Lichtbedarfs zu kostspielig ist, müssen die blauen Seerosen in jedem Frühsommer neu gesetzt werden. Die Jungpflanzen kommen mit dem Flugzeug aus Kalifornien oder aus den Anbaubetrieben im tropischen Asien.
Die „Seerosen-Kinder“ benötigen nicht nur eine gute Ernährung – ein nahrhaftes Sand-Lehmbrei-Gemisch bekommt ihnen bestens – sondern der Wasserpflanzen-Gärtner muss sie auch ganz langsam an die höheren Wasserstände unserer beheizten Schaubecken gewöhnen.
In dem weltweit über 500 Arten und Sorten umfassenden Seerosen-Sortiment stellen die wenigen Blaublütigen immer noch eine große Seltenheit dar.
Die Norddeutsche Gartenschau mit angeschlossener Gastronomie ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Eintritt: Erwachsene  9 Euro, Ermäßigt 7,50 Euro,  Kinder unter 16 Jahre frei.

 

Glück im Doppelpack

16. Juli

Das erste Zwillingspärchen in diesem Jahr: Mika und Pauline Foto: Paracelsus-Klinik

Henstedt-Ulzburg (rug) Auch in diesem Jahr freut sich die Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg über eine konstant hohe Geburtenrate. Aber eine Zwillingsgeburt ist immer noch etwas ganz besonderes.
Stolz hält die Mama ihr Glück in den Armen. Und das gleich im Doppelpack. Seit dem 28. Juni  ist sie stolze Mama von Mika und Pauline. Die beiden sind das erste Zwillingspärchen, das in diesem Jahr in der Paracelsus-Klinik zur Welt kam.
Das Mini-Duo machte sich um 11.07 Uhr auf den Weg die Welt zu erobern. Zuerst wurde der kleine Mika mit einem Geburtsgewicht von 2 440 Gramm und 46 Zentimetern geboren und nur eine Minute später folgte die kleine Pauline mit 2 410 Gramm und ebenfalls 46 Zentimetern.
„Wir sind total froh, dass unsere Babys gesund sind. Sowohl die Schwangerschaft, als auch die Geburt verliefen ohne Schwierigkeiten“, sagt die Mutter erleichtert. „In der Klinik sind alle super nett.“ Die frischgebackenen Eltern aus Langenhorn sind ganz angetan von der fast familiären Atmosphäre auf der Station. „Die Schwestern sind sehr freundlich und kümmern sich perfekt um uns“, so die junge Familie. Das gesamte Stationsteam freut sich mit ihnen, zumal Zwillinge in der Paracelsus-Klinik nicht alle Tage geboren werden.
Immer mehr werdende Mütter schätzen die ruhige Atmosphäre in der Geburtsabteilung. Seit Jahren steigende Zahlen bestätigen dies. Auch Dr. Merle Krohn, Leitende Oberärztin der Geburtshilfe, sieht den Grund hierfür in der individuellen Betreuung und Begleitung der Frauen. „Wir gehen sehr auf die Wünsche der werdenden Mütter ein und nehmen sie in ihren Bedürfnissen ernst“, bestätigt Krohn.
Am Sonnabend,  den 1. September, werden die Türen der Geburtshilfe der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg in der Zeit von 13 bis 17 Uhr wieder weit geöffnet. Hebammen, Kinderkrankenschwestern, Ärzte und Kinderärzte laden zum Tag der offenen Tür mit einem bunten und informativen Programm ein.

 

„Hat Wasser eine Haut?“

16. Juli

Magdalena Pluciennik und Uwe Amthor unterrichteten gemeinsam in der Schule in Kalisz. Foto: pmi

Kaltenkirchen (blb/pmi) Der Freundeskreis Kalisz Pomorski - Kaltenkirchen hat in der Partnerstadt ein Versprechen wahrgemacht, nämlich an einer Schule in Kalisz zu unterrichten. Auf Einladung der Kornel Makuszynski Schule hat Uwe Amthor an zwei Tagen naturwissenschaftlichen Unterricht in vier Klassen (zwei erste und jeweils eine zweite und dritte Klasse) gegeben.
Zusammen mit den jeweiligen Klassenlehrerinnen und der Deutschlehrerin Magdalena Pluciennik wurden mit den Kindern die Fragen experimentell beantwortet: „Weiß der Apfel wo Norden ist?“, „Hat Wasser eine Haut?“, „Kann man etwas sehen, was es gar nicht gibt?“, „Wer hat meine Münze versteckt?“, „Kann mein Stift gleichzeitig ganz und zerbrochen sein?“.
 Die Ergebnisse haben die polnischen Kinder genauso verblüfft wie die deutschen, die Amthor seit Jahren naturwissenschaftliche Denkweise in Kindergarten und Hort Kunterbunt einführt. Bei der Durchführung wurde Uwe Amthor von der Vorsitzenden des Vereins Renate Amthor aktiv unterstützt.
„Es hat uns allen, den Kindern und uns Erwachsenen, einen Riesenspaß gemacht, mit den Kindern mit einfachsten Mitteln wie Gläser, Wasser, Kaffeefilter, Stifte, Pfeffer, Spülmittel, Filzstifte, Getränkedosen, Nägel, Draht, Trinkhalme und Windeln physikalische und chemische Experimente zu machen und ihre Erklärungen für die Phänomene selbst finden zu lassen“, sagte Amthor.
Besonders habe ihn gefreut, wie schnell sich die Kinder auf die für sie ungewohnten Fragestellungen eingelassen haben, denn diese Art des Unterrichts kannten die Schüler nach Auskunft der Lehrerinnen bisher nicht. Dank der sehr guten Übersetzungen durch Magda Pluciennik gab es keine Sprachbarriere zwischen dem deutschen Lehrer und den polnischen Kindern.
„Es ist geplant, dieses 'Experiment' im nächsten Jahr zu wiederholen“, sagte die Vorsitzende. Renate und Uwe Amthor hatten neben dem Unterricht noch die Gelegenheit an einer Preisverleihung an Klassen teilzunehmen. Dabei wurde im Rahmen eines an der Schule laufenden Anti-Aggressions-Programms die besten Ideen der Klassen ausgezeichnet. „Es war beeindruckend zu erleben, mit welchem Engagement sich die Schule dem Problem der Aggression stellt“, stellten sie abschließend fest.

 

Tischlerinnung: „Hoffentlich

16. Juli

Innungsobermeister Thomas Jenning (Mitte) überreichte die Urkunden an die frischgebackenen Gesellen. Unter ihnen auch Samantha Dessington. Foto: vpu

Norderstedt (vpu) „Hoffentlich bleiben Sie alle bei uns hier im Handwerk“, rief Jan Broers, stellvertretender Obermeister der Tischlerinnung des Kreises Segeberg, den elf „Junggesellen“, darunter auch Samantha Dessington als einzige Frau, zu. Dann ging es offiziell an die Freisprechung der neuen Gesellen und an die überreichung der Urkunden.
Traditionell sind bei dieser Veranstaltung der Innung auch die Eltern der neuen Tischergesellen eingeladen und viele hatten stolz die Einladung angenommen und begleiteten den Nachwuchs auf seinem nächsten Schritt ins Leben. „Arbeiten Sie beim Kunden immer so, wie Sie auch für sich selber arbeiten würden. Souverän, mit Handwerkkunst und nachhaltig“, so Jan Broers.
Nach der Begrüßung in der Aula des Coppernicus-Gymnasiums in Norderstedt wurde es dann ein wenig feierlich. Nach der Aufforderung durch Innungs-Obermeister Thomas Jenning öffnete der Alt-Geselle die Lade und entzündete die Kerzen. Dann ging es an die Übergabe der Urkunden.
Hier die Namen und Betriebe der neuen Tischlergesellen: Tristan Daniel (Lars Lohse, Kisdorf), Samantha Dessington (Arne Paepcke), Torge Flüh (Ralf Staben, Norderstedt), Herdem Gören (Die Holzwerkstatt, Henstedt-Ulzburg), Melvin Janz (Owe Thormählen), Christoph Eddy Klahn (Nils Hoffmann), Philip Kraushaar (Dennis Hoyer, Norderstedt), Mark Last (Ricardo Last, Sülfeld), Patrik Schenk (Innere Mission), Ole Wittkugel (Lars Artmann), Leon Wulff (Wood Company).

 

Getreide- und Rapsernte

16. Juli

Dieser Landwirt erntet mit einem Mähdrescher  Wintergerste. Foto: dpa/Philipp Schulze

Kreis Segeberg (blb) In Schleswig-Holstein ist die Gerstenernte fast abgeschlossen, amtliche Ernteschätzungen liegen zwar noch nicht vor, die ersten Druschergebnisse schwächerer Standorte zeigen jedoch bei Gerste bereits Mindererträge
an. Die Getreideernte ist in diesem Jahr aufgrund der langen Trockenheit und Wärme mit vielen Sonnenstunden ungewöhnlich früh, fast zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr, gestartet.
 Selbst in den nördlichen Landesteilen wurde die Gerstenernte fast schon beendet. Raps- und Weizenernte werden witterungsbedingt abhängig zeitnah folgen. Deutlich unterscheiden sich 2018 auch die Anbauverhältnisse gegenüber dem Vorjahr: Aufgrund der Niederschläge im Herbst vergangenen Jahres sind rund 25 Prozent weniger Raps und rund 28 Prozent  weniger Winterweizen auf den Feldern bestellt worden, dafür deutlich
mehr Sommergetreide.
Die Landwirtschaftskammer rechnet aufgrund des Witterungsverlaufes vor allem der Trockenheit ab Mai insgesamt mit deutlich geringeren Erträgen und damit einer unterdurchschnittlichen Ernte sowohl bei Getreide als auch bei Raps. Claus Heller, Präsident der Landwirtschaftskammer, betonte, dass sich vor allem die Sommergetreidebestände nicht gut präsentierten.
Bei Winterweizen und Raps bleibe abzuwarten, wie sehr die Witterung geschadet
habe und ob die geringen Niederschläge in der Kornfüllphase noch einiges kompensieren konnten. Bei Gerste werden unterdurchschnittliche Erträge mit teils regional zu niedrigen Hektolitergewichten gemessen.

 

CDU: Margitta Neumann neue

16. Juli

Auf dem Foto von links: Margitta Neumann, Waldemar Bianga, Annika Ahrens-Glismann, Sven Oldag, Claudia Meyer, Jens Müller, Andre Martin. Foto: pmi

Henstedt-Ulzburg (pmi) Der Ortsverband der CDU Henstedt-Ulzburg hat auf der Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt.
Margitta Neumann ist mit einer großen Mehrheit zur Nachfolgerin von Michael Meschede gewählt worden.
In den vergangenen Monaten leitete  Neumann den Ortsverband bereits kommissarisch, da Meschede aus persönlichen Gründen im Mai zurückgetreten war. „Nachdem ich nun schon ein paar Monate in diese Aufgabe reinschnuppern durfte, habe ich richtig Lust bekommen, den Ortsverband zu leiten,“ so Margitta Neumann. „Ich möchte künftig das Ohr wieder dichter an den Bürgerinnen und Bürgern im Ort haben und wünsche mir eine enge Zusammenarbeit mit unserer CDU-Fraktion“,  so Neumann weiter.
Zu den stellvertretenden Vorsitzenden wurden Sven Oldag und Claudia Meyer gewählt. Zur Mitgliederbeauf-tragten wurde Annika Ahrens-Glismann gewählt. „Diese Arbeit liegt mir besonders am Herzen, ich möchte sowohl für die Neumitglieder als auch für unsere langjährigen Mitglieder ein Ansprechpartner sein und stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte haben“,
erklärte  Ahrens-Glismann. Schatzmeister ist künftig Andre Martin. Die Stellvertretung übernimmt Lars Giering. Die Schriftführung liegt weiterhin in den Händen von Walter Schmidt. Die Beisitzerpositionen übernehmen Folker Brocks, Waldemar Bianga, Christopher Liedelt, Jens Müller und Elisabeth von Bressensdorf. In diesem Bereich hat Margitta Neumann bereits die erste Neuerung eingeführt. Die Beisitzer haben künftig einen eigenen Verantwortungsbereich, damit effektiver gearbeitet werden kann. So wird Folker Brocks künftig den Arbeitskreis Strategie und die Organisation der Klausurtagungen leiten.

 

Chancengleichheit & Inklusion

16. Juli

Eine Fachdiskussion mit Experten behandelte die Themen  Inklusion und Barrierefreiheit in Henstedt-Ulzburg. Foto: pmi

Henstedt-Ulzburg (pmi) Eine Fachdiskussion mit Experten wie Ärzten, Apothekern, Pysiotherapeuten sowie Leitungskräften von weiteren sozialen Einrichtungen zum Thema „Chancengleichheit und Inklusion“ drehte sich auch   um Barrierefreiheit in Henstedt-Ulzburg. Dies ist ein Querschnittsthema der IGEK (Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept „hu2030+“), das alle Themenfelder einer Gemeinde betrifft, sei es Wohnen, soziale Infrastruktur, Mobilität, Freizeit, Freiraum oder Bildung. Somit ist es nicht nur ein Thema für geh-, hör- und sehbehinderte, psychisch Erkrankte oder mit anderen Handicaps betroffene Menschen, sondern auch für Mütter und Väter mit Kinderwagen, Senioren, oder solche, die vorübergehend durch Krankheit oder Unfall beeinträchtigt sind.
Zum Kreis der Anwesenden gehörte neben Jutta Altenhöner, Behindertenbeauftragte des Kreises Segeberg, auch Dr. Wolfgang Arnhold, Koordinator des Netzwerks Inklusion 2.0. Begrüßt wurden die Teilnehmer  aus den Bereichen Apotheken, Eingliederungshilfe, Vereinen und Verbände, Kirche, DRK, Rauhen Haus, Lebenshilfe und Diakonie vom ersten stellvertretenden Bürgermeister Wilhelm Dahmen.
 Nach einer kurzen Einführung in das gemeindeeigene IGEK durch die Projektleiterin Kristi Grünberg wies Britta Brünn,  Behindertenbeauftragte der Gemeinde, auf die UN-Behindertenrechtskonvention hin und betonte, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Deutschland gesetzlich verankert ist.
 Das IGEK-Team  konnte mit den Behindertenbeauftragten eine erfolgreiche Veranstaltung mit Perspektiverweiterung auf Menschen mit Handicap durchführen. Es sind viele wertvolle Hinweise auf Handlungsbedarfe aufgezählt worden. Außerdem diente die Veranstaltung für die Erstellung neuer Kontakte sowie zum Netzwerken unter den Beteiligten.

Info im Internet unter www.h-u.de/hu2030.

 

Euro 6 sofort erkennen

16. Juli

Bernd Glathe, Geschäftsführer Auto Wichert. Foto: Mario Roman pictures

Hamburg (pmi) Bislang gibt es sie von offizieller Seite nicht, obwohl Experten ihre Einführung fordern: Die blaue Plakette für Diesel, die nicht von Fahrverboten betroffen sind.  Auto Wichert hilft deshalb ab sofort Autobesitzern, die ihren Euro-6-Wagen kennzeichnen wollen. Die Plakette wird nach Prüfung der Abgasnorm kostenlos an interessierte Kunden abgegeben.
 Die Diskussion über Stickoxide und Fahrverbote für ältere Diesel hält an, in Hamburg gibt es nun sogar bereits erste lokal begrenzte Durchfahrtsbeschränkungen. Doch wie soll man eigentlich auf einen Blick kontrollieren, ob ein Auto die Abgasnorm Euro 6 erfüllt?
Experten haben dafür die Einführung einer blauen Plakette vorgeschlagen, die an den Rand der Windschutzscheibe zu kleben ist. Denn die bislang verwendeten Plaketten in den Farben Rot, Gelb und Grün sind überholt, weil sie keinen Rückschluss darauf erlauben, ob man mit seinem Kfz unter ein Dieselfahrverbot fällt oder nicht.
Bernd Glathe, Geschäftsführer von Auto Wichert, will nicht länger auf die Politik warten und geht mit der Einführung einer eigenen blauen Plakette voran: „Diese neue Plakette geben wir kostenlos an unsere Kunden ab, natürlich nur nach Prüfung der Abgasnorm. Damit können Autofahrer ein Zeichen setzen, auch wenn wir wissen, dass es sich bislang eher um eine symbolische Maßnahme handelt. Aber wenn keiner anfängt, wird die blaue Plakette wohl nicht so schnell kommen wie nötig.
Unsere Plakette hilft unseren Kunden vielleicht bei Verkehrskontrollen. Denn sie zeigt der Polizei auf den ersten Blick, dass es sich um einen Diesel Euro 6 handelt.“
Die blaue Plakette wird es an allen Standorten von Auto Wichert geben. Von den  264 400 in Hamburg zugelassenen Dieseln erfüllen rund 96 500 die Norm Euro 6. Erkennen lässt sich das ohne Plakette nur nach Einzelprüfung der Zulassungsbescheinigung. Im Feld 14.1 des Fahrzeugscheins muss eine Kennzahl zwischen 36N0 und 36Y0 stehen.

 

Heimsieg beim Vorbereitungsturnier

16. Juli

Zu selten kreierte Fetihspor Kaltenkirchen im Spiel gegen die Kaltenkirchener TS solche Torchancen.  Nashim Jueidi kann unbedrängt aufs Tor köpfen, aber der Ball war zu unplatziert für den möglichen Führungstreffer. Foto: mai

Kaltenkirchen (mai) Der sportliche Stellenwert war überschaubar, aber dennoch freuten sich die Fußballer aus Kaltenkirchen und Hartenholm über den dodenhof-Cup der Kaltenkirchener TS. Schließlich bot das Miniturnier etwas Abwechslung im mühevollen  Alltag der Saisonvorbereitung. Alle Teams fangen ihre Vorbereitung mit Konditionstraining an. So auch die Teilnehmer von der Kaltenkirchener TS, Fetihspor Kaltenkirchen und TuS Hartenholm II. Etwas, worauf Kicker eigentlich nie Lust haben. Es wird viel gelaufen und wenig mit dem Ball gearbeitet. „Wenn die meisten Spieler mit Übergewicht aus den Ferien zurück kommen, ist das aber auch nötig“, findet Fetihspor-Trainer Klaus Kasper.
Unter solchen Rahmenbedingungen ist der sportliche Stellenwert eines solchen Turniers überschaubar. „Es ist bei uns noch zu früh, für Aussagen über unsere spielerische Qualität. Was ich aber weiß, ist, dass wir gern in der oberen Tabellenhälfte die Saison beenden würden. Das wird schwer“, sagt Klaus Kasper.
Auch bei der KT lief noch nicht viel rund. „Vieles war zu kompliziert. Und beim zweiten Spiel war mein Team schon ziemlich platt“, sagte KT-Trainer Frank Freitag. Immerhin, sein Kapitän Tobias Weißörtel konnte schon ein paar Erkenntnisse aus dem Turnier und den bisherigen Trainingseinheiten gewinnen. „Wir haben tolle, junge Spieler hinzu bekommen, die im Training richtig Gas geben. Das macht richtig Spaß“, sagt der KT-Kapitän über die Neuzugänge.
Die KT gewann ihr eigens Turnier dank eines 5:0-Sieges über Hartenholm. Fetihspor konnten den Kreisligisten 1:0 schlagen und hatte Glück, dass es im Derby nur ein 0:0 gab. Dabei vergab die KT aber reihenweise beste Torchancen, was Frank Freitag mit einem „Torschusstraining stand noch nicht auf dem Stundenplan“, milde lächelnd kommentierte. Aufgrund des besseren Torverhältnisses gewann die KT ihr Turnier vor Fetihspor Kaltenkirchen und TuS Hartenholm II. Von Sponsor dodenhof gab es Bälle und Leibchen für die Teams. Und für die Spieler die Gewissheit, dass jetzt die Vorbereitung mit Ball beginnt.

 

Goldene Wasserratten

16. Juli

V. li. Britta Ullrich, Anja Klocke, Müge Dede, Carmen Brzezina-Wiese, Andrea Sziedell, Sara Richtsen. Foto: pmi

Norderstedt (blb) Bei den 24. Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters im Synchronschwimmen,  seit 2010 wieder mal in Hamburg, waren die SG Wasserratten Synchro-Masters neben einem Duett erstmals auch mit einer freien Kombination und drei Solo-Küren an den Start gingen.
In der Freien Kombination erhielten im Team Andrea Sziedell (Jg. 1965), Anja Klocke (Jg. 1966), Britta Ullrich (Jg. 1964), Carmen Brzezina-Wiese (Jg. 1972), Müge Dede (Jg. 1969) und Sara Richtsen (Jg. 1975) in der Altersklasse 40 bis 64 Gold. Bronze erhielten Andrea Sziedell und Anja Klocke für ihre Duett Kür. Die Solo-Küren erreichten den 4. Platz mit Sara Richtsen, den 5. Platz mit Müge Dede und den 7. Platz mit Carmen Brzezina-Wiese.
Vertreten waren zwölf deutsche Vereine und ein Verein aus Frankreich mit insgesamt 96 Teilnehmern der Altersklassen 20 bis 59.
Solo, Duett, Gruppe und die Kombi bildeten mit Technischer und Freier Kür den Wettkampfplan. Zahlreiche Zuschauer ließen sich von den anmutigen und kraftvollen Darbietungen der Schwimmerinnen beeindrucken und bewunderten zugleich die zum Teil sehr aufwendig gestalteten Kür-Badeanzüge. Die nächsten 25. Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters im Synchronschwimmen sind 2019 in Karlsruhe.

 

Neue FSJlerin für die Schwimmer

16. Juli

Trampolin-Kreismeisterin Marisa Bartz wird die neue FSJlerin bei der SG Wasserratten. Foto: mai

Norderstedt (mai) Eigentlich stand Marisa Bartz vor einer großen Leere zu Beginn der Sommerferien. Mit ihrem Realschulabschluss in der Tasche war die 16-Jährige auf der Suche nach einer FSJ-Stelle und wurde bei den SG Wasserratten fündig.
Marisa betreut in der Trampolinabteilung des Norderstedter SV  eine Gruppe junger Sportler. Wasserratten-Chef-Trainer Christian Oehring freut sich über diese Erfahrung:  „Die soziale Komponente ist ganz wichtig für FSJler. Durch ihre Arbeit bei den Trampolinturnern hat sie ein Grundwissen, das wir ihr nicht beibringen müssen“, sagt der Leistungsgruppentrainer.
Marisa Bartz wird im Anfänger- und jüngsten Nachwuchsbereich arbeiten. „Ich hoffe auf einen Wissenstransfer. Marisa könnte unseren Schwimmern gute Tipps geben, wie wir beim Start oder bei der Wende effektiver arbeiten können“, sagt Oehring.
Sie wird Nachfolgerin von Lea-Sophie Müller, die nun ein Studium als Grundschullehrerin beginnt. Dann ist auch wieder mehr Zeit, an ihren eigenen Bestzeiten zu arbeiten.
 Für Marisa Bartz schließt sich mit dem Engagement bei den SG Wasserratten ein Kreis. „Ich hab einst in der Schwimmgruppe von Elisabeth Tenberge-Bortel trainiert, dann aber den Trampolinsport für mich entdeckt. Nun kehre ich zu den Wasserratten zurück“, sagt die Trampolin-Kreismeisterin. Am 1. September fängt ihr freiwilliges soziales Jahr an.

 
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